Rechte Solidarität mit Totschläger

redok – Rechte Solidarität mit Totschläger
Gegen ein “Gesinnungsstrafrecht” wollen Neonazis am 30. Juni in Herford demonstrieren und Freiheit für inhaftierte Gesinnungsgenossen fordern. Besonders am Herzen liegt den Rechtsextremen ein Häftling der JVA Herford, dem sie mit einer Zwischenkundgebung bei der Haftanstalt einen Gruß abstatten wollen: sieben Jahre Jugendstrafe wegen Totschlags sitzt dort der 19-jährige Sven K. ab. Er hatte am Ostermontag 2005 in Dortmund den 31-jährigen Punker Thomas “Schmuddel” Schulz erstochen. Organisiert wird der Aufmarsch von Neonazi-Kameradschaften aus Nordrhein-Westfalen und der “Nationalen Offensive Schaumburg”. Laut deren Propaganda-Aufrufen soll sich die Demonstration gegen Haftstrafen für Holocaustleugner richten, die als “Gesinnungsstrafrecht” bezeichnet werden. Allerdings werden auch die Neonazis Michael Regener (ehemals Sänger der als kriminelle Vereinigung verurteilten Rechtsrock-Band “Landser”) und der wegen einer antisemitischen Hetzrede verurteilte Axel Reitz als “politische Gefangene” genannt.
Tatsächliches Ziel der Veranstaltung ist aber offenbar die Justizvollzugsanstalt (JVA) Herford. Dort sitzt zur Zeit der 19-jährige Sven K. seine siebenjährige Haftstrafe ab, zu der er im November 2005 wegen Totschlags an Thomas Schulz verurteilt worden war.

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