Mann beleidigt drei Mädchen rassistisch in Bremer Straßenbahn

In Bremen hat ein 41 Jahre alter Mann am Samstagabend drei Mädchen in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt. Ein 25-Jähriger ging dazwischen und wurde verletzt. Nun sucht die Polizei nach den Betroffenen. Der Polizei zufolge soll der 41-Jährige gegen 18.50 Uhr in der Straßenbahnlinie 10 in Fahrtrichtung Gröpelingen die drei Kinder rassistisch und homophob beleidigt haben. Ein 25-Jähriger sei auf die Situation aufmerksam geworden und habe sich zwischen die Kinder und den Mann gestellt. Daraufhin habe der 41-Jährige angefangen, auch ihn zu beleidigen. Als die Kinder die Straßenbahn in Gröpelingen verließen und in einen Bus stiegen, sei der 41-Jährige ihnen gefolgt. Der Zeuge habe den Mann daraufhin aus dem Bus gezogen. Der 41-Jährige schlug ihm in der Folge mit einer Glasflasche auf den Kopf und verletzte ihn. Ermittlung wegen Volksverhetzung Der 25-Jährige habe den älteren Mann jedoch überwältigen und auf dem Boden festhalten können, bis die Einsatzkräfte eintrafen. Ein Atemalkoholtest ergab 1,6 Promille, wie eine Polizeisprecherin dem NDR Niedersachsen sagte. Nach polizeilichen Maßnahmen – wie der Feststellung der Personalien – wurde der 41-Jährige wieder entlassen. Gegen ihn werde nun wegen Volksverhetzung, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt, sagte die Sprecherin.

via ndr: Mann beleidigt drei Mädchen rassistisch in Bremer Straßenbahn

siehe auch: 41-Jähriger beleidigt Kinder in Bremen rassistisch und verfolgt sie. Die drei Mädchen sollen in der Straßenbahn Richtung Gröpelingen unterwegs gewesen sein, als der Mann begann, sie zu beleidigen. Ein 25-Jähriger ging dazwischen. Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend gegen 19 Uhr. Laut Polizei waren die drei Mädchen etwa zwischen 8 und 13 Jahren alt und in der Straßenbahn der Linie 10 Richtung Gröpelingen unterwegs. Plötzlich soll ein 41-Jähriger auf sie zugegangen sein und angefangen haben, sie rassistisch zu beleidigen. Außerdem soll er sich homophob geäußert haben. Ein 25-Jähriger stellte sich dazwischen. Daraufhin wurde auch er beleidigt. An der Endhaltestelle stiegen die Mädchen dann in einen Bus um. Als der Zeuge sah, dass der Angreifer ihnen folgte, ging er wieder dazwischen

Massive Beschädigung auf Sportplätzen in Hoya: Hakenkreuze und AfD-Parolen, sogar Torpfosten durchtrennt

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag die Sportanlage der SG Hoya massiv verwüstet. Sie durchtrennten Torpfosten und Tornetze und schmierten Hakenkreuze sowie AfD-Parolen auf die Plätze. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen. Ein Bild des Schreckens bot sich den Verantwortlichen der SG Hoya am Sonntagmorgen: Unbekannte Täter haben den A- und den B-Platz der Sportanlage an der Rudolf-Harbig-Straße massiv verwüstet. Neben durchtrennten Torpfosten und Tornetzen entdeckten die Vorsitzenden Michael Tandecki und Sebastian Steinbach sowie Geschäftsführer Florian Steinbach auch zahlreiche Hakenkreuze und AfD-Schmierereien. Der Schaden dürfte mehrere Tausend Euro betragen.

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Großdeutsche Fantasie auf Karte – AfD-Jugendvorstand Strauf tritt nach Elsass-Eklat zurück

