Seenotrettung im Mittelmeer – “Es ist keine Option, Menschen ertrinken zu lassen” – #SpendeMenschlichkeit

Bjarne Mädel unterstützt mit anderen Prominenten eine Kampagne zur Seenotrettung von Flüchtlingen. Im Gespräch erzählt er, warum er die Flüchtlingsdebatte oft als zynisch empfindet. Die “Aquarius” hatte Hunderte Flüchtlinge an Bord, trotzdem verweigerte Italien dem Rettungsschiff vor zwei Monaten das Anlegen an seiner Küste. Seit wenigen Tagen ist das Schiff der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen wieder auf dem Mittelmeer in Richtung libysche Küste unterwegs. In Deutschland wird seine Mission auch von Prominenten unterstützt. Für die Kampagne #SpendeMenschlichkeit lassen sich Künstler wie Herbert Grönemeyer, Max Herre, Heike Makatsch oder Jan Delay in Rettungswesten fotografieren, um auf die Situation von Bootsflüchtlingen aufmerksam zu machen. Auch Schauspieler Bjarne Mädel ist bei der Aktion dabei, nachdem er von seinem Freund und Kollegen Olli Dittrich davon erfuhr. Schon länger unterstützt der Schauspieler die Hilfsorganisation “Sea-Watch”. Im Interview erzählt Mädel, warum er von seinen Mitbürgern mehr Engagement fordert und wie es sich anfühlt, einen Menschen aus dem Wasser zu ziehen. SPIEGEL ONLINE: Warum liegt Ihnen das Thema Seenotrettung am Herzen? Bjarne Mädel: Ich finde es wahnsinnig zynisch, wenn über Zahlen von Ertrunkenen gesprochen wird, statt die Schicksale dahinter zu sehen. Es ist keine Option, Menschen ertrinken zu lassen. Ich finde es schlimm, dass private Organisationen wie die “Aquarius” vor der libyschen Küste patrouillieren müssen, obwohl die Staaten das Problem lösen sollten.

via spon: Seenotrettung im Mittelmeer “Es ist keine Option, Menschen ertrinken zu lassen”

„Migrantenschreck.de“ – Der Mann, der Rassisten bewaffnete

Mario R. konnte über Jahre Neonazis ungestört bewaffnen. Der Fall verdeutlicht symptomatisch die Gefahr, die von der rechtsextremen Szene ausgeht. Dass er seine Geschäfte und Weltsicht verborgen hielt, lässt sich nicht sagen: Jahrelang verkaufte der – von den Behörden längst als Rechtsextremist eingestufte – Thüringer Mario R. gefährliche Waffen überwiegend an Gesinnungsgenossen über seinen Online-Versand mit einem vielsagenden Namen: Migrantenschreck.de. Dass er mit seinem Waffenhandel gegen deutsche Gesetze verstieß, war Mario R. dennoch klar, sicherheitshalber tauchte er zur Erledigung seiner Geschäfte in Ungarn unter. Fast 200 Waffen soll der 34-Jährige so von Mitte bis Ende 2016 verkauft haben, überwiegend Gaspistolen und Gewehre, mit denen gefährliche Hartgummigeschosse abgefeuert werden können, vor allem nach Deutschland – bis ihn Medienrecherchen im Dezember 2016 enttarnten. Dennoch dauerte es fast zwei Jahre, bis Mario R. wegen illegalen Waffenhandels in Deutschland angeklagt wurde: Erst in dieser Woche teilte die Berliner Staatsanwaltschaft mit, dass sie den Rechtsextremisten vor Gericht bringen will. Auch gegen die Kunden von „Migrantenschreck“ werde nun ermittelt, zudem sollen in diesem Rahmen rund 100 000 Euro Gewinn aus den Verkäufen eingezogen werden. Mario R. selbst war nach jahrelangen Ermittlungen erst im März in Budapest festgenommen worden und, als seine Gerichtsbeschwerde dagegen in Ungarn abgelehnt wurde, Ende Juni ausgeliefert und in Berliner Untersuchungshaft gesteckt worden

via fr: „Migrantenschreck. de“ – Der Mann, der Rassisten bewaffnete

Massenschlägerei überschattet Rewe-Eröffnung – #schauhin #kulturnation #parallelgesellschaft

