Seenotrettung im Mittelmeer – “Es ist keine Option, Menschen ertrinken zu lassen” – #SpendeMenschlichkeit

Bjarne Mädel unterstützt mit anderen Prominenten eine Kampagne zur Seenotrettung von Flüchtlingen. Im Gespräch erzählt er, warum er die Flüchtlingsdebatte oft als zynisch empfindet. Die “Aquarius” hatte Hunderte Flüchtlinge an Bord, trotzdem verweigerte Italien dem Rettungsschiff vor zwei Monaten das Anlegen an seiner Küste. Seit wenigen Tagen ist das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen wieder auf dem Mittelmeer in Richtung libysche Küste unterwegs. In Deutschland wird seine Mission auch von Prominenten unterstützt. Für die Kampagne #SpendeMenschlichkeit lassen sich Künstler wie Herbert Grönemeyer, Max Herre, Heike Makatsch oder Jan Delay in Rettungswesten fotografieren, um auf die Situation von Bootsflüchtlingen aufmerksam zu machen. Auch Schauspieler Bjarne Mädel ist bei der Aktion dabei, nachdem er von seinem Freund und Kollegen Olli Dittrich davon erfuhr. Schon länger unterstützt der Schauspieler die Hilfsorganisation “Sea-Watch”. Im Interview erzählt Mädel, warum er von seinen Mitbürgern mehr Engagement fordert und wie es sich anfühlt, einen Menschen aus dem Wasser zu ziehen. SPIEGEL ONLINE: Warum liegt Ihnen das Thema Seenotrettung am Herzen? Bjarne Mädel: Ich finde es wahnsinnig zynisch, wenn über Zahlen von Ertrunkenen gesprochen wird, statt die Schicksale dahinter zu sehen. Es ist keine Option, Menschen ertrinken zu lassen. Ich finde es schlimm, dass private Organisationen wie die “Aquarius” vor der libyschen Küste patrouillieren müssen, obwohl die Staaten das Problem lösen sollten.

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«Kann Ihnen im Moment keine Antwort geben» – AfD-Chef Gauland ist im ZDF überfordert

Der AfD-Parteivorsitzende Alexander Gauland war beim ZDF zum Interview eingeladen. Viel ist dabei aber nicht herausgekommen. Vielen Fragen weicht Gauland aus oder antwortet mit: «Da kann ich Ihnen im Moment keine Antwort darauf geben.» Ich habe die sehr deutlichen Worte von Alexander #Gauland im #Sommerinterview in einem kurzen Video zusammengefasst. Endlich ein Politiker, der Klartext spricht! pic.twitter.com/WLPPPp7D3v
— Shahak Shapira (@ShahakShapira) 12. August 2018 Die Reaktionen auf den schwachen Auftritt liessen daher auch nicht lange auf sich warten. Auf Twitter machen sich viele User über Gaulands Planlosigkeit lustig. Schönes #Sommerinterview mit #Gauland. Klimawandel? Kann man eh nix gegen machen. Rente? Da müssten wir Sie vertrösten. Digitaler Wandel? Ja, gut, das ist jetzt nicht so mein Thema. Druck auf den Wohnungsmarkt? Fällt mir nix zu ein. @ZDF — Stefan Niggemeier (@niggi) 12. August 2018 Zu #Gauland im #zdf kann man ja nun nichts twittern. Er wusste schließlich zu keinem einzigen aktuellen Thema etwas Konkretes zu sagen. — Marco Buschmann (@MarcoBuschmann) 12. August 2018

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Neonazikonzert bei der Germania Ried: Mitglied des RFJ Ried hat dazu geladen

