loading…

fight hate

No human race is superior; no religious faith is inferior. All collective judgments are wrong. Only racists make them
get informed

Beharrliche Bilder – Bildsprache und Neonazismus-/Rechtsextremismusprävention

Die Ikonografie des männlichen, armen, dummen, gewalttätigen und juvenilen Skinheads, der in heruntergekommenen Gegenden herummarodiert, ist ungebrochen dominant, wenn sich mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigt wird. Es gibt kaum Zeitungen, Buchcover oder Broschüren zum Thema, in der sich keine Bilder von muskelbepackten Glatzen, Bomberjacken, Springerstiefeln, Tätowierungen, brüllende Männerhorden und dergleichen mehr finden. Eine Analyse von Andreas Hechler* Zugleich liegt der Fokus fast ausschließlich auf den Täter_innen (1), wenn Bilder zum Thema Rechtsextremismus gezeigt werden. Aus dem Blick geraten Opfer/Diskriminierte (2) und ihre Bedürfnisse einerseits, Alternativen zum Rechtsextremismus andererseits. Die Frage nach Bildern ist von herausragender Bedeutung aufgrund ihrer Wirkmächtigkeit. Vorherrschende Bilderwelten haben direkte Folgen für politisches und pädagogisches Handeln und prägen die Selbst- und Fremdwahrnehmung derjenigen, die als ‚rechtsextrem‘ wahrgenommen werden. In drei Texten problematisiere ich zunächst (Teil I) den Täter_innenfokus sowie eingeschränkte und einschränkende Bilderwelten über Rechtsextreme. Daran anschließend wende ich mich in Teil II der Genese von Bilderwelten zu und frage, welche gesellschaftlichen und individuellen Funktionen diese erfüllen. Ich stelle dabei die These auf, dass die zentrale Funktion sowohl des Täter_innenfokus als auch eingeschränkter rechtsextremer Bilderwelten die Affirmation der bestehenden Diskriminierungsverhältnisse ist. Selbst wenn dies nicht gewollt ist, kann es ein ungewollter Effekt sein. An diese Kritik angelehnt, überlege ich in einem dritten Teil Alternativen und frage nach den Implikationen einer erfolgreichen Rechtsextremismusprävention.

via stoppt die rechten:Beharrliche Bilder – Bildsprache und Neonazismus-/Rechtsextremismusprävention

Leave a Reply