Braune Post – eigentlich nichts neues

Erst jüngst wurde die Deutschen Post AG kritisiert,da ihr Service “Plusbrief Individuell” für Nazi-Propaganda genutzt wurde: Über ihn wurden Briefmarken mit dem dem Bild des NS-Kriegsverbrechers Rudolf Heß in Umlauf gebracht, der in der rechten Szene als “Märtyrer” gefeiert wird (vgl. Rudolf Heß als Briefmarke und Hakenkreuze auf Zügen)

Dabei ist diese Aufregung doch nur ein Sturm im Wasserglas – so war schon 1998 im Spiegel zu lesen: Braune Sondermarke. Neonazis verbreiten mit Billigung der Post eine “Gedenkbriefmarke” für den im April 1991 verstorbenen Neonazi-Führer Michael Kühnen. Die Marke wird von dem früheren Kühnen-Stellvertreter Thomas Brehl aus dem hessischen Langen in einer Auflage von mehreren tausend Exemplaren verbreitet. Sie zeigt einen versonnen nach rechts blickenden Kühnen-Kopf, daneben steht “Deutsches Reich” und “Der Kampf geht weiter”.

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