Ermittlungen gegen rechtsextreme „Berserker Lahn-Dill“ eingestellt

Das Verfahren gegen fünf Beschuldigte der „Berserker Lahn-Dill“ ist zu den Akten gelegt worden. Die Beweise reichen nicht für eine Anklage. Die seit mehr als einem Jahr laufenden Ermittlungen gegen die rechtsextreme Hooligan-Gruppierung „Berserker Lahn-Dill“ sind eingestellt worden. Wie Nadja Niesen, die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, der Frankfurter Rundschau auf Anfrage sagte, sei das Verfahren gegen insgesamt fünf Beschuldigte bereits Ende Februar zu den Akten gelegt worden. Es habe sich kein hinreichender Tatverdacht für die Bildung einer kriminellen Vereinigung ergeben, sagte Niesen. Man habe bei den Beschuldigten zwar uniformartige Kleidung und NS-Devotionalien gefunden, „aber keine Hinweise darauf, dass die sich zusammengeschlossen haben, um Straftaten zu begehen“. Ende Januar 2018 hatten bewaffnete Spezialeinheiten der hessischen Polizei am frühen Morgen zeitgleich vier Wohnungen in der Umgebung von Dillenburg im Lahn-Dill-Kreis untersucht. Dabei hatten sie unter anderem Laptops und diverse Speichermedien, Luft- und Schreckschusswaffen, Butterfly-Messer, Drogen und Neonazi-Propaganda sichergestellt. „Berserker Lahn-Dill“ Ableger der „Berserker Pforzheim“ Ermittelt wurde gegen letztlich fünf Beschuldigte, die damals zwischen 27 und 40 Jahren alt waren und in Dillenburg, Eschenburg, Braunfels, Aßlar und Dietzhölztal wohnten. Sie sollen zum inneren Kreis der „Berserker Lahn-Dill“ gehören, die seit dem Frühjahr 2017 in einheitlichen schwarzen Pullovern auf Neonazi-Demonstrationen in Mittelhessen aufgefallen waren. Bei der Gruppe handelte es sich offenbar um einen Ableger der rechtsextremen Hooligans „Berserker Pforzheim“ aus Baden-Württemberg. Die Ermittler hatten nach der Razzia mitgeteilt, die Gruppe sei streng hierarchisch organisiert, verfüge über Kontakte in die bundesweite Neonazi-Szene und habe bis zu 100 Anhänger. Ermittelt wurde wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie auf Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz. Wie Nadja Niesen, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, der FR sagte, würden die Ermittlungen wegen Waffen- und Drogendelikten gegen einzelne Beschuldigte weitergeführt, sie seien allerdings an lokale Staatsanwaltschaften abgegeben worden. „Berserker“ existieren offiziell nicht mehr Bereits kurz nach den Durchsuchungen hatte der mutmaßlich führende Kopf der „Berserker“, ein Neonazi aus Dillenburg, über Facebook die Auflösung seiner Truppe bekanntgegeben. Seitdem existieren die „Berserker“ offiziell nicht mehr, ihre Mitglieder dürften aber weiterhin in der rechten Szene aktiv sein. Der mutmaßliche Anführer trat zuletzt Ende vergangenen Jahres als Mitorganisator eines Rechtsrock-Konzerts in Erscheinung, das zunächst im mittelhessischen Leun stattfinden sollte, dann aber ins rheinland-pfälzische Wahlrod verlegt wurde.

via fr: Ermittlungen gegen rechtsextreme „Berserker Lahn-Dill“ eingestellt

Fremdenfeindlicher Übergriff in Wieslocher Eiscafé: Anklage gegen sechs Männer erhoben

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat Anklage gegen sechs Männer im Alter zwischen 24 und 36 Jahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in Tateinheit mit Volksverhetzung zum Amtsgericht Wiesloch (Schöffengericht) erhoben. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Den Angeschuldigten wird zur Last gelegt, im September 2018 in der Wieslocher Innenstadt fremdenfeindliche Parolen skandiert und Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet zu haben. Bei dem Angriff auf türkisch- und portugiesischstämmige Gäste sollen der Hitler-Gruß gezeigt und “Heil Hitler” gerufen worden sein. Anschließend sollen die Angeschuldigten die Gäste mit dem Mobiliar angegriffen und verletzt haben. Unter den sechs Männern aus dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Kreis Karlsruhe, die im Rahmen eines Junggesellenabschieds unterwegs waren, war auch ein Tarifangestellter der Polizei. Drei der Männer werden laut Polizei der rechten Szene zugerechnet.

