VERNETZUNGSTREFFEN DER RECHTEN SZENE? Buchmesse “Seitenwechsel” in Halle sorgt wieder für Zündstoff

Zwischen Bücherständen, Podiumsgesprächen und politischen Debatten beginnt heute in Halle wieder eine Messe, die polarisiert – die “BücherMesse Seitenwechsel”. Auf dem Programm stehen auch die Auftritte bekannter Mitglieder der rechten Szene. Die Veranstalter sprechen von einem Ort für Debatten und Meinungsvielfalt, Kritiker sehen ein Vernetzungstreffen der Neuen Rechten. Auf der Gästeliste stehen Vertreter eines Verlags und eines Magazins, die beide vom Verfassungsschutz als “gesichert rechtsextremistisch” eingeordnet werden: Einmal der Antaios-Verlag in Sachsen-Anhalt, gegründet von Götz Kubitschek, einer prägenden Figuren der Neuen Rechten. Als zweites: Das Compact-Magazin unter Chefredakteur Jürgen Elsässer. Programm beinhaltet bürgerliche und rechtsextreme Akteure Doch nicht alle, die auf dem Programm stehen, gehören zum extremen Spektrum – was dafür spricht, dass eine Art Normalisierung stattgefunden hat, sagt David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus beim Verein Miteinander e.V. in Magdeburg: “Wir haben Publizisten aus dem etablierten Spektrum, die sich radikalisiert haben, und wir haben eine Normalisierung von rechtsextremen Inhalten in der Mitte der Gesellschaft.” Neben “normalem” Publikum seien dort im letzten Jahr auch Neonazis als Besucher gesehen worden, die ihre Tätowierungen mit langen Hemden unsichtbar gemacht hätten. Es seien parallel verlaufende Prozesse, die wiederum parallel zum Aufstieg der AfD verlaufen würden, betont Begrich.

via mdr: VERNETZUNGSTREFFEN DER RECHTEN SZENE? Buchmesse “Seitenwechsel” in Halle sorgt wieder für Zündstoff

Leak bei Projekt – „Ein Prozent“ AfD-Geld fließt in rechtsextremen Verein

„Ein Prozent“ sammelt Spenden und fördert damit rechtsextreme Projekte. Wer dafür Geld gibt, war bisher unklar. Nach einem Datenleak nun nicht mehr.Als „größtes patriotisches Netzwerk“ in Deutschland und „Widerstandsplattform“ rühmt sich der Verein „Ein Prozent“. Der Kurs ist eindeutig: Es geht gegen „Masseneinwanderung“ und die „politische Kaste“. Bereits 2023 wurde der Verein vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. In der Szene sammelt er Spenden – und händigt diese für rechte Proteste oder Prozesse gegen Gesinnungskameraden aus. Wer dafür sein Geld gab, war bisher unbekannt. Nun nicht mehr: Durch ein Leak ist jetzt ein Teil der Spen­de­r*in­nen bekannt. Ein Hackerkollektiv namens „Propane“ hatte nach eigener Auskunft im Juli die Daten von „Ein Prozent“ entwendet. Sie umfassen den Zeitraum von dort bis zurück ins Jahr 2021. Die taz und andere Medien konnten diese Daten nun prüfen und auswerten. Mittlerweile bestätigte „Ein Prozent“ den Datenabfluss und den Zeitraum. Der Verein spricht von rund 1.000 betroffenen Personen. „Ein Prozent“ ging schon 2016 an den Start, damals mitgegründet von den rechtsextremen Publizisten Götz Kubitschek und Jürgen Elsässer. Geleitet wird das Projekt heute von Philipp Stein, einem rechten Verleger und Burschenschafter. Auch einstige Identitäre mischen in dem Verein mit – der folgerichtig auch die Kampfformel der „Remigration“ propagiert, die Massenausweisung von Personen mit Migrationsbiografie. Vom Leak betroffen ist nun der „Solifonds“ des Vereins. Dieser wurde 2021 aufgelegt und schüttet laut eigener Auskunft Gelder an „Opfer von migrantischer und linksextremer Gewalt“ aus, geht allerdings auch an Beschuldigte von Volksverhetzung. Gut 148.000 Euro will „Ein Prozent“ in den vergangenen Jahren so ausgezahlt haben. Die Spenden an den Fonds ab dem Jahr 2021 reichen von einem Euro bis 31.000 Euro von einem früheren Aktivisten gegen die Corona-Maßnahmen aus Hessen. Vor allem aber unterstützt eine Vielzahl an AfD-Politikern das „Ein Prozent“-Projekt. Darunter sind die AfD-Bundestagsabgeordneten Hannes Gnauck, Sebastian Maack, Robert Teske, Uwe Schulz, Lars Schieske, Thomas Dietz oder Thomas Ladzinski – sowie der frühere Abgeordnete Peter Bystron. Auch diverse AfD-Landtagsabgeordnete spendeten Beträge. Dazu gehört auch Sachsen-Anhalts AfD-Ministerpräsidentenanwärter Ulrich Siegmund, der 500 Euro gab. Siegmund macht schon länger keinen Hehl aus der Unterstützung von „Ein Prozent“, trat dort bereits im Podcast auf und erklärte, den Verein unterstützt zu haben. „Ein Prozent“ wiederum lobte Siegmund bereits 2021 als „Freund und Unterstützer des patriotischen, außerparlamentarischen Vorfelds“. Zu den „Ein Prozent“-Spendern zählt auch Jean-Pascal Hohm, Chef der AfD-Jugend „Generation Deutschland“ und Landtagsabgeordneter der AfD in Brandenburg (…) Und auch außerhalb der AfD gibt es einschlägige Unterstützer. So ist eine Spende von 1.000 Euro von der rechtsextremen Kleinpartei „Freie Sachsen“ vermerkt. Eine weitere kam von der völkischen Siedlergruppe „Weda Elysia“ aus Sachsen-Anhalt. Auch der Neonazi Sven Krüger aus der rechtsextremen Dorfgemeinschaft Jamel in Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Unterstützern. Er wurde erst kürzlich zu einer Geldstrafe von 7.000 Euro wegen unerlaubten Besitzes von Sprengstoff und Waffen verurteilt. Und auch der bekannte Neonazi Alexander Deptolla, einst Dortmunder, nun in Sachsen-Anhalt, spendete an „Ein Prozent“. Deptolla organisierte früher die Kampfsport-Szeneevents „Kampf der Nibelungen“ und betreibt ein gleichnamiges Label. „Ein Prozent“ selbst wiederum unterstützte in der Vergangenheit auch den Identitären-Wortführer Martin Sellner

