Vorbereitungen auf ein mögliches Verbot: NPD M-V setzt bei Kommunalwahl auf Tarnlisten

Die NPD-Führung nimmt das Verbotsverfahren gegen ihre Partei offenbar ernster, als sie nach außen zugeben möchte. Selbst in Hochburgen wie Mecklenburg-Vorpommern verzichtet die Partei mancherorts bei den Kommunalwahlen auf Kandidaturen unter eigener Flagge. Stattdessen schickt sie ihre Anhänger auf Tarnlisten ins Rennen. Ueckermünde gehörte stets zu den Hochburgen der NPD. Allerdings konnte die Partei – wie fast überall in Vorpommern – in der Stadt am Stettiner Haff erst Fuß fassen, nachdem die lokalen Kameradschaftsstrukturen ihre aktive Unterstützung erklärt hatten. Die NPD-Spitze dankte den Neonazis für ihr Engagement mit aussichtsreichen Listenplätzen bei der Landtagswahl 2006. Einer der einflussreichsten braunen Strippenzieher der Region, der aus Ferdinandshof stammende Tino Müller, kandidierte auf Platz 2 – direkt hinter Spitzenkandidat Udo Pastörs. Nach dem Einzug in das Schweriner Parlament versorgte die neue Fraktion ihre Fußtruppen mit Posten, neben Müllers engem Weggefährten Michael Gielnik, heute sogar Parteivize, schaffte es Müllers Bruder Marko auf deren Lohnliste. NPD setzt auf Tarnlisten Die vor Ort erstaunlich gut integrierten Neonazis fuhren in den folgenden Jahren Wahlergebnisse ein, die zu den höchsten Zustimmungsraten der Partei deutschlandweit gehören. Bei der Landtagswahl 2006 entschieden sich 18,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler für den NPD-Liste, fünf Jahre später steigerte die NPD ihr Resultat um 0,1 Prozentpunkte auf 18,3 Prozent. Bei der letzten Kommunalwahl reichte es für 12,1 Prozent. Damit zogen drei Vertreter in die Gemeindevertretung ein. Umso erstaunlicher – zumindest auf den ersten Blick –, dass die NPD bei den Kommunalwahlen am 25. Mai auf einen eigenständigen Wahlantritt verzichten wird. Stattdessen kanidiert eine neue Liste mit dem Namen „Wir von hier“. Als Spitzenkandidaten des fünf Personen staken Wahlvorschlags wird nach Informationen von ENDSTATION RECHTS. Marko Müller um Stimmen werben. Außerdem wird neben dem NPD-Landesvorstandsmitglied, um dessen Anstellung bei der Landtagsfraktion es in den letzten Wochen einigen Wirbel gegeben hat, auch André Gerth ins Rennen ziehen. Gerth sitzt gemeinsam mit Müller für die NPD in der örtlichen Volksvertretung.

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