Heise kandidiert für NPD-Vorsitz

Wenn die NPD am Wochenende zu ihrem Bundesparteitag in Saarbrücken antritt, droht der Partei ein Machtkampf um den Vorsitz. Neben dem bisherigen Vorsitzenden Frank Franz hat auch der Thüringer Neonazi Thorsten Heise seine Kandidatur angekündigt. Schon die Wahl zum neuen Landesvorsitzenden der NPD in Thüringen dürfte dem 1969 geborenen Neonazi und NPD-Funktionär Thorsten Heise ein inneres Fest gewesen sein. Schon im April 2008 hatte er mit der Hilfe des später als VS-Spitzels enttarnten Uwe Trinkaus versucht, den Parteivorstand in Thüringen zu stürzen. In diesem Jahr setzte er sich gegen den als farblos geltenden Tobias Kammler durch und fungiert seitdem als Landesvorsitzender. Doch Heise hat größere Pläne. In einer Videobotschaft auf Facebook verkündet er seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der NPD, worüber schon seit einiger Zeit spekuliert wurde. (bnr.de berichtete) Es brauche „dringend einen Neuanfang in der Partei“, erklärt Heise und kritisiert, der amtierende Amtsträger Frank Franz habe keine neuen Impulse und Visionen. Der Thüringer Neonazi und Versandhändler plädiert dafür, die NPD komplett neu auszurichten. Schon Heises Wahl als Landesvorsitzender gilt vielen als Zeichen der Radikalisierung in Thüringen nach dem gescheiterten Verbotsantrag. Gute Verbindungen in die Neonazi-Szene Immerhin kann Heise auf eine langjährige Geschichte in der militanten Neonazi-Szene zurück blicken, zu deren Protagonisten er teilweise heute noch gute Verbindungen hat. Bei einem Neonazi-Aufmarsch in Dortmund im Juni 2016 war Heise mit britischen „Combat 18“-Aktivisten zu sehen. In seinem Versandhandel werden Produktionen von Bands vertrieben, die dem in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk nahestehen.

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siehe auch: „Partei neu ausrichten“: Neonazi Thorsten Heise will NPD-Chef werden. Erst zwei Tage vor dem Bundesparteitag der NPD wurde ein Gegenkandidat zum Parteivorsitzenden Frank Franz publik. Der neue Thüringer Landesvorsitzende Thorsten Heise will das Ruder übernehmen und wirbt mit einer kompletten Neuausrichtung der rechtsextremen Partei. Thorsten Heise als zukünftiger NPD-Chef? In die Medien schafften es in den vergangenen Tagen vor allem Ankündigungen linker Bündnisse aus dem Saarland, die den am Sonnabend im Saarbrücker Schloss stattfindenden Parteitag blockieren wollen. Ansonsten fand die anstehende Neuwahl des NPD-Bundesvorsitzenden kaum mediale Beachtung, auch weil keine nennenswerten Informationen über etwaige Gegenkandidaten publik wurden. Erst Donnerstagnachmittag veröffentlichte der NPD-Funktionär Thorsten Heise seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Partei. „Ja, es ist wahr“, bestätigte der im thüringischen Eichsfeld wohnhafte Neonazi. Zuvor kursierten bereits Gerüchte, Heise könnte gegen Franz antreten. In der Ansprache wirbt er für einen „Neuanfang“ seiner Partei, spricht von neuen Impulsen und Visionen. Diese seien laut Heise beim Noch-Parteichef nicht vorhanden. Am deutlichsten wird der 47-Jährige mit der Kampfansage: „Wir müssen unsere Partei komplett neu ausrichten.“; Wird Neonazi Thorsten Heise neuer NPD-Vorsitzender? Am Wochenende droht der NPD beim Bundesparteitag in Saarbrücken ein Machtkampf. Hardliner in der Partei wollen – gestärkt nach dem gescheiterten Verbot in Karlsruhe – eine Richtungswahl forcieren und fordern nach den letzten desaströsen Wahlergebnissen eine Radikalisierung der NPD – nicht nur inhaltlich, auch personell. Ihr Kandidat dafür ist der langjährige Neonazi Thorsten Heise. Der einschlägig vorbestrafte Heise war erst vor wenigen Wochen zum Landesvorsitzenden in Thüringen gewählt worden und sitzt für die NPD im Kreistag des Eichsfeld-Kreises. Seit Jahren ist er in der Neonazi-Szene eine zentrale Figur. Anfänglich war er in Niedersachsen aktiv, wo er bis zum Verbot als Landesvorsitzender der FAP fungierte. Nach einer Haftentlassung gründete er 1997 dort die Kameradschaft Northeim, vor deren Transparent er noch heute auftaucht, und organisierte seitdem diverse Aufmärsche oder trat als Redner auf. Parallel betätigte sich Heise auch als Produzent und Händler im Rechtsrock-Business, zog 2002 nach Fretterode in Thüringen und organisierte dort in den letzten Jahren das Neonazi-Festival Eichsfeldtag. Immer wieder geriet er auch mit dem Gesetz in Konflikt, ist vorbestraft wegen schwerer Körperverletzung, Landfriedensbruch, Nötigung und Volksverhetzung sowie Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Der umtriebige Neonazi geriet sogar mehrfach ins Blickfeld der Ermittlungen zum Nationalsozialistischen Untergrund, landete auf der Liste von Personen „mit nachgewiesenen Kontakten zu Tätern oder Beschuldigten“ des NSU-Verfahrens. Bei der Durchsuchung seines Anwesens in Fretterode fand die Polizei von ihm heimlich mitgeschnittene Tonaufnahmen von Gesprächen mit dem damaligen Anführer des Thüringer Heimatschutzes, Tino Brandt, in denen auch die Namen der drei untergetauchten Neonazis Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe gefallen seien. Heise kam erst 2004 mit anderen Kameradschaftsführern wie Thomas „Steiner“ Wulff und Ralph Tegethoff zur NPD, der sie sich in dieser Zeit zur Schaffung einer sogenannten Volksfront von rechts annäherten. Heise bekam einen Posten im Vorstand, war zuständig für die Verbindung zur militanten Kameradschaftsszene.

bildquelle: linksunten

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