via taz:_ Leak bei Projekt „Ein Prozent“ AfD-Geld fließt in rechtsextremen Verein

siehe auch: Spendenplattform des rechtsextremen Vereins „Ein Prozent“ gehackt Die Spendenplattform des rechtsextremen Vereins „Ein Prozent e.V.“ wurde gehackt. Dabei wurden die Daten von rund 1.000 Spender*innen extrahiert. Laut dem Datensatz haben sich mindestens vier AfD-Bundestagsabgeordnete sowie zahlreiche weitere Mitglieder und Funktionäre der in Teilen gesichert rechtsextremen Partei AfD an Spendenkampagnen des Vereins beteiligt. (…) Auf seiner Plattform solifonds.me sammelte „Ein Prozent“ Geld für ein „Schutzschild für Patrioten“. Die „Patrioten“ sollen laut Webseite Unterstützung erhalten, wenn sie „Opfer linksextremer Angriffe wurden“, „von migrantischer Gewalt“ betroffen seien oder ihre Autos angezündet wurden. Diese Plattform wurde im Juli 2026 gehackt. (…) Darin ist neben den Daten aller etwa tausend Spenderinnen auch geheimes Schlüsselmaterial für den Zahlungsdienstleister Stripe enthalten. Laut Angaben der Hackerinnen wurde der Angriff durch die Betreiber bemerkt und die Webseite daraufhin abgeschaltet. Heute leitet solifonds.me auf eine Unterseite von einprozent.de weiter. Die Daten enthalten neben Namen und E-Mail-Adressen in Einzelfällen auch Postanschriften der Spender*innen. Außerdem lassen sich der exakte Betrag, die IP-Adresse sowie der Zeitpunkt aller Spenden nachvollziehen. (…) Laut dem vorliegenden Datensatz sammelte der Verein zwischen September 2021 und April 2026 Spenden über den Zahlungsdienstleister Stripe sowie vereinzelt auch Offline-Spenden. Insgesamt wurden dabei nach Entfernung offensichtlicher Testeinträge 73.019,67 € verbucht. Davon wurden etwa 55.000 € über Stripe und rund 18.000 € offline gesammelt. Diese Summe liegt deutlich unter den Angaben in einem Blogbeitrag vom August 2026. Darin wird von rund 148.000 € ausgezahlter Unterstützung sowie einem verbliebenen Fondsbestand von rund 31.700 € gesprochen – also mehr als das Doppelte der im Datensatz erfassten Spendensumme, die sich aus der Spenderdatenbank nachvollziehen lässt. Ob und gegebenenfalls welche weiteren Finanzierungsquellen dem Solifonds zur Verfügung standen, lässt sich aus der vorliegenden Datenbank nicht nachvollziehen. 2019 betonte der Verein gegenüber der Zeit, er habe fast 50.000 Unterstützerinnen. Dem stehen nun rund 1.000 Spenderinnen gegenüber, die sich zwischen September 2021 und April 2026 in der Solifonds-Datenbank des Vereins nachvollziehen lassen.