via morgenweb: Fremdenfeindlicher Übergriff in Wieslocher Eiscafé: Anklage gegen sechs Männer erhoben

Verurteilter Rechtsextremist war Mitglied von obskurem Orden

Im Prozess um eine zerstückelte Leiche in Katlenburg-Lindau sind am Dienstag weitere Einzelheiten über den obskuren „Orden“ bekannt geworden, dem der Angeklagte und andere Bewohner des Mehrfamilienhauses angehört hatten. Im Prozess um eine zerstückelte Leiche in Katlenburg-Lindau sind am Dienstag weitere Einzelheiten über den obskuren „Orden“ bekannt geworden, dem der Angeklagte und andere Bewohner des Mehrfamilienhauses angehört hatten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem aus Landsberg stammenden 28-Jährigen vor, Anfang Dezember 2017 an seinem damaligen Wohnort in südniedersächsischen Lindau einen 37-jährigen Wohnungsnachbarn aus Mordlust getötet zu haben. Das Haus, in dem die Tat stattfand, soll mehreren Zeugen zufolge damals dem Anführer jenes Ordens gehört haben. Von diesem fühlten sich offenbar nicht nur Menschen mit einem Hang zu Esoterik, Okkultismus und Verschwörungstheorien angezogen: Einer der Hausbewohner, der ebenfalls dem Orden angehörte, war ein bekennender Anhänger des Nationalsozialismus. Im April 2017 hatte ein Sondereinsatzkommando der Polizei (SEK) den Rechtsextremisten in dem Haus in Katlenburg-Lindau festgenommen. Die Staatsschutzkammer des Landgerichts Braunschweig verurteilte den aktuell 23 Jahre alten Angeklagten im Dezember 2017 wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit.
Der Angeklagte hatte einen mit ihm befreundeten Islamisten dabei gefilmt, als dieser in einem Park in Northeim einen selbstgebauten Sprengsatz testete. Der Vorsitzende Richter verwies darauf, dass ursprünglich beide Angeklagte die Vorliebe für den Rechtsextremismus geeint habe.

via göttingeer tageblatt: Verurteilter Rechtsextremist war Mitglied von obskurem Orden

Angreifer boxt schwangerer Frau wegen Kopftuch in den Bauch – #schauhin #kaltland

Der unbekannte Mann beleidigte die beiden Frauen, die mit ihren Kindern unterwegs waren. Einer 41-Jährigen boxte er in den Bauch. Ein Unbekannter hat in Berlin eine schwangere Frau mit Kopftuch geschlagen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, soll der Mann zwei kopftuchtragende Frauen mit ihren Kindern im S-Bahnhof Neukölln beleidigt haben. Es sei am Montagabend zu einem Streit gekommen, weil der Unbekannte seinen Hund zu nahe an der kleinen Gruppe vorbeigeführt haben soll. Der Hundebesitzer soll dann der 41-jährigen Schwangeren mit der Faust in den Bauch geboxt haben. Ihre 47 Jahre alte Begleiterin konnte laut Polizei Schlägen ausweichen. Der Angreifer flüchtete. Die Schwangere musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden

via morgenpost: Angreifer boxt schwangerer Frau wegen Kopftuch in den Bauch

Stellungnahme der Schulleitung der Ida Ehre Schule zu den Pressemitteilungen der vergangenen Tage