Ein Vorstandsmitglied der AfD-Jugendorganisation “Generation Deutschland” postet zum Tag der Deutschen Einheit eine fragwürdige Karte in sozialen Medien. Damit entfacht er Wut in Frankreich und wenig Freude bei Parteigenossen. Nun gibt er seinen Posten auf. Bundesvorstands-Mitglied Luca Maurice Strauf hat sein Amt bei der AfD-Jugendorganisation “Generation Deutschland” niedergelegt. Das teilte die Organisation auf X mit. Der Schritt geschehe aus “persönlichen Gründen”, heißt es. Damit zieht er offenbar Konsequenzen aus einem Social-Media-Posting zum Tag der Deutschen Einheit. Aber, was war da passiert? Strauf hatte anlässlich des 3. Oktobers auf X geschrieben: “Deutsche Einheit bedeutet ein Deutschland, das das gesamte deutsche Volk in einem Staat vereint. Heute gedenken wir einem Etappen-Sieg auf dem Weg dahin.” Dazu postete er eine Karte, die Deutschland blau eingefärbt zeigt. Zudem sind Österreich, Teile der Schweiz und Italiens, Luxemburg sowie zahlreiche Städte und Gebiete unter anderem in Polen, Tschechien oder der Slowakei ebenfalls mit unterschiedlichen Blautönen unterlegt. In einem hellen Blau sind zudem Teile des französischen Elsass und Lothringens eingefärbt. Kurz nach der Veröffentlichung löschte Strauf den Post wieder. (…) Es soll nicht die erste Entgleisung Straufs gewesen sein, der mittlerweile in Bayern lebt, aber eigentlich aus dem Saarland stammt. Und sich selbst “Helmut” nennt, obwohl er so nicht heißt. Laut “taz” soll er am 5. August auf die Frage einer Journalistin, was für ihn denn Heimat ist, geantwortet haben: “Von der Maas bis an die Memel; von der Etsch bis an den Belt.” Damit rezitiert er einen Teil der ersten Strophe des Deutschlandliedes, die aufgrund ihrer Vereinnahmung unter anderem in der NS-Diktatur, heute nicht mehr gesungen wird

via ntv: Großdeutsche Fantasie auf Karte AfD-Jugendvorstand Strauf tritt nach Elsass-Eklat zurück

Comedian: Unbekannte singen rechtsextreme Lieder auf Friedhof

Mehrere Personen sollen nachts auf einem Friedhof in Stuttgart rechtsextreme Lieder gesungen haben. Das sagt ein Comedian auf Instagram. Die Polizei bestätigt einen Einsatz. Comedien İlkan Ateş hat am Freitagabend ein Video veröffentlicht, in dem er von “Neonazis” auf dem Stuttgarter Hoppenlauf-Friedhof berichtet. Ateş läuft über den Friedhof und erzählt, im Hintergrund werde eine Party gefeiert. Im Hintergrund hört man mehrere Menschen grölen. Nach eigenen Angaben hat Ateş die Polizei kontaktiert. Auf SWR-Nachfrage bestätigt die Polizei einen Einsatz. Comedian İlkan Ateş: “Neonazis” feiern nachts Party auf Friedhof “Hört ihr das?”, fragt İlkan Ateş in die Kamera. Aufgenommen kurz vor 21 Uhr, erzählt Ateş, er sei auf dem Weg in den Comedy Club. “Da sind einfach im Wald 40 bis 50 Neonazis und singen: ‘Mein Opa war Sturmführer bei der SS'”, sagt Ateş in die Kamera. Dann schweigt er kurz, sodass man das Gesungene hören kann. (…) Bei dem mutmaßlich gesungenen Text handelt es sich um ein Lied der Band “Landser”. Diese gilt als eine der wichtigsten Musikgruppen der rechtsextremen Szene. 2003 wurden die Bandmitglieder wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu Geld- und Haftstrafen verurteilt. Die Lieder der Band gelten bis heute als Kult unter Rechtsextremen und Neonazis.

via swr. Comedian: Unbekannte singen rechtsextreme Lieder auf Friedhof

https://www.instagram.com/ilkkimil/reel/DeSH1dVsY5d

Indian man jailed 20 years in France for leading sadistic Nazi cult that tortured girls