Schütze von „rechtsextremen Ideologien fasziniert“: Sechs Tote und mindestens 15 Verletzte nach Amoklauf in Krakau – #terror

Im Stadtzentrum von Krakau in Polen schießt ein Mann in Militärkleidung aus seinem Fahrzeug wahllos um sich. Viele Menschen wurden tödlich und schwer verletzt. Was über den 25-jährigen Tatverdächtigen bekannt ist. Bei einem Amoklauf im Stadtzentrum der südpolnischen Stadt Krakau (Krakow) sind am Samstagnachmittag sechs Menschen getötet worden. Das schrieb die Polizei der Woiwodschaft Kleinpolen auf X. Mindestens 15 Menschen sind verletzt worden. Das teilte der Woiwod der Woiwodschaft Kleinpolen, Krzysztof Kleczar, nach Angaben der Agentur PAP mit. Im Sender Polsat News fügte er hinzu, dass sich zwölf der Verletzten in einem kritischen oder lebensgefährlichen Zustand befänden. Ein 25-jähriger Pole namens Michal O. ist laut Angaben der Polizei und Staatsanwaltschaft gegen 15 Uhr auf den Marktplatz gefahren und habe angefangen, aus seinem Fahrzeug heraus zu schießen. „Der Mann trug militärähnliche Kleidung und benutzte eine Langwaffe militärischer Bauart, möglicherweise ein halbautomatisches Sturmgewehr vom Typ AR-15“, sagte eine Polizeisprecherin dem Sender TVN24. Viele weitere Waffen und Munition aus seinem Auto seien sichergestellt worden. Polens Innenminister Marcin Kierwiński gab wenige Stunden nach der Tat bekannt, dass der Täter von „rechtsextremen Ideologien fasziniert“ sei. Darauf deute „alles“ hin, sagte Kierwinski am Samstagabend bei einem Besuch in der zweitgrößten Stadt Polens im Süden des Landes. (…) Ein weiterer Augenzeuge sagte dem Sender, dass die Menschen in alle Richtungen davongelaufen seien. „Plötzlich ist ein Auto herangefahren, und ein Mann hat begonnen, aus dem Fenster des Wagens zu schießen“, erläuterte er. Der Angreifer habe einen Helm oder eine Maske getragen. Sein Gesicht sei nicht zu sehen gewesen

via tagesspiegel: Schütze von „rechtsextremen Ideologien fasziniert“: Sechs Tote und mindestens 15 Verletzte nach Amoklauf in Krakau