In den vergangenen Tagen Stellungnahme der Schulleitung der Ida Ehre Schule zu den Pressemitteilungen der vergangenen Tage In den vergangenen Tagen wurden auf Basis einer Schriftlichen Kleinen Anfrage (SKA) der Fraktion der hamburgischen AFD mit dem Betreff „Verfassungsfeindliche linksextremistische Aktivitäten an der Ida Ehre Schule unter Duldung des Lehrerkollegiums und der Schulleitung“1in der Presse diverse Spekulationen vorgenommen, bei denen teilweise die Sichtweise der AFD übernommen worden ist. Die Schulleitung hat sich weder von Seiten der Presse noch von der Politik dazu hinreißen lassen, „ausdem Bauch heraus“ eine Beurteilung der Situation abzugeben. Wir sind an einer faktenbasierten, unaufgeregten Stellungnahme zu dem vorliegenden Thema interessiert und hätten uns dies auch von dritter Seite gewünscht, anstatt sich in Spekulationen zu ergehen. (…) Die in der SKA monierte Aufklebersammlung auf einer Pinnwand entstand im Rahmen einer Projektvorhabens des Oberstufenprofils „Sich Einmischen – Kunst als kulturelle Kompetenz“. Die Klasse hat gemeinsam beschlossen, eine Fläche im Klassenraum für Schülerinnen-Interessen einzurichten. Die Klassenlehrkraft hat darauf bestanden, dass ausschließlich die Korkwand dazu genutzt werden darf. Voraussetzung war, dass niemand gegen einen Aushang von Aufklebern, Bildern oder Texten war. Sexistische oder anderswertige diffamierende Bilder oder Texte waren untersagt. Kontroverse Texte oder Bilder, oder auch politische Statements, die nicht Teil einer inhaltlichen Auseinandersetzung werden sollten, sollten auf Wunsch – auch einzelner Schülerinnen – abgehängt werden. (…) Aus Sicht der Schulleitung ist der Lehrkraft nichts vorzuwerfen. Rückblickend hätte man bei den Aushängen den pädagogisch-didaktischen Kontext transparent machen müssen, damit auch „klassenfremde“ Personen den Zusammenhang hätten erkennen können.Die Schulleitung weist darauf hin, dass ein Klassenraum kein öffentlicher Raum ist, sondern hier im Rahmen von didaktisch-pädagogischen Ansätzen Bildung betrieben wird. Sie stellt fest, dass die Veröffentlichung von Aufnahmen aus geschützten Räumen, insbesondere unter Ignorierung des Datenschutzes durch Nennung von Klasse/Raumnummer hoch problematisch ist. (…) Die Ida Ehre Schule ist stolz auf ihre Schülerinnen, die sich politisch äußern, betätigen und positionieren. Nicht ohne Grund haben unsere Schülerinnen mehrfach den Bertini-Preis gewonnen, einen der renommiertesten Preise, der junge Menschen mit Zivilcourage auszeichnet. (…) Die Ida Ehre Schule versteht sich als Schule ohne Diskriminierung, dies schließt für uns auch explizit Meinungspluralität mit ein, genauso wie wir uns als strikt antifaschistische Schule verstehen. Diesen Grundkonsens teilen Schulleitung, Lehrerschaft, Schülerschaft und Elternschaft. Wir verwahren uns in aller Schärfe dagegen, dass im aktuellen Diskurs eine Verschiebung in die Richtung stattfindet, dass Antifaschismus an Schulen nicht gewünscht sei oder der freiheitlichen, demokratischen Grundordnung widerspreche

via idaehreschule: Stellungnahme der Schulleitung der Ida Ehre Schule zu den Pressemitteilungen der vergangenen Tage

siehe auch: Ida Ehre Schule wehrt sich gegen Vorwürfe. Nach dem Wirbel um linksextreme Aufkleber und Slogans wehrt sich die Ida Ehre Schule jetzt öffentlich gegen Vorwürfe der AfD. In einer Stellungnahme, die NDR 90,3 vorliegt, nimmt die Schulleitung Lehrkräfte und Schüler in Schutz. Die Ida Ehre Schule verstehe sich als antifaschistische Schule, stellt die Leitung der Stadtteilschule aus dem Hamburger Stadtteil Hoheluft klar. Und sie kritisiert den öffentlichen Umgang mit den AfD-Vorwürfen. Die Partei hatte behauptet, über ihr umstrittenes Internetportal “Neutrale Schulen Hamburg” auf verfassungsfeindliche Aktivitäten gestoßen zu sein. Die Ida Ehre Schule beklagt dagegen, Schüler seien kriminalisiert und Lehrkräfte als naiv oder linksextrem bezeichnet worden. Man sei darüber entsetzt, dass die Sichtweise der AfD von Teilen der Öffentlichkeit übernommen worden sei, ohne der Schule Zeit für eine “faktenbasierte Antwort” zu lassen; AfD-Petze wird zum Bumerang – Schüler solidarisieren sich mit Ida-Ehre-Schule. Die Schüler des Gymnasium Allee machen klar: Antifaschismus wird auch hier großgeschrieben. Das nennt man wohl ein klassisches Eigentor. Die AfD hatte einen vermeintlichen Erfolg mit ihrem Petz-Portal erzielt und von Antifa-Stickern in der Ida-Ehre-Schule (Hoheluft-Ost) erfahren. Über die zugehörige Kleine Schriftliche Anfrage der Partei berichteten die Medien. Jetzt der Bumerang: Schüler des Gymnasium Allee (Altona) solidarisieren sich mit der Ida-Ehre-Schule. Und deren Schulleitung stellt klar: die Sticker waren ganz normaler Teil des Politik-Unterrichts. „Wir, die Schülerinnen des Gymnasium Alllee, solidarisieren uns mit den von der AfD diffamierten Schülerinnen und Lehrer*innen der Ida-Ehre-Schule“, heißt es im Statement der Altonaer Schüler. Dazu gibt es ein Foto, das eine offenbar recht große Zahl von Schülern zeigt. In der Hand Antifa-Sticker, die ja der Stein des Anstoßes waren, im Vordergrund ein großes Banner mit der Aufschrift „Antifa Area überall“. Sich gegen Rassismus und soziale Missstände auszusprechen sei eben kein Linksextremismus, sondern selbstverständlich, heißt es in dem Statement weiter.

