Anti-AntifaGewaltKameradschaftRechtsextremismus

NL: Die NVU vor der Wahl

Posted

Während in der BRD im „Superwahljahr“ 2009 recht erfolgreich der Wahlkampf von NPD, DVU, REP und Pro NRW behindert wurde, steht dieses Jahr für AntifaschistInnen in den Niederlanden der Kampf gegen offen nationalsozialistische bishin zu rechtspopulistischen Parteien an – am 3. März 2010 sind dort Kommunalwahlen. Für den 30. Januar hat erneut die „nederlandse volksunie“ (NVU) einen Aufmarsch angekündigt, welche dieses Jahr in Nijmegen, Arnheim, Heerlen und Overbetuwe zu den Kommunalwahlen antritt. Dieser Artikel enthält Hintergrundinformationen über die NVU, sowie alle bisher bekannten Infos zum anstehenden Naziaufmarsch. (…) Die Kontakte in die BRD verhärten sich, und gipfeln schließlich 2001 mit der Ernennung des deutschen „Aktionsbüro West“ Kaders Christian Malcoci zum Parteisekretär. Sehr enge Beziehungen bestehen auch zum alteingesessen Borussenfront/FAP/NW Dortmund Kader Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt. Immer öfter sieht man Vertreter der Partei auch auf deutschen Nazidemonstrationen (3). Dennoch erfährt die NVU 2002 erneut eine Niederlage bei Kommunalwahlen – nach 31 Jahren kann die Partei noch immer keinen einzigen Sitz gewinnen.
Bis heute ist die Partei in den Niederlanden politisch quasi irrelevant, dennoch werden regelmäßig Aufmärsche organisiert – vornehmlich in grenznahen Städten, da die Partei stark von deutschen Teilnehmern abhängig ist. Bei der letzten Demonstration in Venlo marschierten lediglich 20 Parteimitglieder, 90 Neonazis reisten aus NRW, hauptsächlich dem Ruhrgebiet an. Bei den letzten Kommunalwahlen 2006, konnte die NVU in Apeldoorn, Arnhem, Nijmegen, Oss und Venray maximal lediglich 0,7 % der Stimmen erreichen. Mittlerweile beteiligen sich viele NVU Mitglieder nebenher bei der „Racial Volunteer Force“, einer mit C18 NL verbundenen Organisation, welche seit einiger Zeit versucht eine Zusammenarbeit mit islamistischen Fundamentalisten zu erreichen, mit dem Ziel die Niederlande „weiß und judenfrei“ zu machen. So beteiligt die „RVF“ sich an islamistischen Demonstrationen, an denen die Mitglieder teils geschlossen in T-Shirts mit dem Konterfei von Osama Bin-Laden teilnehmen. Nebenbei dient die „RVF“ als Sicherheitsdienst bei öffentlichen Auftritten von NVU Mitgliedern, sowie Parteiveranstaltungen. (4)

via de.indymedia.org | NL: Die NVU vor der Wahl.