Der Einkaufsmarkt auf dem Pirnaer Sonnenstein ist wieder da und will das mit den Anwohnern feiern. Doch dann muss die Polizei anrücken. (…) Der erste Tag des neuen Rewe endet dann allerdings mit einem unschönen Nachspiel – einer Massenschlägerei. Ein Teil der Schaulustigen, die die Eröffnung des Marktes feiern und auf den Beginn des angekündigten Feuerwerks warten, sprechen dem Alkohol zu, ab dem späten Abend pöbeln angetrunkene Personen auf dem Kundenparkplatz, wo ein DJ Musik spielt. Eine Gruppe Heranwachsender hat sich in den Haaren, eine junge Frau geht aggressiv auf andere los. Gegen 22.30 Uhr wird schließlich die Polizei zu dem Geschäft gerufen. Als die Beamten eintreffen, halten sich etwa 60 Menschen auf dem Parkplatz des Supermarktes auf, wobei die Hälfte von ihnen in eine handfeste Auseinandersetzung verwickelt ist. Ersten Ermittlungen zufolge war der Auslöser ein Streit um eine Flasche Bier. Nach Auskunft der Polizei soll ein Unbekannter diese Flasche ungefragt aus einem Bierkasten genommen haben. Als der Kasten-Besitzer den Mann zur Rede stellt, wird er von ihm attackiert. Umstehende greifen ein, woraufhin sich eine Schlägerei unter den Deutschen entwickelt. Der Flaschendieb flüchtet zwar, bevor die Polizei eintrifft, trotzdem sind mehrere Beamte nötig, um die Schlägerei zu beenden. Sie stellen drei Verletzte fest: zwei Männer im Alter von 21 und 35 Jahren sowie eine 23-jährige Frau. Zudem erheben die Polizisten die Personalien von über 30 Anwesenden. Dabei handelt es sich nach Angaben der Polizeidirektion Dresden um Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 47 Jahren. Eine 30-Jährige nehmen die Polizisten in Gewahrsam.

via sz online: Massenschlägerei überschattet Rewe-Eröffnung

siehe auch: „Massenschlägerei wird ausgewertet“. Nach dem Vorfall am Mittwoch warnt die Stadtteilmanagerin vor einer pauschalen Verurteilung des Pirnaer Wohngebietes Sonnenstein. Die Eröffnungsfeier des neuen Rewe-Marktes auf dem Sonnenstein war am Mittwochabend von einer Massenschlägerei überschattet worden (SZ berichtete). Auslöser war nach ersten Ermittlungen der Polizei ein Streit um eine Flasche Bier, die sich ein Unbekannter ungefragt aus einem Bierkasten genommen haben soll. Als der Kasten-Besitzer den Mann zur Rede stellte, wurde er von ihm attackiert. Umstehende griffen ein, es entwickelte sich in der Folge eine Schlägerei, an der rund 30 Personen beteiligt waren. Die Polizei musste anrücken, beendete die Prügelei und nahm die Personalien der Beteiligten auf. Eine 30-jährige Frau wurde in Gewahrsam genommen.

Radio Bremen bittet zum Rapport – TV-Reporter im AfD-Vorstand

Der TV-Reporter Hinrich Lührssen, der auch für Radio Bremen arbeitet, hat sich dem Bremer Landesverband der AfD angeschlossen und wurde in den Landesvorstand berufen. Es gibt Veränderungen im Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) Bremen: Der TV-Reporter Hinrich Lührssen, der auch für Radio Bremen (“Buten un Binnen”) arbeitet, hat sich der Partei angeschlossen. Die Internetseite AfD Watch Bremen hatte einen Screenshot eines gelöschten Facebook-Beitrags der AfD Bremen veröffentlicht, in dem die Partei schrieb, dass Lührssen, Uwe Feigenträger und Ann-Katrin Magnitz in den Landesvorstand berufen wurden. Das bestätigte Frank Magnitz, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des AfD-Landesverbandes. Inwieweit sich der Vorstand neu aufgestellt hat und wer ausgeschieden ist, wollte Magnitz noch nicht bekannt geben und bittet um Geduld. Die neuen Mitglieder, darunter Magnitz’ Tochter Ann-Katrin, wurden “via Kooptierung in den Landesvorstand berufen“, also nachträglich aufgenommen. “Es ist eine private Entscheidung von Herrn Lührssen”, sagte Jens Böttger, Sprecher von Radio Bremen. Lührssen, der nun zu einem klärenden Gespräch eingeladen werde, ist als freier Mitarbeiter tätig

