Benefizkonzert nach CSD-Anschlag – Baran Kok, Ikkimel und Grönemeyer twerken für Solidarität

Nach dem Angriff auf den CSD wird die Berliner Columbiahalle zum Ort queerer Wut auf Rechtsextreme, LGBTQIA*-Feindlichkeit und Friedrich Merz. (…) 16 Künst­le­r*in­nen treten an diesem von Baran Kok organisierten Abend als Reaktion auf den islamistischen Anschlag beim diesjährigen Berliner CSD auf. Musikalisch findet sich an dem Abend von OG Lus Frankfurter Assi-Rap, Mariybus Technorap-Stil bis zu Indie-Pop von Blond und Grönemeyers Balladen alles. Kurz nach Öffnen 90 Minuten vor dem Konzert ist die Eventhalle fast vollständig gefüllt. Mädchengruppen neben Müttern mit ihren Söhnen und schwarz gekleideten Antifas. Progressive Prideflaggen werden gehisst, selbstgebastelte Schilder rausgeholt, „Papa Herbie und Mama ikki machen die Fresse auf für queere Rechte“ steht auf einem. Als Dragqueen Barbie Breakout das Konzert eröffnet, jubelt die Menge. Der Raum wird sehr schnell still, als Barbie Breakout anfängt, über den Anschlag vom 25. Juli zu sprechen, bei welchem 31 Menschen verletzt wurden und eine 65-jährige Frau starb. „Ich bin scheiße wütend“, ruft die Dragqueen, „wütend auf die Regierung die unsere Gelder kürzt, Draglesungen verbietet und uns nicht respektiert“. Wut auf die Regierung und explizit auf Merz Als die ersten Acts zu spielen anfangen, ist das Publikum wieder da. Zu Ceren gehen die Hände hoch, zu OG Lu rappt der Saal den Text mit. Alle Künst­le­rin­nen spielen zwei Songs, zwischendurch halten die Schwulenberatung Berlin und CSD-Organisatorinnen aus dem ländlichen ostdeutschen Raum Reden. An sie gehen auch die Spenden, die durch die Konzerttickets gesammelt wurden.  Sprüht die Straßen voll und besetzt Parteizentralen! Gloria Viagra Je länger der Abend wird, desto mehr „Alerta“- und „Merz leck Eier“-Sprechchöre ertönen aus dem Publikum. Soho Bani und Baran Kok ändern extra ihre Songtexte, um dem Kanzler einen mitzugeben. Auch Gloria Viagra, die zweite Drag an diesem Abend, ruft „Januar, Februar, Arschloch, April“ in die Menge. Viagra ist wütend und fordert eine radikalere queere Szene: „Sprüht die Straßen voll und besetzt Parteizentralen!“ (…) Die Columbiahalle erlebt ihren bis dahin lautesten Moment an diesem Abend, als der 70-jährige Herbert Grönemeyer die Bühne betritt. Seine Rede gegen Queerfeindlichkeit bejubelt das Publikum so sehr, dass die Hälfte der Worte untergeht. Anschließend liefert Grönemeyer dann ab, er singt, tanzt und twerkt, was das Zeug hält. Die Einzigen, die an diesem Abend mehr twerken als Herbert Grönemeyer, sind Ikkimel und Baran Kok. Der Saal schreit zu Moshpits den Text von „Keta und Krawall“ auswendig mit.

via taz: Benefizkonzert nach CSD-Anschlag Baran Kok, Ikkimel und Grönemeyer twerken für Solidarität

siehe auch: „Berlin lässt sich das nicht gefallen“: So war das CSD-Benefizkonzert mit Baran Kok, Grönemeyer, Ikkimel und Co. Dreieinhalb Wochen nach dem Anschlag auf den Berliner CSD kam die queere Community zum Benefizkonzert „Fresse auf für queere Freiheit“ in der Columbiahalle zusammen. Die Message des Abends: Wir lassen uns nicht spalten (…) Vor Badmómzjay standen bereits Mariybu, Keshia und Domiziana auf der Bühne, nachdem die Dragqueen Barbie Breakout das Publikum begrüßt hat. 16 Künstler:innen wechseln sich an diesem Abend ab. Darunter sind einige Newcomer, aber auch echte Berliner Hip-Hop-Legenden wie Juju, die nach Badmómzjay als Nächste die Bühne betritt. Auch sie richtet klare Worte an das Publikum: „Egal, ob man queer ist oder nicht: Berlin hält zusammen. Wir lassen uns nichts gefallen.“

Gerangel mit Polizisten Weitere Haftstrafe für Ex-Soldaten Franco A.