A Paris court yesterday jailed a young Indian man to 20 years jail for leading a masculinist group that forced young girls, many of them minors, to perform sexual acts and in some cases tortured them. Prosecutors had sought a 30-year jail term for Rohan Rane, a 29-year-old who they described as a Nazi lover of sadism and macabre ultra-violence. Most of the dozens of victims of the group led by Rane were American girls, the court was told. Many were aged under 15. Other young male members of the masculinist group were from the United States, India, Germany and New Zealand. Six of the girls, now aged between 18 and 21, made official complaints. About 20 victims were identified but others could not be contacted, prosecutors said. After five days of hearings, mainly behind closed doors, the court found Rane guilty of offences, notably extortion committed as part of an organised gang, with the aggravating circumstances of acts of torture and barbarity perpetrated on the victims. Prosecutors said all of the girls were lured by the “CVLT” group that was driven by nihilism, racism, antisemitism, Nazi aesthetics and values, and the hatred of feminists and the LGBTQ+ community. The group became active ahead of the Covid-19 pandemic on the Discord platform with Rane as its leader. The Indian went to France to study at a commercial school in the southern town of Antibes before becoming a sports coach. Vulnerable victims were picked out in online forums and persuaded to send nude images. The men threatened to tell their families and school friends if they did not give in to their demands. According to investigators, many of the girls were black or Jewish and they were forced to engage in sexual acts or to self-harm with knives, including scoring the names of their tormentors or a Nazi swastika into their skin. The scenes were accompanied by insults and jeers from the men, who called themselves “war lords”. One 26-year-old American group member has been jailed in the United States for the 2021 rape of a 12-year-old. Rane was first arrested in 2021 in France. US authorities passed on information about his leadership in the “CVLT” group and how he had vaunted his desire to fulfil his “sadism”

via malaymail: Indian man jailed 20 years in France for leading sadistic Nazi cult that tortured girls

siehe auch: Neo-nazi cult ‘forced girls to perform barbaric sex acts’ An alleged neo-nazi accused of leading an international online network that sexually exploited and tortured young girls has gone on trial in Paris, facing a possible life sentence. An alleged neo-nazi accused of running a vile exploitation ring in which young girls were coerced into performing “barbaric” sexual acts and self-harm online has gone on trial in Paris. Investigators identified Rohan Rane, a 29-year-old Indian national who came to France to study at a business school in the southeastern city of Antibes before becoming a fitness coach, as the group’s leader. Despite his heritage, Rane was a self-declared fascist, reported French media. He is being tried on charges including torture or acts of barbarity against minors, organised extortion and dissemination of child sexual abuse material. If convicted, he faces up to life in prison. Other accused in the case, according to reports, include three US citizens. They were part of a neo-nazi ring, named CVLT (pronounced “cult”), that espoused racist and antisemitic views and expressed hostility toward feminists and the LGBTQ community. It promoted “neo-nazism, nihilism, and paedophilia as its core principles”, according to a US Department of Justice statement. Investigators say CVLT members described themselves as “warlords” and referred to their victims as “slaves” or “housewives”. The group is accused of abusing young girls, most of them minors, from the US, the UK, the Netherlands and Estonia, a French court heard. (…) Some of the sex ring’s alleged victims were selected because they were Jewish, Muslim, Mexican or black, according to the French investigation. Victims, often under the age of 15, were filmed to create videos of scenes of torture and humiliation, it is alleged. They also incited their victims to commit suicide by drinking bleach or by strangling themselves with a belt or leash, it is alleged

Polizei bestätigt: Tatverdächtiger von Berngau war früher Polizist in Ausbildung

Der Mann, der zwei Behördenmitarbeiter in der Oberpfalz bei einer Waffenkontrolle getötet haben soll, hat in den 80er-Jahren eine Polizeiausbildung begonnen. – Foto: Daniel Löb/dpa Der Mann, der mutmaßlich zwei Behördenmitarbeiter in Berngau in der Oberpfalz bei einer Waffenkontrolle getötet haben soll, hat in den 80er-Jahren eine Polizeiausbildung begonnen. Er sei von 1988 an in Bayern Polizeibeamter in Ausbildung gewesen, heißt es von der Polizei. Er sei dann aber vor Ausbildungsende entlassen worden. Zu den Gründen wurde nichts bekannt. Zuvor hatte die „Bild“ über die Polizeivergangenheit des 60-Jährigen berichtet. Der Mann soll am Donnerstag in Berngau im Landkreis Neumarkt einen 45 Jahre alten Mitarbeiter des Landratsamtes und dessen 54 Jahre alte Kollegin erschossen haben, als diese den Jäger und Sportschützen für eine Waffenkontrolle aufsuchten. Er wurde festgenommen, nachdem er sich stundenlang in einem Haus in Berngau verschanzt hatte. Nach Polizeiangaben rief er selbst bei der Einsatzzentrale an und gab zu, geschossen zu haben. Zudem habe er gesagt, er sei in seiner Wohnung, im Besitz von Schusswaffen und werde nicht widerstandslos aufgeben.