Dass Burschenschaften ein Hort von Gedankengut und Ritualen aus längst vergangenen Zeiten sind, wissen wir inzwischen. Dass es in der FPÖ dennoch sehr nützlich ist, ihnen anzugehören, weil sie als Kaderschmiede für Posten mit höheren Weihen dienen, ist ebenfalls bekannt. Alleine in diesem Jahr gab’s bereits vier Fälle, die an die Öffentlichkeit kamen und die belegen, dass Versatzstücke aus dem Nationalsozialismus bei Burschenschaften keinesfalls der Vergangenheit angehören. Zuletzt hat Thomas Rammerstorfer einen sehr braungetönten Besuch aus Deutschland bei der Germania Ried aufgedeckt. Nun wissen wir auch, wer die Einladung für das geheime Neonazi-Konzert gezeichnet hat. Und – Überraschung! – die FPÖ ist einmal mehr nicht weit entfernt. Es braucht schon ein gewisses Fachwissen, um Sebastian Döhring alias Fylgien zu kennen. Das haben manche wie Thomas Rammerstorfer, die sich mit der rechtsextremen und neonazistischen Musikszene kritisch beschäftigen. Oder man interessiert sich für diese Musik aus Gründen einer ideologischen Nähe. Derjenige, der aus der Germania Ried auf die Idee gekommen ist, Döhring in die Bude nach Ried einzuladen, ist zweifellos der zweiteren Sorte zuzurechnen – Irrtümer ausgeschlossen, denn Döhrings Vita ist so einschlägig braun gepflastert, dass allfällige andere Zuordnungen als „normaler“ Musiker nicht möglich sind – siehe Anhang. Und just diesen Neonazi lädt nun die Germania Ried zu einem Konzert ein. Auf dem Einladungsschreiben wird der nicht namentliche genannte Döhring so beworben: „Es singt der wohl bekannteste Balladensänger Deutschlands.“ (…) B. ist nicht nur Mitglied der Rieder Germanen, deren Insignien er mit Kapperl und Band hin und wieder öffentlich via Facebook vorführt oder beim Gang zum rechtsextremen Kongress der Europaverteidiger 2016 in Linz trägt, sondern ebenfalls des Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) Ried. Und auch da ist B. schon einmal aufgefallen, nämlich bei einer Schießübung, die er zusammen mit sieben anderen aus seiner Ortsgruppe 2016 durchführte und bei der B. das „silberne Schießleistungsabzeichen“ erreichte, wie der RFJ Ried stolz samt Foto der erfolgreichen Recken auf Facebook vermeldete.

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„Barista, Barista Antifascista“ – Rechter Shitstorm gegen linkes T-Shirt ist dem WDR nicht Latte

Der WDR hat aus seiner Morgenplaudershow „live nach neun“ gestern den Auftritt eines Gastes nachträglich herausgeschnitten, weil einigen Leuten sein T-Shirt nicht gefiel. Der Barista Carlo Graf Bülow war in die Sendung eingeladen worden, um zu zeigen, wie gut er Bilder in Kaffeeschaum malen kann. Er hat Anfang des Jahres die deutschen Kaffeemeisterschaften in der Disziplin „Latte Art“ gewonnen, demnächst fliegt er zu den Weltmeisterschaften nach Brasilien. Unter einem rotkarierten Hemd trug er ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Barista, Barista! Antifascista!“ Das Emblem in der Mitte ist eine Verballhornung des bekannten Antifa-Logos mit zwei Espressokännchen anstelle der Flaggen. Der Anblick triggerte einen „live nach neun“-Zuschauer aus dem Kreis der rechtsradikalen Kampagnen-Organisation „Ein Prozent für unser Land“. Noch während der Sendung rief sie auf ihrer Facebook zu Protesten gegen die ARD-Sendung auf (…) Carlo Graf Bülow sagt gegenüber Übermedien, eine Redakteurin sei kurz nach der Sendung relativ aufgeregt zu ihm gekommen und habe ihn auf sein Shirt angesprochen: „Es sei zwar nicht mein Fehler, sondern der des WDR, dass das nicht vor der Sendung bemerkt worden sei, aber jetzt sei das Kind ja schon in den Brunnen gefallen und ein Shitstorm im Gange. Vermutlich könne man den Beitrag deshalb nicht in die Mediathek stellen.“ Eine nähere Erklärung habe er nicht bekommen. Dass er den Hintergrund des Shirts erläuterte, habe nichts geändert: „Da war das Herausschneiden scheinbar schon beschlossen.“ Der Spruch „Barista, Barista! Antifascista!“ stammt aus einem Gerichtsverfahren gegen Jan „Monchi“ Gorkow, den Sänger der Band Feine Sahne Fischfilet. Er war wegen Landfriedensbruch angeklagt, weil er bei Angriffen auf eine Flüchtlings-Kundgebung einen Stuhl auf eine Gruppe Neonazis geworfen haben soll. Er wurde freigesprochen. Im Prozess hatte ein Polizist ausgesagt, die Linken hätten „ihren Schlachtruf“ skandiert: „Ich kann kein Spanisch, ‚Barista, Barista antifascista‘ oder so.“ (Der Schlachtruf lautet eigentlich „Alerta, alerta, antifascista“ und geht auf den Kampf italienischer Antifaschisten gegen den Dikator Mussolini in den 1920er Jahren zurück.) (…) Auf Anfrage von Übermedien, was die Gründe für die Entfernung des Auftritts waren, bittet der WDR erst um etwas Zeit. Nach fast 24 Stunden schließlich teilt er mit, dass die Reaktion auf den Shitstorm falsch gewesen sei und rückgängig gemacht werde: Wir haben voreilig eine Passage aus der gestrigen Sendung gelöscht, weil der Gast ein T-Shirt mit einem Spruch getragen hat, der in den sozialen Medien kritisiert wurde. Die Löschung war ein Fehler, den wir bedauern. Wir haben daher die Passage wieder hereingenommen, so dass die Sendung jetzt so zu sehen ist, wie sie gestern ausgestrahlt wurde.