via weser-kurier: Radio Bremen bittet zum Rapport – TV-Reporter im AfD-Vorstand

AfD-Enthüllungsbuch Rechter Verleger Kubitschek scheitert mit seinem Antrag

Der rechte Verleger Götz Kubitschek ist bis auf Weiteres mit seinem Versuch gescheitert, juristisch gegen eine Passage des Enthüllungsbuchs „Inside AfD. Der Bericht einer Aussteigerin“ von Franziska Schreiber vorzugehen. Das Landgericht in Halle (Saale) wies einen Kubitscheks Antrag auf einstweilige Verfügung ab und setzte zugleich einen Termin für eine mündliche Verhandlung am 11. September an. Kubitschek gilt als einer der Vordenker der neuen deutschen Rechten. Er sieht sich verleumdet durch eine Passage in dem Buch. In dieser heißt es, er habe zusammen mit AfD-Rechtsaußen Björn Höcke Reden des nationalsozialistischen Propagandaministers Joseph Goebbels analysiert. „Daraus leiteten sie Höcke-Reden mit modifizierten Versatzstücken ab“, ist in Schreibers Buch zu lesen. Rechtsaußen der AfD, so Schreiber, studierten allgemein Bücher, Reden und Lehrmaterialien aus dem Nationalsozialismus mit „heiligem Ernst“, „weil sie die Formel suchen, die in den Dreißigerjahren zum Erfolg geführt hat“. (…) Keine Überraschung, dass ihr Enthüllungsbuch im AfD-Dunstkreis auf wenig Gegenliebe stößt: Nicht nur Götz Kubitschek, auch Dimitris Kisoudis greift nun zu juristischen Mitteln, um sich gegen Schreibers Buch zu wehren. Eine Unterlassungsaufforderung erhielt Verleger Christian Strasser auch von Erika Steinbach. Die heutige Leiterin einer AfD-nahen Stiftung stößt sich daran, in einer Passage des Buchs als frühe Parteispenderin dargestellt zu werden. Strasser und seine Autorin Franziska Schreiber geben sich gelassen: Das Buch sei juristisch gründlich lektoriert worden.

via berliner zeitung: AfD-Enthüllungsbuch Rechter Verleger Kubitschek scheitert mit seinem Antrag

Götz Kubitschek (17131094686).jpg
Von Metropolico.orgGötz Kubitschek, CC BY-SA 2.0, Link

