junge welt vom 24.07.2004 – Antisemitisches Spektakel geplatzt

Rechtsextremes »Institut für Staatspolitik« mußte Tagung in München absagen
Aufgrund des öffentlichen Drucks wurde eine für Sonntag in München geplante rechtsextreme Großveranstaltung des »Instituts für Staatspolitik« abgesagt. Nach Informationen des AStA der Uni München kündigte der Wirt den Veranstaltern, die mit mehreren hundert Teilnehmern rechneten, den Raum im Münchner Löwenbräukeller.
Im Mittelpunkt der Tagung sollten einige aus Sicht der Rechten skandalöse Fälle von »Gesinnungsdiktatur« stehen. So sollte der Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann ebenso an dem Kolleg teilnehmen wie General a.D. Reinhard Günzel. Hohmann wurde nach einer offen antisemitischen Rede, in der er im Zusammenhang mit Juden von einem »Tätervolk« sprach, vor wenigen Tagen aus der CDU ausgeschlossen, und Günzel mußte seinen Posten als Vorsitzender der KSK-Einheiten der Bundeswehr aufgeben, nachdem er Hohmann zu dessen Rede gratuliert hatte.

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