via ubermedien: „Barista, Barista Antifascista“ – Rechter Shitstorm gegen linkes T-Shirt ist dem WDR nicht Latte

Stellungnahme:Liebe ARD-/ WDR-Redaktion,ich war heute, am 13. August bei Ihnen in der Sendung „Live nach Neun“ zu…

Posted by Carlo Graf Bülow on Monday, August 13, 2018

“Bikers for Trump” – den US-Patrioten sind T-Shirts ‘made in USA’ zu teuer

Die “Bikers for Trump” feiern sich, den Präsidenten und die USA. US-Firmen, die nicht in den USA produzieren, kriegen ihr Fett weg, nur bei sich selbst sind sie nicht so streng: Ihre T-Shirts etwa lassen sie im Billig-Ausland nähen. Die USA sind mitunter ein teures Pflaster, vor allem wenn es um die Produktion von Kleidung geht. Ein T-Shirt “Made in USA” kostet zum Beispiel acht Dollar mehr, als ein T-Shirt “Made in Haiti”. Mehrkosten, die der Chef der “Bikers for Trump” nicht willens ist, zu zahlen. “Ich habe mich weit und breit nach Hemden ‘made in America’ umgeschaut, aber es ist der reinste Nepp”, sagte Bikers-for-Trump-Gründer Chris Cox der “New York Times”. Er selbst verkauft T-Shirts mit Trump-freundlichen Motiven, die er aus eben jenen Kostenmotiven in dem Karibikstaat Haiti produzieren lässt. Bikers kritisieren Harley-Davidson Die Aussage wirft ein interessantes Licht auf den äußerst patriotischen Motorradclub. Offenkundig ist dem Chef das eigene Portemonnaie noch näher als heimische Arbeitsplätze. Gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump, der die Biker vor wenigen Tagen im Weißen Haus empfangen hatte, kritisierte Cox die Ankündigung von Harley-Davidson, einige Motorräder künftig im Ausland produzieren zu wollen als “unpatriotisch”.  (…) Viele Trump-Fanartikel werden nicht in den USA hergestellt. Trumps Wahlkampfteam beharrt darauf, dass das offizielle Merchandising “proudly made in USA” ist. Dennoch gibt es daneben viele Anbieter, die “Make America great again”-Kappen oder Trump-Fahnen in China herstellen lassen. Zuletzt waren Fotos aus einer chinesischen Fabrik aufgetaucht, die offenbar Flaggen für den Präsidentschaftswahlkampf 2020 herstellt.

via stern: “Bikers for Trump” – den US-Patrioten sind T-Shirts ‘made in USA’ zu teuer