Der Hass in den Kommentaren macht vielen Medien Sorgen

Meinungsfreudige Mediennutzer geben zu vielen Berichten im Internet ihre Kommentare ab. Manche Redaktionen müssen jeden Tag tausende davon sichten. Der Aufwand ist riesig, es geht die Grenze. Von Andreas Heimann. Die ersten Kommentare zu aktuellen Berichten sind im Internet schon morgens zu lesen.
Abschiebungen aus Bayern, der Einsturz der Brücke in Genua, der Handelsstreit zwischen der Türkei und der USA − es gibt kaum ein Thema, das auf Medienseiten im Netz nicht gleich von meinungsfreudigen Zeitgenossen kommentiert würde. Einzelne Berichte kommen schnell auf eine dreistellige Zahl an Kommentaren. Die Alias-Namen der Autoren wie „Old Lästervogel“ oder „Superschlau“ deuten an, dass hier Menschen gerne ihre Meinung sagen. Und das ist noch harmlos. Oft gleiten solche Meinungsäußerungen in Beleidigungen oder hasserfüllte Pöbeleien ab. Die Deutsche Welle hat vor einer Woche die Notbremse gezogen und die Kommentarfunktion auf ihrer Seite weitgehend eingeschränkt.  „Diese Entscheidung ist uns schwer gefallen. Denn gerade wir, die Deutsche Welle, kämpfen ja für einen offenen, kritischen Austausch von unterschiedlichen Argumenten, für die weltweite Pressefreiheit“, schrieb dazu Ines Pohl, die Chefredakteurin des deutschen Auslandssenders. „In letzter Zeit haben die überwiegenden Beiträge allerdings ein solches Niveau erreicht, dass sie mit einem konstruktiven Meinungsaustausch nichts mehr zu tun haben.“ Pohl wies auf den erheblichen Aufwand hin, den es macht, die Kommentare zu prüfen, wozu Medien verpflichtet sind. Das kennen viele andere auch. ARD-aktuell, verantwortlich für Sendungen wie „Tagesschau“ und „Tagesthemen“, beobachtet eine stetig ansteigende Zahl an Kommentaren, insbesondere in den sozialen Medien. „Zwischen 12 000 und 15 000 Kommentare erreichen unsere Redaktion pro Tag, fast doppelt so viele wie 2016“, so ARD-akuell-Chefredakteur Kai Gniffke. Der Grund dafür sei das gestiegene Interesse an den Berichten etwa der „Tagesschau“ in den sozialen Medien.
Damit steigt aber auch der Aufwand, die Mengen an Kommentaren im Blick zu behalten. „Auch wir stellen uns immer öfter die Frage: Können wir das überhaupt noch leisten?“, erklärte Gniffke. „Denn unser zentraler Auftrag, wie er im Rundfunkstaatsvertrag steht, ist es ja, die Menschen zu informieren. Und dabei dürfen wir keine Abstriche machen.“ Bei „Spiegel Online“ und der entsprechenden Facebook-Seite geben User jeden Tag „eine deutlich fünfstellige Zahl“ an Kommentaren ab, so Thorsten Beeck, der dort unter anderem für die Zusammenarbeit mit Sozialen Medien verantwortlich ist. Aber Beeck argumentiert auch: „Wir sehen den Austausch mit unseren Nutzerinnen und Nutzern ganz klar als Chance, nicht als Problem. Wir investieren in den Dialog, weil es unserem Verständnis entspricht, dass diese Art der Interaktion rund um einen Inhalt zum journalistischen Produkt gehört.» Auch ARD-aktuell will möglichst keine Abstriche beim Community-Management machen − und setzt dafür beim Umgang mit User-Beiträgen auch auf technische Lösungen: Farb-Filter beispielsweise, die den Redakteuren Kommentare anzeigen, in denen sich Zuschauer mit Fragen an die „Tagesschau“ wenden − und die auch signalisieren, wenn Netiquette-Verstöße gepostet werden. Nur so gebe es noch eine Chance, die vielen Anmerkungen der Zuschauer und User redaktionell aufzunehmen, so der ARD-aktuell-Chefredakteur. „Inzwischen sehen wir bei kontrovers diskutierten Themen wie Migration, Feminismus oder der Lage im Nahen Osten häufig ein Auseinanderdriften der Meinungen in zwei Lager“, erklärte Gniffke. „Man liest dann die Extreme, das Schwarz oder Weiß − das Grau, die moderaten, sachlichen Stimmen kommen seltener vor.“ Hinzu komme, dass Interessengruppen versuchten, die Kommentarspalten zu kapern, um ihre Meinung zu verbreiten. Das sieht DW-Chefredakteurin Ines Pohl ähnlich: „Es sind heute richtige Trollfabriken, die sich die Deutsche Welle vorknöpfen, nicht nur einzelne Frustrierte, die nachts am Laptop sitzen.“ Das Ziel bei der Deutschen Welle sei aber nicht, deshalb gar keine Kommentare mehr zuzulassen. „Punktuell werden wir das auch weiterhin machen. Es geht uns um Priorisierung“, betonte Pohl. Kommentare nur noch bei ausgewählten Themen − so will der Sender das Niveau der Diskussionen deutlich verbessern. Und auch auf bei auf Facebook geposteten DW-Beiträgen bleibt es möglich, seine Meinung abzugeben. Die Reaktionen auf die Entscheidung, die Kommentarfunktion deutlich einzuschränken, seien überwiegend positiv gewesen, so DW-Sprecher Chrstoph Jumpelt. „Es gab reichlich Zuschriften, zu 80 Prozent voller Verständnis, aber auch einige hämische oder zynische Bermerkungen.»