Der wegen Terrorplanung verurteilte Franco A. muss länger im Gefängnis bleiben. Wegen gewaltsamen Widerstands gegen Polizisten verurteilte ihn das Landgericht Darmstadt zu weiteren sechs Monaten Haft. Im Juli 2022 wurde Franco A. wegen der Planung einer Terrortat zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Wenige Monate zuvor war er am Offenbacher S-Bahnhof Ledermuseum mit Polizeibeamten aneinandergeraten. Dafür hat ihn das Landgericht Darmstadt am Mittwoch zu weiteren sechs Monaten Haft verurteilt. “Das war nicht nur passiver Widerstand, das war Widerstand durch Gewalt”, sagte die Richterin in der Urteilsbegründung. Das Gericht folgte damit der Einschätzung der Staatsanwaltschaft. Demnach wollte der 37-Jährige der Polizeikontrolle im Februar 2022 zunächst entfliehen. Anschließend sei es zu einem Gerangel gekommen. Polizeibeamte hatten während des Prozesses als Zeugen ausgesagt, dass sich der ehemalige Bundeswehroffizier ruckartig bewegt, die Arme gestreckt, sich gewunden, losgerissen und zwei Fluchtversuche unternommen habe. Sechs Polizeibeamte für Festnahme nötig Es habe insgesamt sechs Polizisten gebraucht, um ihn festzunehmen. Das Gericht wertete aber zugunsten von Franco A., dass die Polizeikräfte nicht angegriffen worden seien. Laut Staatsanwaltschaft soll er versucht haben, nach den Beamten zu treten und ein Messer zu ziehen.

via hessenschau: Gerangel mit Polizisten Weitere Haftstrafe für Ex-Soldaten Franco A.

Europa brennt: Diese Bilder und Karten zeigen das Ausmaß der Katastrophe

Eine Brandkrise hat den Kontinent erfasst. Großfeuer wüten nicht nur am Mittelmeer, sondern auch in England oder Belgien. Eine Bestandsaufnahme in Bildern. Es sind dystopische Bilder: breite Flammenwände, verzweifelte Feuerwehrleute, Menschen, die aus ihren Ortschaften fliehen müssen. In ganz Europa sind diesem Sommer verheerende Waldbrände ausgebrochen, teils sind sie immer noch nicht gelöscht. Die Folgen der Klimakrise – große Hitze, lang anhaltende Dürre – befeuern im wahrsten Sinne des Wortes das Geschehen. Mehr als 1700 Feuer wurden in diesem Jahr schon bis Mitte August in Europa laut des Europäischen Waldbrand-Informationssystems Effis gezählt: mehr als doppelt so viele wie im langjährigen Mittel.

via tagesspiegel: Europa brennt: Diese Bilder und Karten zeigen das Ausmaß der Katastrophe

siehe auch: Daten von Satelliten Aktuelle Karte: Wo es in Deutschland und Europa brennt Das Brandrisiko ist durch Hitzewellen und Dürre in weiten Teilen Europas stark angestiegen. Die Waldbrandsaison in Europa erreicht ihren Höhepunkt eigentlich erst ab Mitte August. Doch 2026 standen schon vorher große Gebiete in Flammen. Wo derzeit Brände aktiv sind und welche Flächen bereits verbrannt sind. Extreme Hitzewellen und anhaltende Dürre haben das Brandrisiko in weiten Teilen Europas stark ansteigen lassen. Die heftigsten Feuer wüten im Süden des Kontinents, doch auch in mehreren Regionen Deutschlands brennt es oder es gelten hohe Warnstufen. Im belgischen Hohen Venn droht seit Tagen ein Großbrand, auf deutsches Gebiet überzugreifen. Die unten stehende Karte zeigt, wo es in Europa aktuell brennt und wie viel Fläche bereits durch Feuer verloren gegangen ist. Daten dazu liefern Nasa-Satelliten und das Europäische Waldbrandinformationssystem (EFFIS). Die Satelliten erfassen aktive Brände über die Messung von Infrarotstrahlung. Starke Rauchwolken können Feuer für die Satelliten verdecken – so können aktive Feuer zeitweilig aus dem Datensatz verschwinden und später wieder auftauchen. Verbrannte Gebiete werden im EFFIS über die Auswertung von Satellitenbildern identifiziert und mit wenigen Tagen Verzögerung nach menschlicher Prüfung ins System eingepflegt.