siehe auch: Schütze von Krakau laut Innenminister von rechtsextremer Ideologie fasziniert Der Todesschütze von Krakau stand dem polnischen Innenminister zufolge unter rechtsextremem Einfluss. Sechs Menschen sind tot, mehrere Verletzte befinden sich offenbar in kritischem Zustand. Der Bewaffnete, der am Samstag in der südpolnischen Stadt Krakau vier Frauen und zwei Männer erschossen hat, war von rechtsextremer Ideologie fasziniert. Das sagte Polens Innenminister Marcin Kierwiński auf einer Pressekonferenz. »Alles deutet darauf hin, dass der Schütze von rechtsextremer Ideologie beeinflusst war. Auch dieser Punkt wird Gegenstand der Ermittlungen sein«, sagte Kierwiński. »Polizisten sind vor Ort, ebenso Agenten des Inlandsgeheimdienstes, sowohl hier am Tatort als auch im Haus der Familie der Person.« Im Wagen des Täters seien weitere Waffen gefunden worden. Es handelt sich Behördenangaben zufolge um einen 24 Jahre alten polnischen Staatsbürger; Gewalttat mit sechs Toten in Polen: Was über den Tatverdächtigen und das Motiv bekannt ist. Bei einem Angriff auf dem Hauptmarkt in Krakau sind sechs Menschen getötet worden. Die Ermittler prüfen ein rechtsextremes Motiv des 25-jährigen Schützen. Krakau – Krakau – Auf dem Hauptmarkt (Rynek Główny) im Zentrum der Stadt Krakau hat sich am Samstagnachmittag (7. November) eine schwere Gewalttat ereignet. Ein bewaffneter Mann fuhr kurz nach 15:00 Uhr mit einem schwarzen Pkw auf den Marktplatz und eröffnete aus dem Fahrzeug heraus das Feuer auf Passanten. Bei den Schüssen auf dem Marktplatz in Krakau kamen nach offiziellen Angaben der Behörden sechs Menschen ums Leben. Rund 15 weitere Personen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Wie die Nachrichtenagentur AP und die Zeitung Gazeta Wyborcza berichten, starben fünf Personen direkt am Tatort, ein weiteres Opfer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Unter den Todesopfern sind vier Frauen und zwei Männer. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befinden sich keine Kinder unter den Opfern. Zwei Polizeibeamte wurden im Einsatz durch Schüsse verletzt, einer von ihnen befindet sich laut behördlichen Angaben in kritischem Zustand. (…) Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen polnischen Staatsbürger aus der Woiwodschaft Heiligkreuz (Świętokrzyskie). Das Alter des Mannes gaben die Behörden zunächst mit 24 Jahren an, korrigierten diese Angabe im Verlauf der Ermittlungen jedoch auf 25 Jahre. Er trug während der Tat Militärkleidung und eine schusshemmende Weste und nutzte einen AR-15-Karabiner. Im sichergestellten Fahrzeug fanden Kriminaltechniker weitere Waffen sowie eine große Menge Munition. Das polnische Verteidigungsministerium stellte klar, dass der 25-Jährige kein Soldat der polnischen Streitkräfte ist.

Zweite Explosion in Mücheln: Verletzter Polizist bei Entschärfung einer mutmaßlichen Rohrbombe

Ein heftiges Explosionsgeschehen in der Müchelner Goethestraße hält die Einsatzkräfte seit dem frühen Donnerstagmorgen in Atem. Was zunächst wie ein Unfall mit Pyrotechnik aussah, entwickelte sich im Laufe des Tages zu einem Großeinsatz von Polizei und Entschärfern. Bei der Sicherung einer mutmaßlichen Rohrbombe wurde am Nachmittag ein Polizeibeamter verletzt. Werbung Ursprünglicher Verdacht auf Böller-Unfall Begonnen hatte der dramatische Einsatz gegen 4:30 Uhr morgens. Anwohner der Goethestraße wurden durch einen knallartigen Lärm aufgeschreckt: Zwischen zwei Häusern war es zu einer Detonation gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte ein 40-jähriger Deutscher unsachgemäß mit pyrotechnischen Erzeugnissen hantiert. Dabei zog sich der polizeibekannte Mann schwerste Verletzungen an beiden Händen sowie im Gesicht zu. Er musste umgehend in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert werden. Er befindet sich derzeit in intensivmedizinischer Behandlung. Zweite Explosion bei Entschärfungsarbeiten Werbung Am Nachmittag nahm das Geschehen jedoch eine noch gefährlichere Wendung. Spezialeinsatzkräfte der Polizei hatten am Tatort eine mutmaßliche Rohrbombe entdeckt. Als Experten den Sprengsatz gegen 15:00 Uhr gesichert ablegen wollten, kam es völlig unerwartet zu einer zweiten, unbeabsichtigten Detonation. ​Dabei wurde ein Polizeibeamter verletzt. Er musste umgehend zur medizinischen Versorgung in eine hallesche Klinik eingeliefert werden. Wie es genau zu dem unvorhergesehenen Zünden des Sprengkörpers kommen konnte, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

via du bist halle: Zweite Explosion in Mücheln: Verletzter Polizist bei Entschärfung einer mutmaßlichen Rohrbombe

siehe auc: Zwei Explosionen in Mücheln: Polizei ermittelt nach Rohrbombenfund Im Fall der zwei Explosionen in Mücheln im Saalekreis ermittelt die Polizei. Am Donnerstag war ein 40-Jähriger schwer verletzt und daraufhin notoperiert worden. Bei den weiteren Ermittlungen fanden Polizisten fünf Bomben in der Wohnung des Mannes. Eine davon explodierte beim Abtransport und verletzte einen Beamten. In Mücheln am Geiseltalsee im Saalekreis laufen nach zwei Explosionen die Ermittlungen der Polizei. Bei der ersten Explosion am frühen Donnerstagmorgen zwischen zwei Häusern hatte sich ein polizeibekannter 40-Jähriger schwere Verletzungen an den Händen und im Gesicht zugezogen. Später wurden bei den weiteren Ermittlungen in der Wohnung des Mannes fünf mutmaßliche Rohrbomben entdeckt und mit einem Spezialroboter geborgen. Polizist bei Explosion während des Abtransports verletzt Im weiteren Verlauf explodierte am Nachmittag einer der fünf Sprengkörper beim Abtransport. Dabei wurde ein Polizist verletzt. Alle Sprengkörper wurden im Anschluss laut Polizei auf einem Feld unschädlich gemacht.

