Jugendwort des Jahres 2026 – Langenscheidt, leck Eier!

Langenscheidt kickt „Mehrzweckeier“ aus den Top 10 für das Jugendwort des Jahres. Denkt der Verlag, Jugendsprache ist nicht politisch? Peinlich. Mehrzweckeier“, spricht Susanne Daubner trocken und süffisant in die Kamera. Es ist die vielleicht am schönsten vorgetragene Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und der Wehrpflichtreform, die das deutsche Fernsehen je vorgetragen hat. Halt! Stopp! Alles gar nicht passiert. Das hat Langenscheidt verhindert. Denn die „Mehrzweckeier“ haben es zwar ganz süper in die Top-10-Vorschläge für das Jugendwort des Jahres geschafft. Doch der Verlag hat sie wieder rausgeschmissen. „Da der Begriff auf eine Kampagne zurückgeht“, heißt es, „und gleichzeitig auf einer persönlichen Beleidigung beruht.“ Schade, dass der Verlag da crashout geht und sich offenbar nur mit angenehm harmloser Jugendkultur schmücken will. Oder ist das alles nur Ragebait, um auf den ohnehin peinlichen Wettbewerb aufmerksam zu machen? (…) Das Jugendwort findet Langenscheidt so: Jugendliche können Vorschläge einreichen. Susanne Daubner liest – so ist es inzwischen geliebte Tradition – für die „Tagesschau“ die Top 10 laut vor, und die Allgemeinheit kann online voten und den Sieger bestimmen. Nur eben bitte keinen aus einer Kampagne. Politische Eier Tatsächlich haben Menschen im Internet dazu aufgerufen, „Mehrzweckeier“ beim Wettbewerb einzureichen. Sie haben Memes erstellt, also Jugendkultur genutzt, um auf ein Wort hinzuweisen, das satirisch jene Politik kritisiert, die insbesondere Jugendliche trifft, und darauf gehofft, dass Susanne Daubner es öffentlich ausspricht. Mit Jugendwörtern stellen Jugendliche ihre Realität dar, prägen sich selbst und das eigene Verständnis von der Wirklichkeit (…) Jugendliche selbst, ihre Jugendkulturen und auch ihre Wörter sind im Zeitgeschehen verankert. Zu diesem gehört auch die verpflichtende Musterung, die die aktuelle Bundesregierung beschlossen hat und die bei vielen Menschen die Angst vor dem Eiergriff hervorgerufen hat. Auf die bezog sich der Schüler, der bei einer Anti-Wehrpflicht-Demo im März „Merz leck Eier“ auf sein Plakat schrieb. Gute Käse! Peak! Doch die Polizei beschlagnahmte es, leitete Ermittlungen ein wegen des Anfangsverdachts der „üblen Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens“. Wir haben versagt Ein Jugendlicher setzt sich also mit Politik auseinander, die ihn direkt betrifft, arbeitet damit satirisch, nutzt sein demokratisches Grundrecht, indem er auf eine Demo geht, und wird dann in seiner Meinungsäußerung blockiert. Dabei müssten wir Jugendliche lieben und unterstützen, wenn sie genau das tun. Schere, wir haben als Erwachsene versagt. Wer sich mit Jugendwörtern schmücken will und sei es nur, wie immer wieder von Kri­ti­ke­r*in­nen des Wettbewerbs gemunkelt, aus PR-Zwecken, der muss auch akzeptieren, dass sie nicht immer und jedem genehm sind.

via taz; Kommentar von Johannes Drosdowski: Jugendwort des Jahres 2026 – Langenscheidt, leck Eier!

Putin begrüßt salutierende U-Boot-Crew – dann zeigt Kamera die peinliche Kulisse

Russlands wichtigster Flottenfeiertag ist seit Jahren eine sorgfältig inszenierte Machtdemonstration – Kriegsschiffe auf der Newa, Kampfjets über den Dächern, Tausende Zuschauer am Ufer. Dieses Jahr war davon nichts zu sehen. Die Newa blieb leer, der Himmel über St. Petersburg ruhig, das Feuerwerk fiel aus. Kreml-Chef Wladimir Putin reiste zwar in seine Heimatstadt – traf Marineangehörige aber in der Admiralität,  die das Oberkommando der Russischen Marine beherbergt. Russische Staatsmedien verbreiteten Bilder des Präsidenten vor Soldaten und einer großformatigen Darstellung eines U-Bootes. Die reale Flotte blieb verborgen. Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem die Parade vollständig ausfällt – 2024 wa Die Sicherheitslage hatte sich unmittelbar vor dem Feiertag erneut zugespitzt: In der Nacht zum Freitag griffen ukrainische Drohnen St. Petersburg und die Region Leningrad an. Eine Drohne traf ein Lager und löste einen Großbrand aus, drei Menschen wurden verletzt. Der Flughafen Pulkowo stellte zeitweise den Betrieb ein.r zunächst nur der Teil vor Kronstadt, einer Festungsstadt auf der Ostsee-Insel Kotlin, gestrichen worden.