Three detained at neo-Nazi club in Bulgaria’s Plovdiv face charges

Three of the people detained at a private club associated with the Plovdiv branch of the international neo-Nazi organization “Blood & Honour” have been charged with incitement to discrimination, hatred, and violence based on race, national origin, or sexual orientation, Deputy District Prosecutor Neno Dimov said at a briefing. Two of them are father and son, while the third – the tenant of the premises – has been charged as the perpetrator. During searches, authorities found flags featuring Nazi symbols, including swastikas and inscriptions. Literature promoting neo-Nazi ideology was also discovered in the homes of some members of the organization. The prosecutor also said that authorities are investigating links between some members of the organization and several of the young people who were present during the killing on Plovdiv’s Mladezhki Halm (Youth Hill). One of them is a minor who was detained together with the 18-year-old suspect in that criminal investigation for an attack on Nepalese nationals and was released on €700 bail.

via bnrnews: Three detained at neo-Nazi club in Bulgaria’s Plovdiv face charges

siehe auch: Bulgarian prosecutors lay charges against alleged neo-Nazis in Plovdiv The Plovdiv District Prosecutor’s Office has laid charges under anti-hate crime laws against three men aged 18, 39 and 42, the Prosecutor’s Office said on August 17. The charges are that, with one as a perpetrator and the other two as accomplices, “through speech and in other ways, they preached discrimination, violence or hatred based on race, skin colo”r, origin, nationality or ethnicity, or sexual orientation,” a crime under provisions of the Criminal Code. (…) However, in a court ruling reported by Bulgarian National Television on the evening of August 17, only Ivailo Kolev, 42, was remanded in custody. Ivelin Velev, 39 was released on bail of 1000 euro. The court accepted that there was evidence of his involvement as an accessory. His 18-year-old son, Teodor Velev, who was detained a few days ago for an attack on Nepalese citizens resident in Plovdiv, was released without bail. The court found that there was not enough evidence the younger Velev was an accomplice, but rather that he was simply a member of the organisation.

siehe auch: Bulgarian police arrest 18 in Plovdiv linked to neo-Nazi ‘Blood and Honour’ A total of 18 people belonging to the international neo-Nazi organisation “Blood and Honour” have been arrested at an overnight raid on a private club in Bulgaria’s Plovdiv, the head of the city’s regional directorate of the Interior Ministry Vassil Kostadinov told reporters on August 16. “The people who gathered at the private club shared the ideology of the international neo-Nazi political network ‘Blood and Honour’, preaching the superiority of the white race. The movement is banned in several European countries,” Kostadinov said. Flags and posters with various neo-Nazi symbols, as well as a gas pistol, were found in the private club