via mittelbayerische: Polizei bestätigt: Tatverdächtiger von Berngau war früher Polizist in Ausbildung

siehe auch: Schüsse in Berngau: Verdächtiger einst Polizist in Ausbildung Nach den tödlichen Schüssen in Berngau auf zwei Beschäftigte des Landratsamts von Neumarkt hat die Behörde Kondolenzbücher ausgelegt. Inzwischen wurden auch weitere Details zum mutmaßlichen Schützen bekannt – er war früher Polizist in Ausbildung. Im Landratsamt von Neumarkt in der Oberpfalz gab es für Trauernde am Samstag die Möglichkeit zur Anteilnahme: Im Foyer wurden Kondolenzbücher ausgelegt, jeweils eines für die beiden Todesopfer. Mit persönlichen Worten drückten Kolleginnen und Kollegen der Getöteten darin ihre Trauer aus über den Tod der 54-jährigen Mitarbeiterin und des 45-jährigen Mitarbeiters bei einer routinemäßigen Kontrolle eines Waffenbesitzers am Donnerstag in Berngau. (…) Über den mutmaßlichen Schützen wurden unterdessen weitere Details bekannt – er hat in den 80er-Jahren eine Polizeiausbildung begonnen. Er sei von 1988 an in Bayern Polizeibeamter in Ausbildung gewesen, heißt es von der Polizei. Er sei dann aber vor Ausbildungsende entlassen worden. Zu den Gründen wurde nichts bekannt. Der Mann soll am Donnerstag in Berngau im Landkreis Neumarkt einen 45 Jahre alten Mitarbeiter des Landratsamtes und dessen 54 Jahre alte Kollegin erschossen haben, als diese den Jäger und Sportschützen für eine Waffenkontrolle aufsuchten. Er wurde festgenommen, nachdem er sich stundenlang in einem Haus in Berngau verschanzt hatte. Nach Polizeiangaben rief er selbst bei der Einsatzzentrale an und gab zu, geschossen zu haben. Zudem habe er gesagt, er sei in seiner Wohnung, im Besitz von Schusswaffen und werde nicht widerstandslos aufgeben.

Neue Details in der „#Pedo-Hunter“-Causa: 150 Personen als Beschuldigte geführt – #terror

Die Staatsanwaltschaft Graz leitet die Ermittlungen gegen die „Pedo-Hunter“. Die meisten Beschuldigten müssen sich vor Gericht noch verantworten. In den frühen Morgenstunden an einem Märztag 2025 stürmen 400 Polizei- und Spezialkräfte Häuser und Wohnungen an 26 Wohnadressen in Österreich und der Slowakei. Bei der Razzia werden Waffen und unzählige NS-Devotionalien gefunden. 20 Personen werden festgenommen, 13 von ihnen kommen in Untersuchungshaft. Die meisten sind junge Männer zwischen 14 und 26 Jahren. Gegen sie wird wegen Körperverletzung, schwerer Körperverletzung, Raub, schwerem Raub und versuchtem Mord ermittelt – alles im Zusammenhang mit einer kriminellen Vereinigung. Damals taucht in Österreich erstmals der Begriff der sogenannten „Pedo-Hunter“ auf, zu Deutsch „Pädophilenjäger“. Sie sind Kriminelle, die Homosexualität mit Pädophilie gleichsetzen und vorwiegend schwule Männer überfallen. Dabei locken sie ihre Opfer mit falschen Dating-Profilen an abgelegene Orte, um sie brutal zu verprügeln. Während einer der Täter am vereinbarten Treffpunkt wartet, lauern die anderen im Gebüsch und stürzen sich überraschend auf die Männer. In Salzburg wurde ein Mann hinterrücks brutal niedergeschlagen. Ihm wurde Pfefferspray ins Gesicht gesprüht, danach soll einer der Täter mit einem Baseballschläger auf ihn eingeschlagen haben, während ein anderer mit schweren Stiefeln gegen seinen Kopf getreten haben soll. Im Mai 2026 fielen am Landesgericht Salzburg die ersten Urteile im Zusammenhang mit der „Pedo-Hunter“-Szene. Vier der fünf Angeklagten wurden wegen ihrer Beteiligung an brutalen Übergriffen auf zwei Männer im Oktober 2024 in der Pinzgauer Gemeinde Lend unter anderem wegen versuchten Mordes – nicht rechtskräftig – verurteilt. Die Gruppe hatte ihre Opfer über ein Fake-Profil zu Treffen gelockt und anschließend maskiert mit Sturmhauben auf sie eingeprügelt. Einer der Männer erlitt Rippenbrüche, Verletzungen im Gesicht und eine Gehirnblutung. Der Hauptangeklagte wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt, eine Frau und ein weiterer Mann zu je neuneinhalb Jahren. Der fünfte Angeklagte erhielt 18 Monate bedingte Haft.