via ndwsroom: Der Hass in den Kommentaren macht vielen Medien Sorgen

Cloverdale man arrested in connection to vandalism at Carmel synagogue

Vandals painted a Nazi flag on a garbage bin shed at Congregation Shaarey Tefilla in the 3000 block of West 116th Street. A 20-year-old Cloverdale man evoked the name of Adolf Hitler and told investigators he painted swastikas at a Carmel synagogue because the place was “full of ethnic Jews,” according to a criminal complaint released as he was charged Thursday. Nolan Brewer was charged with conspiracy to violate civil rights in the July 28 defacement of Congregation Shaarey Tefilla. “His intention was not a prank,” U.S. Attorney Josh Minkler said.
Brewer and a 17-year-old girl are accused of painting Nazi flags and iron crosses on the walls of a trash enclosure at the synagogue at 3085 W. 116th St., federal and Hamilton County authorities said. The Hamilton County prosecutor’s office said the girl is accused of criminal mischief and arson. A small fire was set at the synagogue, as well. Arson, the most serious charge, is a Level 6 felony punishable by up to two and half years in prison when committed by an adult. Further details on her alleged involvement in the vandalism weren’t immediately available. Minkler said there was no evidence that Brewer was involved with a larger or more organized group. Brewer faces up to 10 years in prison if found guilty. Authorities said Brewer wanted to intimidate the congregation. Jews are too influential, he told investigators, according to the documents. He wanted them to “back down.” “They utterly failed,” Benjamin Sendrow, rabbi at Shaarey Tefilla, told IndyStar on Thursday. “They tried to evoke hatred and fear,” he said. “And what they produced was an outpouring of love and support and solidarity.”

via indystar: Cloverdale man arrested in connection to vandalism at Carmel synagogue

“Ähnlichkeiten mit Flick-Affäre” – Wie tief steckt die AfD im Spendensumpf? #schauhin #sumpf

Millionen soll die AfD über einen dubiosen Verein von anonymen Spendern erhalten haben. Die Führung ist unter Druck, distanziert sich plötzlich von den Gönnern von einst. Vieles deutet auf einen ausgewachsenen Spenden-Skandal hin. Bestehende Machtstrukturen, das Establishment, die “Altparteien” mit ihren vermeintlich verfilzten Beziehungen zur Wirtschaft, zu Lobby-Gruppen oder wohlhabenden Einzelpersonen – das sind klassische Feindbilder der AfD. Die Partei wollte anders sein. Allerdings deutet nicht wenig darauf hin, dass sich die AfD über eben solche Strukturen selbst bereichert hat, ihre Macht auf einem Spendensumpf gewachsen ist. Die einst profitablen Verbindungen zu einem Verein und einer Schweizer PR-Firma setzen die Parteiführung zunehmend unter Druck. Jahrelang hat der “Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten” der AfD millionenschwere Hilfe zukommen lassen, zuletzt im Bundestagswahlkampf. Die Organisation mit Sitz in Stuttgart ließ großformatige Plakate aufhängen, auf denen aufgerufen wurde, die AfD zu wählen. Sie versorgte Haushalte mit Postwurfsendungen und publiziert mit dem “Deutschland-Kurier” eine extrem AfD-freundliche, rechte Boulevard-Wochenzeitung. All das soll nie im Auftrag der AfD geschehen sein. Dennoch hat die Parteiführung die großzügige Hilfe stets dankend angenommen. Wer dahinter stecke, wisse man jedoch nicht, beteuerten damals die Parteichefs Jörg Meuthen und Frauke Petry mehrfach.
Ende Juli diesen Jahres ist Schluss: Plötzlich verbietet die AfD dem Verein, weiterhin das Logo und das Corporate Design der Partei zu verwenden. Parteichef Jörg Meuthen räumt in der ARD ein: “Wir kommen da in ein Fahrwasser rein, wo man uns den Vorwurf macht, das wäre illegale Parteienfinanzierung”. Und erneut sagt er, der Verein habe die AfD zwar unterstützt, eine Zusammenarbeit habe es jedoch nie gegeben. Spenden von mindestens sechs Millionen Euro In dem “Fahrwasser”, von dem Meuthen spricht, ist die AfD allerdings schon längst und zwar tiefer, als ihr lieb sein dürfte. Nach Informationen des “Spiegel” geht die Bundestagsverwaltung bereits davon aus, dass die Partei “unzulässige Spenden” erhalten hat. Erhärtet sich der Verdacht, würden zunächst Wirtschaftsprüfer, dann die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der AfD drohen empfindliche Strafen – und viel schlimmer: ein massiver Glaubwürdigkeitsverlust bei den Wählern.