Neo-Nazi Active Clubs Increasingly Recruiting Teenage Boys And Girls

Since 2025, the number of neo-Nazi Active Clubs has increased by 28 percent, with many dedicated to training white supremacist teenage boys and girls. Youth Clubs have seen their chapter numbers increase by 142 percent. Since publishing Neo-Nazi Active Clubs Spreading Globally, Allying with Similar Extremists, and Taking to the Streets in October 2023 and Active Club Chapters Growing Globally in June 2025, the Global Project Against Hate and Extremism (GPAHE) continues to monitor the Active Club (AC) movement globally. GPAHE’s most recent investigation into these white supremacist fighting groups has revealed a 28 percent increase in Active Club (AC) chapters, along with a 142 percent increase in Youth Clubs, which are Active Club chapters reserved for teenagers aged 15 to 18 years old. These chapters, which now include girls-only groups, are using mainstream social media platforms, such as Instagram and YouTube, to recruit new members. Including Youth Clubs, there are now 220 active AC chapters in 33 countries – representing a 28 percent increase in chapters from the 187 active chapters in 27 countries recorded by GPAHE in June 2025. Likewise, Youth Clubs (included in the above count) have seen their chapter numbers grow from 19 in 2025 to 46 in 2026, a staggering 142 percent increase. The United States alone saw the creation of thirteen Youth Clubs over the past year. Since 2023, GPAHE has identified 298 Active Club chapters, of which 78 have either had their social media accounts deleted, have not posted to their accounts since January 2026, or lack other evidence showing they are still functioning. It is unclear whether any of these groups have truly disbanded, simply been deplatformed, or are operating underground. Active Clubs are part of a transnational neo-Nazi movement that engages in physical training, such as mixed martial arts (MMA), collaborates with other extremists worldwide (such as at the annual far-right C9M march in France), and spreads hate propaganda through stickering, banner drops, and posting videos online. The movement was conceived by neo-Nazis Robert Rundo and Denis Kasputin under their “White Nationalism 3.0” model, which encourages the creation of an international, decentralized movement of groups working towards the fascist ideal of becoming physically fit “super men” which act as, according to Rundo, “minutemen in the early stages of the revolutionary war” (i.e., a race war). In March 2026, Active Clubs and the violent ideology that drives their existence were deemed as posing a risk for “extreme violence” by Public Safety Canada (PSC). PSC’s report claimed Active Clubs are known to radicalize members towards “ideologically motivated violent extremism,” which rationalizes violence against Jews, people of color, and LGBTQ+ people. As such, Active Clubs’ continued physical combat training, including cross-state, cross-organizational, and transnational collaborations are concerning. In early 2026, the Lone Star Active Club, based in Texas, and the Pennsylvania Active Club took part in a “Forest Fights” event alongside members of other white nationalist groups including the Wolves of Vinland, the Patriot Front, and a member of the Hammerskin Nation, a transnational racist skinhead gang with chapters in North America, South America, Europe, and Australia. The “forest fights” are a tool that brings white supremacists together from across the U.S., creates propaganda, and, more concerning, serves as a bridge between organizations and individuals already connected to violent white nationalist organizations. In a March 2026 post written by Rundo on his Substack blog, he praised the Forest Fights event, adding that “these events are a tip off point for a fascist cultural revolution,” and “the first step in building our own parallel system.”

via gpahe: Neo-Nazi Active Clubs Increasingly Recruiting Teenage Boys And Girls

“Hat in unserem Haus nichts zu suchen”: Hospizträger kündigt AfD-Kandidatin – #KickHerOut

Weil Martina Müller für die Alternative für Deutschland (AfD) kandidiert, hat ihr Arbeitgeber ihr fristlos gekündigt. Der diakonische Hospizträger in Friesland beruft sich auf kirchliche Loyalitätspflichten. Müller will für den Kreistag Friesland und den Gemeinderat Wangerland kandidieren. Man habe die Mitarbeiterin zunächst abgemahnt und sie aufgefordert, auf ihre Kandidatur zu verzichten, heißt es von ihrem Arbeitgeber Mission:Lebenshaus in Jever. Nachdem dies nicht erfolgt sei, habe man arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen. Die Entscheidung für die Kündigung sei Ergebnis einer sorgfältigen Prüfung auf Grundlage des Grundgesetzes und der geltenden kirchlichen und arbeitsrechtlichen Regelungen, so der Verein. Träger sieht Kandidatur als Frage der Haltung Bei Mission:Lebenshaus werde die Kündigung als Frage der Haltung verstanden. Die Einrichtung betreut unter anderem Menschen, die von der AfD immer wieder zum politischen Gegenstand gemacht würden, etwa Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete oder Wohnungslose. Aus Sicht der Geschäftsführung müsse sich eine Organisation fragen, wie glaubwürdig sie ihre Arbeit fortsetzen kann, wenn Personen in verantwortlicher Position für eine Partei kandidieren, die Teile der betreuten Gruppen ablehnen oder soziale Träger angreifen.Grundlage der Entscheidung sei eine Richtlinie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Diese verpflichte Beschäftigte dazu, auch außerhalb ihres Dienstes die Grundwerte der Kirche zu achten. Der Träger sieht diese Loyalitätspflicht durch die Kandidatur für eine Partei verletzt, die als rechtsextrem eingestuft werde. “Unsere christlichen Werte stimmen nicht mit den Themen überein, für die diese Kandidatin antritt. Und deswegen sind wir der festen Überzeugung, dass so eine Mitarbeiterin in unserem Haus, im Umgang mit zu schützenden Personen, nichts zu suchen hat”, sagte Roman Mölling, Sprecher der Mission:Lebenshaus. Sie ist eine Tochter der Bremer Inneren Mission und betreibt sechs Hospize in Norddeutschland.