via profil: Neue Details in der „Pedo-Hunter“-Causa: 150 Personen als Beschuldigte geführt

sieeh auch: Ex-„Pedo-Hunter“ gab sich als Aussteiger, hat er alle getäuscht? Jonas G. H., ein mutmaßlicher Drahtzieher der kriminellen „Pedo-Hunter“, beteuert, aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen zu sein. Doch an seiner Geschichte bestehen Zweifel. profil hat ihn getroffen. (…) Jonas G. H. ist ein anderer geworden. Doch Details lassen seine Vergangenheit durchscheinen, wie die schwarze Lonsdale-Sweatjacke, die er an diesem Tag halb geöffnet trägt. Rechtsextreme Skinheads haben die britische Boxsportmarke in den 1990er-Jahren für sich entdeckt. Der dicke Schriftzug auf der Brust ließ sich mit dem Reißverschluss so teilen, dass „NSDA“ zu lesen war. Nur das „P“ fehlte. Genau so wie an diesem Septembertag bei Jonas G. H. „Ich will mit dem Ganzen nichts mehr zu tun haben“, sagt er gleich zu Beginn des Gesprächs und bestellt ein zuckerfreies Cola Zero. Eineinhalb Jahre nach seiner Verhaftung versichert H., er sei ein neuer Mensch geworden. Mit einem neuen Aussehen, einer neuen Frisur und einer neuen Lebensphilosophie, bei der man sich fragt: Kann das überhaupt stimmen? Als Anfang August ein 29-jähriger homosexueller Mann in einem Einfamilienhaus im niederösterreichischen Langenzersdorf von einem 18-Jährigen brutal getötet wird, ist wieder die Rede von den „Pedo-Huntern“. Die Tat in Langenzersdorf markiert einen vorläufigen Tiefpunkt einer Entwicklung, die österreichische Ermittler und Rechtsextremismusexperten seit Jahren beschäftigt. Die selbst ernannten „Pedo-Hunter“, auf Deutsch „Pädophilenjäger“, sind Kriminelle, die Homosexualität mit Pädophilie gleichsetzen und schwule Männer über falsche Dating-Profile an abgelegene Orte locken, um sie dort zu verprügeln. Einer der Ersten, die in Österreich als „Pedo-Hunter“ auftreten, ist Jonas G. H. Im Sommer 2024 erstellt er den Telegram-Kanal „Pedohunters Austria“. Hooligans und Neonazis aus ganz Österreich verbreiten dort ihren Hass auf Homosexuelle und filmen Übergriffe. Vor laufender Kamera schlagen sie ihre Opfer brutal zusammen, rasieren deren Haare ab und zwingen sie zu einem „Geständnis“. Die Polizei spricht von einer „hinterhältigen Form der Selbstjustiz“. Im März 2025 kommt es zu einer Razzia. 400 Polizei- und Spezialkräfte führen 26 Hausdurchsuchungen in sieben Bundesländern durch. 20 Personen werden festgenommen. Einer davon ist Jonas G. H. Er kommt für drei Monate in Untersuchungshaft und wird als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Graz geführt. Mittlerweile wird gegen 150 Personen wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Ein Gerichtsverfahren steht noch aus. In Salzburg gab es bereits erste Urteile gegen vier „Pedo-Hunter“, die besonders brutal vorgegangen waren. Sie wurden wegen versuchten Mordes zu Haftstrafen zwischen neuneinhalb und zwölf Jahren – nicht rechtskräftig – verurteilt.