Der Neonazi-Überfall auf Connewitz: Beginn eines Justizmarathons

Neben Fällen von Steuerhinterziehung, Diebstahl oder Verkehrsordnungswidrigkeiten wird am Amtsgericht Leipzig am kommenden Donnerstag auch ein besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs verhandelt. Den zwei Angeklagten wird vorgeworfen, an dem Überfall von über 200 Neonazis und rechten Hooligans auf den Leipziger Stadtteil Connewitz im Januar 2016 beteiligt gewesen zu sein. Es handelt sich um den Auftakt zu einem Justizmarathon – die Staatsanwaltschaft Leipzig hat in dieser Sache gegen insgesamt 202 Personen Anklage erhoben, die sich in 103 Prozessen verantworten müssen. Der Überfall am 11. Januar 2016 war der größte Neonazi-Angriff in Leipzig seit den 1990er Jahren. Zum Zeitpunkt des Angriffs protestierten in der Leipziger Innenstadt auch viele Menschen aus dem als alternativ geltenden Connewitz gegen den einjährigen Geburtstag des Pegida-Ablegers Legida, bei dem auch die rechte Hooligan-Kapelle Kategorie C auftrat. Die unter anderem aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern und Berlin stammenden Angreifer hinterlassen in der Wolfgang-Heinze-Straße eine Spur der Verwüstung und richteten an Geschäften und Wohnhäusern Sachschäden in sechsstelliger Höhe an. In einen geöffneten Imbiss wird eine Kugelbombe geworfen. Betreiber und Kunden gelingt es, in die Hinterräume zu fliehen. Die Neonazis sind während des Angriffs vermummt und bewaffnet. Mit Äxten, Steinen und Böllern schlagen sie auf die Scheiben der Geschäfte ein. Nach einem kurzen Gewaltausbruch ziehen sie sich zurück und biegen in eine Seitenstraße ein, die zu einem Polizeiposten führt. Als die Polizei eintrifft, werden über 200 Personen eingekesselt. Laut Anwohnern konnten 60-80 Personen über Hinterhöfe und Seitenstraße entkommen. Es werden schließlich 215 Neonazis von der Polizei in Gewahrsam genommen und in eine Gefangenensammelstelle transportiert. Langfristig organisierte Aktion, ahnungslose Behörden Die Mobilisierung für den Überfall ging weit über Leipzig und auch über Sachsen hinaus. Die festgesetzten Angreifer stammen nach Angaben des Innenministeriums neben Leipzig (68) u.a. aus dem Landkreis Nordsachsen (29), dem Landkreis Leipzig (29), der Stadt Dresden (15), dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (15), aus Berlin (9), Erfurt (7) und Gera (6). Die Tatverdächtigen gehören einschlägig bekannten Neonazi-Strukturen und deren Umfeld an. Darunter sind Mitglieder der kriminellen Vereinigung „Freien Kameradschaft Dresden“, extrem rechte Hooligans aus dem Umfeld von Vereinen wie dem 1. FC Lokomotive Leipzig und der SG Dynamo Dresden, aber auch NPD- und JN-Mitglieder.

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Anklage wegen unerlaubtem Waffenhandel

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat den mutmaßlichen Betreiber des Waffenversandhandels „Migrantenschreck“ angeklagt. Um sich seiner Verfolgung zu entziehen, war er zwischenzeitlich in Ungarn abgetaucht. Rund vier Monate nach seiner Verhaftung in Ungarn hat die Staatsanwaltschaft Berlin gegen den 34-jährigen Rechtsextremisten Mario R. aus Erfurt Anklage erhoben. Die Strafverfolgungsbehörde wirft dem mutmaßlichen Betreiber des illegalen Online-Waffenversandhandels „Migrantenschreck“ www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/migrantenschreck-waffen-f-r-besorg… unerlaubten Waffenhandel vor. Ihm wird zur Last gelegt, zwischen Mai und November 2016 von Ungarn aus in fast 200 Fällen erlaubnispflichtige Waffen zum Preis von 250 bis 750 Euro überwiegend an Kunden in Deutschland geliefert zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht dabei von einem Verkaufserlös in Höhe von über 100.000 Euro aus, der im Rahmen des Strafverfahrens eingezogen werden soll.  Das Bundeskriminalamt war seit April 2016 über den Aufenthaltsort von Mario R. in Ungarn informiert, das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) erlangte laut Bundesregierung „erstmalig im Rahmen der Presseberichterstattung zur Festnahme am 28. März 2018 Kenntnis über den Aufenthalt des Mario R. in Ungarn“. Seitdem saß R. in Untersuchungshaft in Ungarn und wurde drei Monate später nach Deutschland überstellt.

via bnr: Anklage wegen unerlaubtem Waffenhandel

Mutmaßlich rechtsextreme Musik auf Campingplatz in Mirow. “SS”-Runen auf T-Shirt in Wolgast – #schauhin #braunland

Am vergangenen Samstag hat ein Hinweisgeber die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg über eine Gruppe von etwa 20 Personen auf einem Campingplatz nahe Mirow informiert, die mutmaßlich rechtsextreme Musik lautstark hörten. Beim Eintreffen der Beamten hatte die Gruppe nach Zeugenaussagen den Platz mit ihren Kanus wieder verlassen. Die Verdächtigen konnten durch Polizeikräfte auf dem Wasser gestellt werden. Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen wurde eine Musikbox zur weiteren Beweissicherung sichergestellt. Am Samstagmittag (11.08.2018) haben Polizeibeamte nach einem Zeugenhinweis eine männliche Person in einem Restaurant in Wolgast angetroffen, die ein T-Shirt mit “SS”-Runen-Aufdruck trug. Die Beamten forderten den 40-jährigen Mann auf, das Oberteil auf links zu drehen, damit der Schriftzug nicht mehr zu sehen ist.

