#Fukushima – Höchste #Strahlung seit der Havarie

Im havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist die radioaktive Strahlung an manchen Stellen so hoch wie seit der Atomkatastrophe 2011 nicht mehr. Der Betreiber Tepco hat im Innern eines Reaktorbehälters 530 Sievert pro Stunde gemessen. Schon sechs Sievert lösen eine tödliche Strahlenkrankheit aus. Am Montag war es Tepco zum ersten Mal gelungen, Bilder aus dem Inneren des Reaktors 2 zu machen – mit einer ferngesteuerten Kamera. Die Aufnahmen zeigen, dass die Schäden im Reaktor schlimmer sind als bisher angenommen. Heute wurden die Ergebnisse der Messungen veröffentlicht. Die Strahlung in dem Reaktor wäre in jedem Fall tödlich. Bisher wurden dort seit dem Atom-Unfall maximal 73 Sievert pro Stunde gemessen. Zum Vergleich: Wer in Deutschland lebt, ist durchschnittlich einer Dosis von 2,1 Milisivert pro Jahr ausgesetzt.Der geplante Abbau des havarierten Reaktors wird durch die hohe Strahlenbelastung deutlich komplizierter. Ein Experte des Nationalen Instituts für Strahlenwissenschaften sagte, Mediziner hätten nie damit gerechnet, mit solchen Strahlenbelastungen umgehen zu müssen. Hinzu kommen die schweren Schäden: Unter einem Druckbehälter ist ein Loch zu erkennen und darunter eine schwarze Masse. Offenbar wurde der Druckkessel von geschmolzenen Brennstäben gesprengt. Auf den Bildern sind auch Wassertropfen zu sehen. Das Wasser stammt vermutlich aus den Kühlbecken und wäre damit noch stärker radioaktiv kontaminiert. Das Wasser aus den Kühlbecken sickert ins Grundwasser.

Source: Fukushima – Höchste Strahlung seit der Havarie

Fukushima I by Digital Globe B.jpg
Von Digital Globe – Earthquake and Tsunami damage-Dai Ichi Power Plant, Japan, CC BY-SA 3.0, Link