Der „Satansmörder“ aus den Neunzigern – Linke verprügeln bekannten Berliner Neonazi auf Metal-Konzert – #AntifaIstHandarbeit

Angriffe mit Knüppeln, Fäusten und Pfefferspray. Der mehrfach vorbestrafte Berliner Neonazi und Mörder Hendrik Möbus (43) und seine Begleiter sind während eines Konzerts in Dänemark attackiert und verletzt worden. Das berichtet das Webmagazin „devilution.dk“. Mehr als 20 Vermummte sollen den überraschten Berliner während eines Metal-Festivals in Kopenhagen mindestens zweimal angegriffen haben. (…) Am Wochenende fand im Kopenhagener Konzerthaus „Mayhem“ das unpolitische „Vort Fatum Festival“ statt. Laut „devilution.dk“ befand sich Hendrik Möbus am Sonnabend als Gast mit seiner Freundin und Bekannten im Publikum und wurde plötzlich von zwei bis vier Personen aus der Antifa-Szene attackiert. Möbus soll daraufhin versucht haben, auf der Bühne das Mikrofon an sich zu ziehen. Die Angreifer flüchteten unterdessen aus dem Saal. Wenig später sollen bis zu 20 Vermummte erneut mit Waffen in das Konzerthaus und auf ihn zugestürmt sein. „Ich bekam Pfefferspray aus kurzer Distanz ins Gesicht“, schrieb Möbus am Sonntag in einem Online-Forum. Polizei und Rettungsdienst seien vor Ort gewesen und die Lage habe sich beruhigt. Der Veranstalter des Festivals entschuldigte sich auf Facebook für die Vorfälle: „Die Tatsache, dass es einer Person mit einer derartigen gewalttätigen Geschichte möglich war, ein Ticket zu reservieren, war ein großer Fehler.“ Und weiter: „In der Zukunft werden weder er noch Leute wie er Zutritt ins Mayhem erhalten.“

via bz berlin: Der „Satansmörder“ aus den Neunzigern Linke verprügeln bekannten Berliner Neonazi auf Metal-Konzert