via svz: Mutmaßlich rechtsextreme Musik auf Campingplatz in Mirow. “SS”-Runen auf T-Shirt in Wolgast

Private „Viking-Party“ am Wochenende

Am kommenden Samstag soll es im „Großraum Oberfranken/Südthüringen“ ein Konzert mit „Nordwind“ und einer weiteren Band geben. Treffpunkt ist vorab im thüringischen Sonneberg. Für den 18. August bewirbt die aus dem Großraum Nürnberg kommende Rechtsrock-Band „Nordwind“ um Ronald H. einen eigenen Unplugged-Auftritt in Südthüringen, wofür in Sonneberg ein Vorab-Treffpunkt bekannt gemacht wird. Neben dem Quartett „Nordwind“ soll noch ein weiterer nicht benannter Act aufspielen. Das Ganze wird als private „Viking-Party“ deklariert, für die ein kleiner Spendenbeitrag zu entrichten ist. Die Auftritts-Location wird offenbar nicht zum ersten Mal bemüht. Bereits für den 26. Mai war für Sonneberg mit identischem Treffpunkt eine „Soli-Veranstaltung für Kameraden aus der Ostmark“ vorgesehen, die aber kurzfristig durch die Behörden verboten wurde. Dadurch fiel das Gastspiel des rechten Liedermachers „Oiram“ aus Sachsen, bürgerlich Mario Albrecht, sowie von der Band „Napola“ aus.

via bnr: Private „Viking-Party“ am Wochenende

#Strafbefehl gegen rheinland-pfälzische #AfD -Abgeordnete? – #betrug

Die Staatsanwaltschaft Koblenz will nach Informationen dieser Zeitung gegen die AfD-Landtagsabgeordnete Gabriele Bublies-Leifert Strafbefehl in Zusammenhang mit Steuerhinterziehung erlassen. Am Donnerstag will sich der Rechtsausschuss des Landtags mit der entsprechenden Immunitätsangelegenheit befassen. Bublies-Leifert sagte auf Anfrage dieser Zeitung am Montag, sie wisse nichts von einem Strafbefehl. Die Staatsanwaltschaft hatte seit 2016 gegen die Abgeordnete, die aus dem Kreis Birkenfeld kommt, in Zusammenhang mit ihrer Hundezucht ermittelt. Abgeordnete hatte AfD-Chef mit Strafanzeige gedroht Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Koblenz sagte am Montag, das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen.

via az mainz: Strafbefehl gegen rheinland-pfälzische AfD-Abgeordnete?

siehe dazu auch: Steueraffäre: Afd-Abgeordnete zeigt sich völlig ahnungslos (2016). Noch immer überrascht, aber nicht sonderlich beunruhigt wirkt Gabriele Bublies-Leifert, Abgeordnete der AfD im rheinland-pfälzischen Landtag, angesichts des Wirbels um ihre Person. Laut Medienberichten, die unserer Zeitung bestätigt wurden, hat der Rechtsausschuss des Landtags ihre Immunität aufgehoben, um Ermittlungen in einer Steuerangelegenheit zu ermöglichen (…) Sie habe ihre Hundezucht selbstverständlich ordnungsgemäß als Gewerbe angemeldet, erklärt sie auf Nachfrage. Was allerdings stutzig macht: Domaininhaberin der Internetseite www.lerchenmuehle.de sind weder Bublies-Leifert noch ihr Noch-Ehemann, sondern eine gewisse Swantje Simon, nach NZ-Recherchen die Inhaberin einer Tierheilpraxis in Wadern. Das sei eine langjährige Freundin, die bereits vor mehr als 15 Jahren für sie die Internetseite registriert habe, erklärt Bublies-Leifert und wundert sich. (…) In einem Prozess gegen einen früheren Kunden, der sie im Frühjahr im Streit um die Rücknahme eines Hundes niedergeschlagen haben soll – das Verfahren wurde jedoch wegen Geringfügigkeit eingestellt – war ihr vorgeworfen worden, sie habe Impfpässe für die Tiere gefälscht. (…) In einem Internetforum, in dem sich Halter und Interessierte über Australian-Shepherd-Hunde austauschen, war Gabriele Bublies-Leifert unterdessen schon im vergangenen Jahr zum Ziel von Vorwürfen geworden. Ein Nutzer verbreitete dort die Warnung einer Deckrüdenbesitzerin, der zufolge die Züchterin ihr die Decktaxe nicht bezahlen habe wollen, demzufolge keine Deckscheine erhalten habe, aber trotzdem Welpen aus dem fraglichen Wurf zum Kauf anbiete.

screenshot FB-Seite Gabriele Bublies-Leifert – ob sie einen Waffenschein hat?

