Heirat zum Hitler-Geburtstag

Neonazi-Aktivistin will am 20. April im rheinhessischen Heidesheim ihre Hochzeit zelebrieren. Einer der festen Szene-Termine ist der 20. April, der Hitlers-Geburtstag – alljährlich nehmen ihn Rechtsextremisten zum willkommenen Anlass, ihre Gesinnung zu demonstrieren. Ramona Covington, die wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen verurteilte ehemalige Kaiserslauterer NPD-Stadtratskandidatin, nutzt den Termin, um im rheinhessischen Heidesheim zu heiraten. Die Szene-Aktivistin im Renee-Look mit Verbindungen zu militanten Neonazi-Strukturen nahm im Vorjahr an mehreren Neonazi-Demos teil, darunter an der HoGeSa-Demo („Hooligans gegen Salafisten“) am 25. Oktober vergangenen Jahres in Köln. Ein Bild von ihr, aufgenommen nach der Polizeikontrolle, das sie im „HKNKRZ“-Shirt zeigt, wurde viral. Sie zählt zur Hooligan-Szene des 1. FC Kaiserslautern, ihr Partner aus vergleichbaren Zusammenhängen zur Eintracht Frankfurt. (…) Aktuelle Facebook-Bilder zeigen sie erneut in „Blood&Honour“-Zusammenhängen. So besuchte sie Mitte November 2015 gemeinsam mit Freunden für ein Wochenende den Neonazi-Treff „Rac’n’Roll Place“ im niederländischen Veendam. Das Bild ist unter anderem über die Facebook-Seite des Neonazi-Treffpunktes wie über das Profil von dessen Betreiber, dem einschlägig bekannten Martin Van de Grind, abrufbar. Auch hier trägt Covington wieder das „HKNKRZ“-Shirt. Van de Grind ist ein langjähriger militanter und gewalttätiger Neonazi und „Blood&Honour“-Aktivist. 1986 hatte er zusammen mit anderen Skineads in Hilversum den Punker Michael Poye erstochen. Später war er Herausgeber des Skinhead-Magazins „Hou Kontakt”. Der Neonazi-Treff „Rac’n’Roll Place“, den Van de Grind In einer ehemaligen Turnhalle in Veendam betreibt, wird von B&H-Aktivisten, Skinheads und anderen Neonazis auch aus Deutschland frequentiert.

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Screenshot Halal Challenge: siehe https://archive.is/QUn54

siehe dazu auch: Aktivistin des (in Deutschland verbotenen) Blood & Honour-Netzwerkes bei HoGeSa. Ramona C. hat gerade die Polizeikontrollen auf dem Barmer Platz durchlaufen und geht zum Kundgebungsort. Auf ihrem Sweatshirt prangt in Großbuchstaben der Schriftzug HKNKRZ. HAKENKREUZ soll das heißen, ein unverblümter Bezug auf Ramona C’s. nationalsozialistische Gesinnung. Wie das dokumentationsarchiv in einem ausführlichen Rechercheartikel berichtet, ist Ramona C. eine bekannte Neonazi-Aktivistin aus Kaiserslautern. Bei der Kommunalwahl im März 2014 kandidierte sie auf Listenplatz 3 für die NPD. Ansonsten ist C. aber auch aktiv in der Neonazi-Kameradschaft Pfalzsturm und offensichtlich gut eingebunden in das internationale rechtsterroristische Netzwerk von Blood & Honour; NPD Kaiserslautern: Arischer Terror auf Platz 3. Terror-Netzwerk-Propagandistin auf der NPD-Stadtratsliste. In Rheinland-Pfalz finden am 25.März [2014]  parallel zur Europawahl Kommunalwahlen statt. Hier kandidiert die NPD bei Wahlen zu Bezirks- und Kreistags- sowie fünf Stadtratswahlen, darunter auch in der „Barbarossastadt“ Kaiserslautern. (…) Darüber hinaus ist die Listendritte der NPD für die Stadtratswahl in Kaiserslautern offenbar in internationalen Neonazistrukturen aktiv, die Hass, Gewalt und Rechtsterrorismus propagieren und praktizieren. So stellt sie sich auf einem ihrer Social-Community-Profile auf der Plattform vk.com als „ATB Womens Division Leader Germany“ dar – auf diese Führungsposition wurde bereits im Januar auf linksunten.indymedia hingewiesen (vgl. http://bit.ly/1p2NYkF). ATB steht für „Aryan Terror Brigade“ , ein Netzwerk militanter Neonazis, die auch als „Combat18 International“ oder C18 agiert. Zur Erinnerung: Unter dem Namen Combat 18 agier(t)en rechtsterroristischen „Sturmtruppen“ des Blood&Honour-Netzwerkes. Die Mitglieder der ATB propagieren „Rassereinheit“ und wollen das Wahnbild einer „weißen Rasse“ erkämpfen. Das Terrorism Research & Analysis Consortium definiert das Netzwerk als rechtsextreme Terrorgruppe, die zur Durchsetzung ihrer Ziele Gewalt und Folter einsetzt (vgl http://bit.ly/1jRpv1M). So erstaunt es kaum, dass Neonazis der ATB in verschiedenen Ländern einschlägig vorbestraft oder inhaftiert sind – wegen Mordes, Bombendrohungen, Körperverletzung, Waffengewalt, Einbruch etc.