via merkur: Putin begrüßt salutierende U-Boot-Crew – dann zeigt Kamera die peinliche Kulisse

BRUTALE ATTACKE IN HEIDELBERG – Drei Mädchen zerschneiden Schwestern die Gesichter

Drei Mädchen sollen in Heidelberg zwei Schwestern brutal mit einem Messer und Glasflaschen attackiert haben. Die Opfer erlitten unter anderem schwere Schnittverletzungen im Gesicht. Danach sollen sich die Täterinnen über sie lustig gemacht haben.Drei minderjährige Mädchen sollen in Heidelberg eine 18-Jährige bewusstlos geschlagen und ihr zuvor Stichwunden sowie mehrere tiefe Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt haben. Auch die 15 Jahre alte Schwester des Opfers sei von dem Trio mit Messer und Glasflaschen attackiert und verletzt worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Das Amtsgericht Heidelberg erließ Haftbefehl gegen die Jugendlichen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren. Die drei Beschuldigten waren nach bisherigem Ermittlungsstand am 11. Juli gegen 22.30 Uhr am Bismarckplatz in Heidelberg in einen zunächst verbalen Streit mit den Schwestern geraten – warum, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Dann sollen sie auf die Ältere eingeprügelt haben, die den Angaben zufolge zu Boden ging und kurz das Bewusstsein verlor. Sie erlitt neben den Stich- und Schnittverletzungen ein Schädelhirntrauma und kam ins Krankenhaus

via welt: BRUTALE ATTACKE IN HEIDELBERG Drei Mädchen zerschneiden Schwestern die Gesichter

Umstrittene Wahl: AfD-Ortsvorsteherin in Ahrensfelde – Kritik an SPD und CDU – #brandmauer

In einem Ortsteil von Ahrensfelde wird eine AfD-Kandidatin gewählt. Die Bewerberin der Freien Wähler kann sich nicht durchsetzen. Die Bürgerbewegungen sprechen von Doppelmoral bei SPD und CDU. Die Wahl der AfD-Politikerin Inka Länger zur Ortsvorsteherin in einem Ortsteil der Gemeinde Ahrensfelde im Landkreis Barnim stößt auf Kritik. Die Freien Wähler warfen SPD und CDU vor, mit ihren Stimmen für die AfD-Kandidatin in Lindenberg die sogenannte Brandmauer einzureißen. „Gilt die viel zitierte Brandmauer nur dann, wenn sie anderen Parteien vorgehalten werden kann?“, fragte der Landesvorsitzende von BVB/Freie Wähler, Péter Vida, laut Mitteilung. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. Die Kandidatin der AfD in Ahrensfelde-Lindenberg erhielt nach Angaben der Freien Wähler drei Stimmen, die Bewerberin Evelyn Freitag von BVB/Freie Wähler bekam zwei Stimmen. Im Januar war AfD-Kandidat Jürgen Heinicke zum Ortsvorsteher gewählt worden, nachdem CDU-Ortsvorsteher Frank Meuschke gestorben war. Im Ortsbeirat sind AfD, CDU, SPD, BVB/Freie Wähler und Bürger für Ahrensfelde vertreten. (…) Der CDU-Ortsbeirat Sven Salzmann bestätigte, die AfD-Kandidatin gewählt zu haben. Der Grund sei nicht die AfD gewesen, sagte Salzmann der dpa. „Da waren Gemeinsamkeiten, einfach mit ihr besser aufgestellt zu sein.“ Er betonte: „Wir haben nie von einer Brandmauer geredet. Wir sind nicht für die rechte Seite, wir sind nicht für die linke Seite.“

via tagesspiegel: Umstrittene Wahl: AfD-Ortsvorsteherin in Ahrensfelde – Kritik an SPD und CDU