NRW-Behörden rüsten sich für rechtsextreme Kampfsportszene

In Dortmund finden NRW-weit die meisten rechtsextremen Demonstrationen statt. Jetzt droht dem Ruhrgebiet auch noch eine rechtsextreme Kampfsportveranstaltung. Der berüchtigte „Kampf der Nibelungen“ will am Samstag offenbar im Ruhrgebiet ein Seminar abhalten. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft. Die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen sind alarmiert wegen einer geplanten Kampfsportveranstaltung von Rechtsextremisten am Samstag (23. März) im Ruhrgebiet. Das hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) auf parlamentarische Anfrage der Grünen erklärt. Es gehe um ein „Seminar“, das vom in der Szene bekannten „Kampf der Nibelungen“ durchgeführt werden soll. Dieses werde konspirativ vorbereitet, um sich vor möglichen Verboten oder Auflagen zu schützen. „Der Landesregierung liegen derzeit noch keine Erkenntnisse über den konkreten Veranstaltungsort und über die konkrete Teilnehmerzahl vor“, räumte Reul ein. Im Netz wird lediglich ein „Selbstverteidigungsseminar“ im Raum Ruhrgebiet beworben, bei dem Grundlagen in Selbstverteidigung, Straßenkampf und Kickboxen vermittelt werden sollen.
Grünen-Innenexpertin Verena Schäffer sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung: „Die ohnehin schon gewaltbereite Szene ist in den vergangenen Jahren offenbar dazu übergangen, die eigene Gewalt zu professionalisieren“, sagte sie unserer Redaktion. Rechtsextremisten aus Russland als Helfer Hinter der Organisation „Kampf der Nibelungen“ vermuten die Sicherheitsbehörden unter anderem einen Dortmunder Rechtsextremisten, der auch eine Führungsrolle in der Partei „Die Rechte“ innehat. Bei den Kampfsportveranstaltungen, die schon mehrfach in Deutschland stattfanden, nahmen zuletzt Rechtsextremisten aus Deutschland und dem benachbarten Ausland als Besucher oder Kämpfer teil. Die europaweit aktive Organisation „White Rex“ aus Russland soll maßgeblich dazu beitragen, die rechtsextremistische Kampfsportszene in Deutschland zu professionalisieren. Kampfsport werde als Mittel gesehen, „demokratiefeindliche Bestrebungen zu stärken“, berichtet Innenminister Reul.

via der westen: NRW-Behörden rüsten sich für rechtsextreme Kampfsportszene

Prozess – Hilfe für Rechtsradikale

Ein Polizist aus Hessen ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte Dienstgeheimnisse an eine Bekannte verraten. Nun droht ihm ein Disziplinarverfahren. Ein 46 Jahre alter Polizist ist wegen Verrats interner Dienstgeheimnisse an eine offenkundig rechtsradikale Bekannte zu einer Geldstrafe von 6750 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht im südhessischen Dieburg befand den geständigen Beamten für schuldig, der Mitangeklagten Martina H. auf deren Drängen hin Anfang 2016 zweimal Informationen aus dem Polizeidatennetz weitergegeben zu haben. In einem Fall handelte es sich um Erkenntnisse über den Lebensgefährten der Frau, Carsten M., einem als gewalttätig geltenden Rechtsradikalen, der unlängst in Halle wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden war. Martina H. hatte wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe bekommen. Die beiden sollen der Neonazi-Kameradschaft “Aryans” angehören, gegen die die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Gegen das Urteil von Halle haben beide Revision eingelegt.
Der Geheimnisverrat des Polizisten war bei den Ermittlungen in Halle entdeckt worden, durch Chat-Protokolle auf dem Handy von Martina H., die 2007 für einige Monate die Freundin des damals in Dieburg tätigen Polizisten war. Die beiden blieben sich über Jahre hinweg freundschaftlich verbunden. Publik wurde der Verdacht gegen den Beamten aber erst Anfang 2019, als Berichte über rechte Netzwerke in der Polizei in Frankfurt und Mittelhessen die Sicherheitsbehörden in dem Bundesland in Misskredit brachten. Polizei und Staatsanwaltschaft fanden allerdings keine Hinweise darauf, dass sich der inzwischen in Niedersachsen tätige Polizist in der rechten Szene bewegt oder radikales Gedankengut verbreitet. Der sichtlich angegriffene Mann bestritt in der Verhandlung, Neonazi-Sympathien zu hegen. Vom rechtsextremen Engagement der Bekannten Martina H. will er bis zum Beginn der Ermittlungen wegen seines Geheimnisverrats nichts gewusst habe

via sz: Prozess – Hilfe für Rechtsradikale

#LKA ermittelt wegen #Waffenhandel – #Razzia in Neubeuern – Beamte finden landesweit mehrere #Schusswaffen – #schauhin