Ermittlungen der EU-Kommission – TikTok gefährdet die men­tale Gesund­heit

Gerade jungen Menschen würden immer wieder kritische Inhalte angezeigt, was der Algorithmus immer weiter verstärke, kritisiert die EU‑Kommission. Brüssel erhöht den Druck auf TikTok: Die EU-Kommission verlangt Änderungen am Algorithmus der App. Die mentale Gesundheit von Nutzern sei gefährdet, weil auch schädliche Inhalte immer weiter gepusht würden, gerade bei jungen Nutzern. TikTok gefährdet seine Nutzer nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen der EU-Kommission durch die Videoempfehlungen auf seiner Plattform. Dem Unternehmen drohe eine Strafe, weil sein Algorithmus selbst schutzbedürftigen Nutzern einen endlosen Strom aus personalisierten Videos anzeige, der psychische Probleme verstärken könne, teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Kommission wirft TikTok vor, dieses Risiko nicht ausreichend eingedämmt zu haben. Der Algorithmus werte Ansehen und Liken als Interesse und spiele danach mehr ähnliche Inhalte aus, die sich um Traurigkeit, Isolation, Gewicht und Körperbild drehten. Die bisherigen Gegenmaßnahmen seien nicht wirksam. Auch der Button “Nicht interessiert” reiche nicht aus, um den Feed der Nutzer zu ändern. Verloren im Kaninchenbau? Die sogenannte For-You-Page (“Für Dich”-Seite), die besonders schnell Inhalte anzeigen soll, die Nutzer interessieren, steht im Fokus des Verfahrens. Die EU-Kommission verlangt hier Änderungen, da sie sogenannte Rabbit-Hole-Effekte (auf Deutsch: Kaninchenbau) befürchtet. Damit ist gemeint, dass man sich so tief in einem Thema verliert, dass man nicht mehr herausfindet – ähnlich wie sich die Hauptfigur in der Geschichte “Alice im Wunderland” in einem Kaninchenbau verliert.  Algorithmen sind gut darin, bestimmte Verhaltensmuster zu erkennen und auszunutzen, um Nutzer immer mehr Zeit auf einer Plattform verbringen zu lassen. Die EU-Kommission teilte mit, der TikTok-Algorithmus personalisiere auf diese Art und Weise selbst Inhalte, die potenziell belastend sein könnten und gefährde dadurch insbesondere auch Kinder und Jugendliche. Zwar habe TikTok bereits bestimmte Maßnahmen gegen diese Mechanismen ergriffen, diese seien aber nicht wirksam, heißt es in den vorläufigen Ermittlungsergebnissen. Weitere EU-Verfahren gegen TikTok laufen bereits  Die EU-Kommission treibt damit das nächste Verfahren gegen die von der chinesischen Firma Bytedance betriebene App voran. Es ist das dritte Mal, dass Brüssel den Online-Riesen mit Untersuchungsergebnissen konfrontiert und ihm Verstöße gegen das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act (DSA)) vorwirft. Eine Strafe gab es seit der Eröffnung des ersten Verfahrens gegen TikTok im Februar 2024 nicht. Der DSA soll nicht nur süchtig machende oder mental belastende Algorithmen, sondern auch Hate Speech und Desinformation im Internet bekämpfen. Der DSA gilt als scharfes Schwert gegen den Einfluss großer Plattformen. Kritiker halten der EU-Kommission aber immer wieder vor, zu zögerlich zu agieren und die juristischen Instrumente aus dem DSA nicht entschlossen genug zu nutzen. Brüssel verweist darauf, dass Entscheidungen auch vor Gericht standhalten müssten und entsprechend sorgfältig mit Argumenten untermauert werden müssten.

