Hamburg: Weiterer Neonazi-Aussteiger geht an die Öffentlichkeit

Die taz hat ein Interview mit einem weiteren Neonazi-Aussteiger aus Hamburg veröffentlicht. Mike P. sei nun in der linken Szene aktiv, heißt es. Der Weg dorthin sei weit gewesen, so P. Zudem seien Viele vorsichtig gewesen – zu Recht, meint er. “Mir wurde langsam klar, wie wenig Gehalt die rechten Schriften wie die “Protokolle der Weisen von Zion” haben. Ich hatte in der Szene einfach aufgehört nachzudenken. Als ich dann total kaputt war, ausgebrannt, mich völlig kraftlos fühlte, emotionslos, wie eine Maschine, begann ich mein Leben zu hinterfragen. Mir fiel auf, dass die links-alternativen Ansätze gar nicht so verkehrt sind.” Auch für P. war der 1. Mai 2008 in Hamburg ein Wendepunkt. “Damals gab es ja diese massiven Übergriffe von meinen Ex-Kameraden. Fünfzehn gingen da auf einen Demonstranten los. Das hat mich echt geschockt.” Ihm sei klar geworden, “wie wenig wir politisch wirklich als Alternative zu dem Bestehenden anbieten. Nämlich gar nichts”. Auch der Autonome Nationalismus biete nichts an, meint P. “In der NPD und bei den Autonomen Nationalisten wird das Soziale ethnisiert. Doch einzelne Ethnien sind nicht Schuld am Kapitalismus, der mit seiner Globalisierung weltweit Mensch und Tier ausraubt und vernichtet.”

via NPD-BLOG.INFO » Blog Archive » Hamburg: Weiterer Neonazi-Aussteiger geht an die Öffentlichkeit.

siehe auch: “Gegen das Scheißsystem”. Auf der Haut prangen noch die SS-Runen. Doch die Einstellung hat sich geändert: Mike P. ist aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen. Nun ist er in der linken Szene aktiv.