via ndr: “Hat in unserem Haus nichts zu suchen”: Hospizträger kündigt AfD-Kandidatin

siehe auch: Wegen AfD-Kandidatur: Hospizbetreiber trennt sich von Mitarbeiterin Weil sie für die AfD in Niedersachsen kandidieren möchte, hat sich die Mission:Lebenshaus, eine Tochtergesellschaft des Vereins für Innere Mission in Bremen, in Jever von einer Mitarbeiterin getrennt. Die Mission:Lebenshaus, Trägerin von sechs stationären Hospizen in Norddeutschland, hat sich am Standort in Jever von einer Mitarbeiterin getrennt, die für die AfD bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen kandidieren will. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit der Unvereinbarkeit dieser Kandidatur mit den Grundwerten kirchlich-diakonischer Arbeit. Die Mission:Lebenshaus ist eine Tochtergesellschaft des Vereins für Innere Mission in Bremen. Zentrale Werte wie Menschenwürde, Nächstenliebe und der Schutz vulnerabler Menschen seien nicht verhandelbar, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

siehe auch: Statement aus aktuellem Anlass Die mission:lebenshaus gGmbH ist eine 100%-ige Tochter des Verein für Innere Mission in Bremen und unterhält sechs stationäre Hospize in Norddeutschland. Der Verein für Innere Mission in Bremen ist Teil der evangelischen Kirche sowie auch Teil der Diakonie und erfüllt seit 177 Jahren seinen Auftrag auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. Die unantastbare Würde jedes Menschen, Nächstenliebe, Respekt, Teilhabe, Solidarität sowie die besondere Verantwortung für Menschen in vulnerablen Lebenslagen sind zentrale Grundlagen unseres Handelns. Diese Werte prägen nicht nur unsere Arbeit mit den Menschen, die wir begleiten und unterstützen. Sie bilden auch die Grundlage für die Zusammenarbeit innerhalb unserer Einrichtungen, für die Auswahl von Kooperationspartnern und für die Anforderungen an unsere Mitarbeitenden. Als kirchlich-diakonische Organisation tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, dass unser Auftrag glaubwürdig wahrgenommen werden kann. Die Mitarbeitsrichtlinie der Evangelischen Kirche in Deutschland beschreibt ausdrücklich, dass Mitarbeitende durch ihr dienstliches und außerdienstliches Verhalten die Glaubwürdigkeit kirchlicher und diakonischer Arbeit nicht beeinträchtigen dürfen. Gerade weil Kirche und Diakonie für bestimmte Werte stehen, können wir nicht losgelöst von der Frage handeln, ob öffentlich vertretene Haltungen oder Aktivitäten mit diesem Auftrag vereinbar sind. Grundsätzlich arbeiten wir nicht mit Personen, Organisationen oder Netzwerken zusammen, deren Handeln oder vertretene Positionen im Widerspruch zu den grundlegenden Werten von Kirche und Diakonie stehen oder geeignet sind, das Vertrauen in unsere Arbeit zu beeinträchtigen. Dabei geht es für uns nicht um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei oder Organisation als solche. Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob Haltungen, Positionen und öffentliches Handeln mit dem kirchlich-diakonischen Auftrag und den daraus folgenden Loyalitätsanforderungen vereinbar sind.