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VG Trier bejaht Widerruf des Flüchtlingsstatus Wer Tik­Toks aus der Heimat postet, braucht keinen Schutz

Eine Somalierin bekam den Flüchtlingsstatus in Deutschland. In ihren TikTok-Videos konnte man aber sehen, dass sie mehrfach in ihre Heimat reiste. Das VG Trier bestätigte nun die zuständige Behörde, die der Frau den Status wieder entzogen hat. Wie viel Angst vor Verfolgung hat jemand, der in seiner Heimat mit Politikern vor der Kamera steht und das Ganze auch noch für mehr als 200.000 TikTok-Follower ins Netz stellt? Das Verwaltungsgericht (VG) Trier sieht darin jedenfalls ein wesentliches Indiz dafür, dass so eine (womöglich zunächst bestehende) Angst inzwischen weggefallen ist. Es hält den Widerruf des Flüchtlingsstatus zulasten einer Somalierin daher für rechtmäßig (Urt. v. 13.10.2026, Az. 1 K 1905/26.TR). Auch der Grund, aus dem sie 2017 den Schutz in Deutschland zugesprochen bekam, besteht nach Ansicht des Gerichts heute nicht mehr: Eine erneute Genitalverstümmelung drohe ihr in ihrem Heimatland nicht mehr.

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Spanish police arrest at least 12 in operation targeting neo-Nazi group

Nucleo Nacional leader, ideologue among those detained, according to reports, as investigation examines violence against students. Spanish police said Friday they had arrested at least 12 members of Nucleo Nacional, a group described by Spanish media as neo-Nazi, in an operation across seven provinces. The National Police said on US social media platform X that the operation covered Madrid, Asturias, Guadalajara, Valladolid, Pontevedra, Burgos and Alicante. Spanish broadcaster Cadena SER later reported that at least 14 people had been detained, including the group’s leader, Ivan Rico, and its ideologue Isabel Peralta. The investigation concerns suspected hate crimes, unlawful association and weapons possession, Spanish daily El Pais reported, citing sources at Asturias’ High Court of Justice. The investigation began after disturbances in February in the northern city of Gijon left several students injured, according to El Pais. Nucleo Nacional combines racist and neo-Nazi ideology and emerged from far-right protests against Spain’s amnesty law outside Socialist Party offices in November 2023, according to El Pais. On its website, Nucleo Nacional calls for protecting “our race and culture” and restricting public healthcare and education to “our people.” It also advocates traditional gender roles and Christian values while denouncing liberalism, Marxism and progressivism as “degenerate” ideologies.

via aa: Spanish police arrest at least 12 in operation targeting neo-Nazi group

siehe auch: Spanish neo-nazi linked to British fascists held in police raids Isabel Peralta, European correspondent of Britain’s fascist magazine Heritage and Destiny, is understood to be among twelve members of Spain’s Núcleo Nacional arrested in a coordinated police operation. Spanish police this morning launched coordinated raids against the Spanish nazi party Núcleo Nacional, arresting twelve of its members and searching several of the group’s offices. Searchlight understands that one of those arrested is Isabel Peralta, the 24-year-old Hitler worshipper who has close ties to British nazis and is European correspondent of the ‘intellectual’ fascist magazine Heritage and Destiny. Incitement Peralta was already appealing a 12-month jail sentence for incitement against Moroccan immigrants during a speech to her previous gang of thugs, Bastión Frontal. Her latest organisation Núcleo Nacional registered as a political party this year but is not contesting the Spanish general election on 29 November; Spain arrests at least 12 in crackdown on neo-Nazi group. Spanish police have arrested at least 12 members of Nucleo Nacional, a group described by local media as neo-Nazi, in an operation spanning seven provinces, authorities said Friday. The National Police said on X that the raids took place in Madrid, Asturias, Guadalajara, Valladolid, Pontevedra, Burgos and Alicante, Anadolu Agency reported. Spanish broadcaster Cadena SER later reported that at least 14 people had been detained, including the group’s leader, Ivan Rico, and its ideologue, Isabel Peralta. The investigation involves suspected hate crimes, unlawful association and illegal weapons possession, Spanish newspaper El Pais reported, citing sources at the High Court of Justice of Asturias. According to the newspaper, the case began after disturbances in February in the northern city of Gijon left several students injured. Nucleo Nacional combines racist and neo-Nazi ideology and emerged from far-right protests against Spain’s amnesty law outside Socialist Party offices in November 2023, El Pais reported. On its website, the group calls for the protection of “our race and culture” and advocates restricting access to public healthcare and education to “our people.” It also promotes traditional gender roles and Christian values while denouncing liberalism, Marxism and progressivism.