„Ich wollte Herrn #Gauland mal nach etwas anderem befragen“ – #afd

Der Journalist Thomas Walde empfing zum ZDF-Sommerinterview Alexander Gauland und befragte ihn zum politischen Programm der AfD. Das bevorzugte Thema der Alternative für Deutschland blieb dabei außen vor. Kontroverse um das „Sommerinterview“ des ZDF mit AfD-Parteichef Alexander Gauland. „Unverhältnismäßig einseitig“ sei befragt worden, mäkelt der Politiker. Nun erklärt Moderator Thomas Walde, was ihn antrieb. Seit 30 Jahren lädt das ZDF zu seinem „Sommerinterview“. An diesem Sonntag war Alexander Gauland, der Partei- und Fraktionsvorsitzende der AfD, zu Gast, und auf einmal ist Zündstoff in der sonst eher betulichen Fragerunde. Denn Interviewer Thomas Walde befragte Gauland zu vielen Problemkomplexen – aber ausdrücklich nicht zum Kernthema der Partei, der Migrationspolitik der Bundesregierung. „Mit den Themen Klima, Rente, Digitalisierung – und ohne Flüchtlinge“, schrieb die zuständige Redaktion in einem Tweet zur Sendung. Thomas Walde, der stellvertretende Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin, äußerte sich nun in einem Interview mit dem Mediendienst DWDL.de zu seiner Strategie. „Ich wollte Herrn Gauland mal nach etwas anderem befragen, weil die AfD ja sehr oft über das Flüchtlingsthema spricht. Mein Ziel war es, über Themen zu sprechen, die für die Menschen im Land eine hohe Bedeutung haben“, so Walde. Umfragen zufolge seien das etwa die Themen Renten und Klimawandel. Zu Ersterem hatte Gauland eingeräumt, dass seine Partei noch kein Rentenkonzept vorweisen könne, aber daran arbeite. Auf Twitter und in anderen sozialen Medien hagelte es daraufhin Spott für den AfD-Politiker. Einhellige Meinung der AfD-Kritiker: Der Parteivorsitzende habe nur zu deutlich gezeigt, dass die AfD keine Antworten auf drängende Fragen habe. Gauland selbst kritisierte am Montagabend das ZDF-„Sommerinterview“ scharf. „Es ist unverhältnismäßig einseitig, dass Walde offensichtlich die Mission hatte, die AfD von vorne herein als konzeptlos darzustellen“, teilte Gauland, 77, mit. „Das ist, gelinde gesagt, absolut unjournalistisch.“  Thomas Walde weist dies zurück und erläutert dazu seine Vorbereitung: „Ich habe mich daher in das AfD-Programm eingelesen und gezielt nach Themen geschaut, die gewissermaßen fragwürdig sind“, sagt der 55-Jährige dem Mediendienst. Und: „Ich habe ihm Fragen gestellt, er hat in Ruhe antworten können. Und er hätte das Thema Flüchtlinge bei der einen oder anderen Frage ja ansprechen können, wenn er es gewollt hätte. Die Zuschauer können sich jetzt eine Meinung bilden. So soll es sein.“ Eine Meinung haben sich in der Tat viele Zuschauer gebildet. Walde selbst sprach von überaus positiven Rückmeldungen auf das Gespräch: „Die Meinungen, die ich bei Twitter dazu lese, sind zu etwa vier Fünfteln positiv und zu einem Fünftel kritisch. Bei den positiven heißt es sehr häufig, endlich habe mal jemand die AfD nach Inhalten befragt – und zwar nach anderen Inhalten als nach Flüchtlingen. Das hat eine Reihe von Leuten offensichtlich vermisst. Dass AfD-Sympathisanten das anders sehen, ist okay“, so der Journalist.

via wwelt: „Ich wollte Herrn Gauland mal nach etwas anderem befragen“