„Militärische Aktion“ geplant : Ex-Elite-Soldat gesteht Spionage im Bundestag

Ex-Elite-Soldat Peter Wörner (58) ist wegen Hochverrats und Gründung einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Überraschendes Geständnis im „Reichsbürger“-Prozess! Der frühere Elite-Soldat Peter Wörner (58) hat nun am Oberlandesgericht in Frankfurt zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung genommen. Der Angeklagte hat eingeräumt: Er hat das Bundestagsgebäude im Vorfeld einer geplanten „militärischen Aktion“ ausspioniert. Wörner war Soldat beim Kommando Spezialkräfte (KSK), der Eliteeinheit der Bundeswehr. Seit Mai 2024 steht er vor dem Staatsschutzsenat in Frankfurt. Die Anklage: Hochverrat und Gründung einer terroristischen Vereinigung. Er und seine Mitangeklagten hätten über eine „militärische Aktion“ am Bundestag gesprochen, gestand er. Darüber berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Die berüchtigte Führung durch den Reichstag, die die mitangeklagte Ex-AfD-Politikerin Birgit Malsack-Winkemann (61) stets „touristische Aktion“ nennt, habe tatsächlich diesem Spionage-Plan gedient. Und Malsack-Winkemann? Die habe davon gewusst, sagte Wörner. Beide hätten vorab darüber gesprochen. Klar sei auch gewesen: Bei der geplanten Aktion sollten Waffen eingesetzt werden. Dass dabei jemand sterben könnte, will Wörner nicht angenommen haben. Sein Vertrauen setzte er in die Vorhersagen eines Hellsehers. Der habe ihm versichert: „Bei der Aktion fällt kein Schuss.“ Wörner soll dem Mann namens Thomas T. auch deshalb vertraut haben, weil dieser ihm eine große Liebe für 2025 und eine Hochzeit 2026 vorausgesagt hatte. Doch dazu kam es nicht. Seit 2024 sitzt er in Untersuchungshaft.

via bild: „Militärische Aktion“ geplant : Ex-Elite-Soldat gesteht Spionage im Bundestag

Einstimmig: AfD-Kandidat Justin Vogel in Herzberg von Bürgermeisterwahl ausgeschlossen

Der Kreisvorsitzende der AfD Göttingen, Justin Vogel, ist vom Wahlausschuss der Stadt Herzberg abgelehnt worden. Der Kandidierende will sich wehren. Die Entscheidung ist einstimmig gefallen: Der Wahlausschuss der Stadt Herzberg hat die Kandidatur von Justin Vogel, AfD-Kreisvorsitzender, zur Bürgermeisterwahl in Herzberg am Harz wieder einkassiert. So berichtet es der Kreisverband der Partei am Montagabend, 27. Juli. Vogel wolle gegen die Entscheidung „alle verfügbaren Rechtsmittel nutzen“. Am Dienstagmorgen bestätigt die Verwaltung die Entscheidung des Wahlausschusses. Eine detaillierte Stellungnahme zu der Entscheidung steht aktuell noch aus. Justin Vogel nennt die Entscheidung indes ein „undemokratisches Verfahren“ und einen „Angriff auf die freie Wählerentscheidung“. Die Entscheidung aus Herzberg reiht sich in eine Folge von Beschlüssen ein, die in den vergangenen Tagen von einigen niedersächsischen Wahlausschüssen getroffen wurden. So wurde etwa das Mitglied der AfD im Kreis Göttingen, Reinhild Goes, nicht zur Bürgermeisterwahl in Nörten-Hardenberg (Landkreis Northeim) zugelassen, der AfD-Kandidat für das Landratsamt im Kreis Northeim, Jens Kestner, erhielt hingegen den Segen des Wahlausschusses.

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Ermittlungen nach Böllerwürfen am Haus einer AfD-Politikerin

Nach Böllerwürfen in Richtung des Hauses der nordrhein-westfälischen AfD-Landtagsabgeordneten Enxhi Seli-Zacharias in Gelsenkirchen hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe “der Anfangsverdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion”, teilte die Polizei mit. Überreste pyrotechnischer Gegenstände seien am Tatort gesichert worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Das Haus sei nicht getroffen worden, sagte ein Sprecher. Ob es zu Sachbeschädigungen kam, stehe bislang nicht fest. Seli-Zacharias ist stellvertretende AfD-Fraktionschefin im nordrhein-westfälischen Landtag, sie gilt als scharfzüngige Oppositionspolitikerin. Die 32-Jährige, die im Stadtteil Buer lebt, hatte nach Polizeiangaben um 4.58 Uhr den Notruf gewählt. Nach ersten Zeugenangaben sollen drei junge Leute auf E-Scootern Böller in Richtung des Hauses und eines davor abgestellten Fahrzeugs geworfen haben. Anschließend hätten sich die Täter in unbekannte Richtung entfernt. (…) Seli-Zacharias hatte zuletzt mit einem “Putz-Video” für Schlagzeilen und Kritik in breiten Teilen der Gesellschaft gesorgt. In scharfem Ton hatte sie in Gelsenkirchen Bewohner eines Stadtteils mit hohem Migrationsanteil aufgefordert, Straßen und Gehwege zu putzen.

via ntv: Ermittlungen nach Böllerwürfen am Haus einer AfD-Politikerin