CDU-Politiker spendet 10.000 Euro an AfD: „Damit Friedrich Merz abgesetzt wird“ – #brandmauer #steigbügelhalter

CDU-Politiker Bernd Prange spendet 10.000 Euro an die AfD und will sie bei der Landtagswahl wählen. Dahinter steckt eine klare Forderung. Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommt ausgerechnet aus den eigenen Reihen eine Kampfansage an die CDU-Spitze. Bernd Prange, CDU-Kommunalpolitiker und Bürgermeister in der Altmärkischen Höhe, hat nach eigenen Angaben 10.000 Euro an die AfD gespendet. Damit nicht genug: Bei der Landtagswahl am 6. September will er selbst sein Kreuz bei der AfD machen. Seine Beweggründe legt Prange in einem offenen Brief dar, der der „Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung“ vorliegt. Zweimal habe er jeweils 5.000 Euro an die AfD Sachsen-Anhalt überwiesen. Eine spontane Entscheidung sei das nicht gewesen. Prange hofft sogar darauf, dass die AfD bei der anstehenden Wahl die absolute Mehrheit erreicht. Seine eigene Partei will er damit zu einem Kurswechsel zwingen. „Nicht aus Trotz, sondern damit die CDU endlich aufwacht. Damit die Brandmauer fällt. Damit sich die Partei gegen ihren Linkskurs wehrt. Und damit Friedrich Merz abgesetzt wird“, schreibt der CDU-Politiker. (…) Auf kommunaler Ebene arbeitet Prange nach eigener Darstellung ohnehin bereits mit der AfD zusammen. Im Kreistag Stendal sei die Kooperation mit deren Fraktion „gut und konstruktiv“. Gemeinsam habe man mehrfach Initiativen anderer politischer Kräfte verhindert. Auch andere CDU-Mitglieder arbeiteten dort sachbezogen mit verschiedenen Fraktionen zusammen, argumentiert Prange. Die bundesweit vertretene Abgrenzung von der AfD entspreche deshalb aus seiner Sicht nicht der politischen Realität vor Ort. Sein Brief soll ausdrücklich Druck auf die eigene Partei ausüben. Die CDU müsse sich entscheiden, ob sie ihren bisherigen Kurs fortsetzen oder sich wieder stärker auf ihre konservativen Wurzeln besinnen wolle.

via derwesten: CDU-Politiker spendet 10.000 Euro an AfD: „Damit Friedrich Merz abgesetzt wird“

siehe auch: Partei prüft Konsequenzen CDU-Bürgermeister Bernd Prange spendet 10.000 Euro an AfD. Der CDU-Politiker Bernd Prange hat laut einem Bericht der Volksstimme 10.000 Euro an die AfD Sachsen-Anhalt gespendet. Bei der Landtagswahl will der Bürgermeister von Altmärkische Höhe für die AfD stimmen. Der zuständige CDU-Kreisvorstand soll sich nun auch mit einem möglichen Parteiausschlussverfahren befassen. Der Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe, Bernd Prange, hat der AfD Sachsen-Anhalt nach eigenen Angaben insgesamt 10.000 Euro gespendet. (…) Die CDU Sachsen-Anhalt bezeichnete den Vorgang in einer Mitteilung als “sehr schwerwiegend”. Sollte sich die Spende bestätigen, habe sie parteirechtliche Bedeutung. “Niemand ist gezwungen, Mitglied unserer Partei zu bleiben, wenn er ihre politischen Grundüberzeugungen nicht mehr teilt”, erklärte der Generalsekretär des Landesverbandes; Nach AfD-Spende: CDU-Bürgermeister Prange legt nach – „Ich will, dass sie mich rausschmeißen“. Bernd Prange hat mit seiner CDU gebrochen und unterstützt die AfD. Selbst austreten will der Bürgermeister trotzdem nicht. Jetzt legt er nach. 10.000 Euro für die AfD, bei der Landtagswahl will er selbst sein Kreuz bei der Partei machen – und aus der CDU austreten? Das kommt für Bernd Prange offenbar trotzdem nicht infrage. Stattdessen hat der CDU-Bürgermeister aus der Altmärkischen Höhe einen ganz anderen Wunsch. „Ich will, dass sie mich rausschmeißen“, sagt Prange auf Nachfrage des Nachrichtenmagazins „Focus“. Damit verschärft der langjährige CDU-Kommunalpolitiker den Streit mit seiner eigenen Partei noch einmal. Zuvor hatte Prange in einem offenen Brief bestätigt, insgesamt 10.000 Euro an die AfD Sachsen-Anhalt gespendet zu haben. Zweimal überwies er demnach jeweils 5.000 Euro.

screenshot Facebook (CDU Sachsen-Anhalt)