via n-tv: “Ähnlichkeiten mit Flick-Affäre” – Wie tief steckt die AfD im Spendensumpf?

Head of National Alliance, Will White Williams, convicted of attacking employee

A self-described “tough guy” and neo-Nazi leader has found out the legal system is a little bit tougher.
Will W. Williams II, the head of the neo-Nazi hate group National Alliance (NA) faces sentencing Oct. 10 in Pocahontas County, West Virginia, after being convicted Wednesday of misdemeanor battery on one of his former employees. Williams, a 71-year-old who lives near Laurel Bloomery, Tennessee, is barred by the conditions of his bond from contacting the victim, a former clerk for the National Alliance group, Garland DeCourcy, or returning to the group’s compound near Mill Point, West Virginia in the southeast part of the state, about four hours from where he currently lives. The charges and conviction stem from an incident on Sept. 30, 2015. Police said Williams allegedly attempted to beat and strangle DeCourcy, a slight but scrappy middle-aged woman who had been employed as a clerk at NA headquarters since April 2015. DeCourcy told police that Michael Oljaca, who also worked for the National Alliance, pried Williams’ hands from her neck and pushed him away. Oljaca told police he was standing outside the doorway to DeCourcy’s office and saw Williams get up from his chair and lunge toward DeCourcy while making a motion with his left hand to “smack her.” Oljaca told officers Williams began choking DeCourcy with his right hand. Oljaca said he pulled Williams off of DeCourcy and had to physically restrain him. Police arrested Williams at a time of turmoil for National Alliance. Williams and other former prominent members of the alliance were involved in an ugly dispute over control of its remaining resources, including a sprawling West Virginia compound and inventory of racist merchandise.
That merchandise once included thousands of copies of Williams’ 1990s comic “The Saga of White Will,” that frequently depicted its protagonist, modeled on Williams, beating up Jewish people and confronting people of color. The comic was designed to attract high-school age recruits to the NA. Williams was barred by court order from entering the Mill Point compound pending his trial for that assault.

via splcenter: Head of National Alliance, Will White Williams, convicted of attacking employee

WordPress removes several alt-right blogs that spread Sandy Hook conspiracies

WordPress has taken down several alt-right blogs, citing a new policy that bans blogs from the “malicious publication of unauthorized, identifying images of minors.” The change has led to the shutdown of several blogs that spread conspiracies about the 2012 Sandy Hook school shooting, as spotted by TechCrunch. Now alt-right bloggers and readers claim several sites have been removed, including conspiracies about Sandy Hook and 9/11. The timing of the move comes just after The New York Times reported on how WordPress was still allowing these bloggers to stay online. “WordPress’ Terms of Service is filled with loopholes for abusers” Previously, that content was left up as it didn’t directly violate WordPress’ Terms of Service, which doesn’t state how to deal with false information on the platform. Even though the content was flagged as false, there had been no consequences, as WordPress’ ToS focuses on copyright issues and account security more than the integrity of content. Essentially, WordPress’ ToS is filled with loopholes for abusers to spread misinformation.

via tehverge: WordPress removes several alt-right blogs that spread Sandy Hook conspiracies