Seit den frühen Morgenstunden läuft in Neubeuern ein Polizeieinsatz. Hintergrund sind südbayernweite Durchsuchungen des LKA wegen des Verdachts auf Waffenhandel. Update, 13.15 Uhr: Pressemeldung des Bayerischen Landeskriminalamtes Wie bereits am 20. November. 2018 berichtet, kam es im Landkreis Miesbach am 19. November. 2018 zur Festnahme eines 70-Jährigen und eines 78-Jährigen, die im Verdacht stehen, sich eine vollautomatische Maschinenpistole in Tirol beschafft und diese in Deutschland weiterverkauft haben sollen. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen des Sachgebietes Waffenhandel im Bayerischen Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft München I ergaben sich Verdachtsmomente gegen mehrere Personen, die in den letzten Jahren in engen Kontakt mit dem 78-Jährigen standen. Aufgrund der erlangten Erkenntnisse wurden durch die Staatsanwaltschaft München I für mehr als 20 Objekte im südbayerischen Raum Durchsuchungsbeschlüsse beantragt und vom AG München erlassen. Diese mehr als 20 Objekte in München und den Landkreisen Bad- Tölz/Wolfratshausen, Rosenheim, Miesbach und Erding wurden am 20. März in den Morgenstunden von zwei Staatsanwälten und mehr als 200 Polizei- und Kriminalbeamten durchsucht. Dabei fanden die Ermittler mehrere halbautomatische Waffen, Munition im vierstelligen Bereich, mehrere verbotene Gegenstände, Handfeuerwaffen im zweistelligen Bereich und diverse Langwaffen. Zehn Männer im Alter bis zu 94 Jahren wurden als Beschuldigte vernommen und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I und des Bayerischen Landeskriminalamtes werden fortgesetzt.

via rosenheim 24: LKA ermittelt wegen Waffenhandel – Razzia in Neubeuern – Beamte finden landesweit mehrere Schusswaffen

#Azov, #Ukraine’s Most Prominent Ultranationalist Group, Sets Its Sights On U.S., Europe – #neonazi #mma

Robert Rundo, the muscly leader of a California-based white-supremacist group that refers to itself as the “premier MMA (mixed martial arts) club of the Alt-Right,” unleashed a barrage of punches against his opponent. But Rundo, a 28-year-old Huntington Beach resident who would be charged and arrested in October over a series of violent attacks in his hometown, Berkeley, and San Bernardino in 2017, wasn’t fighting on American streets.
It was April 27 and Rundo, whose Rise Above Movement (RAM) has been described by ProPublica as “explicitly violent,” was swinging gloved fists at a Ukrainian contender in the caged ring of a fight club associated with the far-right ultranationalist Azov group in Kyiv. A video of Rundo’s fight, which was streamed live on Facebook (below), shows that the American lost the bout. But for Rundo, who thanked his hosts with a shout of “Slava Ukrayini!” (Glory to Ukraine), it was a victory of another sort: RAM’s outreach tour, which included stops in Italy and Germany to celebrate Adolf Hitler’s birthday and spread its alt-right agenda, brought the two radical groups closer together. (…) It was Azov’s Semenyaka who hosted Rundo along with fellow Americans Michael Miselis and Benjamin Daley, RAM members who participated in last year’s “Unite The Right” rally in Charlottesville, Virginia, that was the backdrop for the death of 32-year-old counterprotester Heather Heyer.
This month, in Kyiv, she hosted and translated for American Greg Johnson, a white nationalist who edits the website Counter-Currents, which the Southern Poverty Law Center describes as “an epicenter of ‘academic’ white nationalism.” Over the past year, she’s made several outreach trips to Western Europe to meet with far-right groups and spread Azov’s ultranationalist message. And when she’s not doing it herself, Semenyaka said, that task is sometimes given to Denis Nikitin, a prominent Russian soccer hooligan and MMA fighter who founded the white nationalist clothing label White Rex and has a garnered a large following across Europe and the United States. In November 2017, the two traveled together to Warsaw and participated in the Europe Of The Future 2 conference organized by Polish white supremacist group and “ally” Szturmowcy (Stormtroopers), where they were meant to speak alongside American Richard Spencer, Semenyaka said. But Polish authorities barred Spencer from entering the country and he was unable to attend. Often in Kyiv when he’s not traveling through Europe or visiting family in Germany, Nikitin operates as a sort of unofficial Azov ambassador-at-large and organizes MMA bouts at the Reconquista Club, the ultranationalist haunt where Rundo fought. A combination restaurant, sports center, and fight club, Semenyaka said Rundo and Nikitin met there and “exchanged ideas.”

via rfle: Azov, Ukraine’s Most Prominent Ultranationalist Group, Sets Its Sights On U.S., Europe