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“National befreite Zone” in Eisenach?

Überall in Eisenach hinterlassen Rechtsextreme Schmierereien an den Wänden. Wahlkreisbüros werden beschädigt, Jugendliche eingeschüchtert und angegriffen. Die Opferberatung ezra spricht von einem “Angstraum”. An Häuserwänden, Stromkästen und Straßenlaternen, wer mit offenen Augen durch Eisenach geht, und die Symbole zu lesen weiß, erkennt die rechtsextremen Schmierereien und Aufkleber. “NS-Zone”, “Nazi-Kiez” – zum Teil sind die Schriftzüge mehrere Meter breit. Raymond Walk, CDU-Landtagsabgeordneter, ist von dem wachsenden Selbstbewusstsein der lokalen Neonazi-Szene alarmiert. Nazi-Zone Eisenach Bereits Anfang April hatte er mit mehreren Landtagsabgeordneten eine fraktionsübergreifende Pressemitteilung herausgegeben, um auf die Situation aufmerksam zu machen. Immer wieder seien in den letzten Monaten Wahlkreisbüros von Landtagsabgeordneten angegriffen und über Nacht beschädigt worden, sagt Walk. Dahinter vermutet er junge Rechtsextreme aus Eisenach. ” Wir wissen, dass sie Straftaten begehen, dass sie Sachbeschädigungen begehen, dass sie die Stadt vollschmieren, dass sie ihre Aufkleber verteilen, dass sie an Demonstrationen teilnehmen, und dass sie auch Übergriffe durchführen”, erzählt er. Aktuell nenne sich die Gruppe “Nationaler Aufbau Eisenach”. Kleine Neonazi-Gruppe mit wechselnden Namen Überall in der Stadt kleben die schwarzen Aufkleber der Gruppierung an den Straßenlaternen. Das Büro von Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Die Linke) antwortet auf Anfrage von MDR THÜRINGEN, man habe sich darum gekümmert, dass Graffiti, die von Rechtsextremen an Hauswände gesprüht worden seien, zumindest in Teilen des Stadtbildes verschwänden. “Eisenach ist und bleibt eine bunte, tolerante und weltoffene Stadt.” Vom Thüringer Amt für Verfassungsschutz heißt es zu den Aktivitäten des so genannten “Nationalen Aufbaus” auf MDR-Anfrage, bei der Gruppe handle es sich um eine informelle rechtsextremistische Gruppierung ohne feste Strukturen. “Der ihr zuzurechnende Personenkreis liegt im ein- bis niedrigen zweistelligen Bereich.” Im Raum Eisenach gebe es einen jugendlichen rechtsextremistischen Personenkreis, der seit ca. zwei Jahren unter wechselnden Gruppenbezeichnungen aktiv sei. Im Kern würde es sich dabei um den gleichen Personenkreis wie bei den Vorgängergruppierungen handeln. Die Gruppe sei dem antikapitalistisch ausgerichteten Neonazi-Spektrum zuzurechnen. Auf der Homepage des “Antikapitalistischen Kollektivs” sei die damalige “Jugendoffensive WAK” weiterhin verlinkt. Mit Popkultur und Jutebeutel für die “Volksgemeinschaft” Unter dem Namen “Antikapitalistisches Kollektiv” mit dem die Eisenacher Neonazis vernetzt sind, versuchen junge Rechtsextreme den Image-Wechsel. Wie vor ein paar Jahren schon die so genannten “Autonomen Nationalisten” bedienen sich auch die Gruppen des “AKK” linker und popkultureller Symbolik jenseits des Skinheadklischees. Jutebeutel und vegane Ernährung, Antikapitalismus und soziale Revolution. Sogar für die Proteste gegen die Eröffnung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt und aktuell zu den Protesten gegen den G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg mobilisieren die Neonazi- Gruppen auf Facebook. Hinter der Rhetorik von sozialer Gerechtigkeit steckten aber ein völkisches Weltbild und der Wunsch nach einem “Nationalen Sozialismus”, sagt Stefan Heerdegen von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Thüringen (Mobit). Die jungen Neonazis seien bundesweit vernetzt, würden sich zeitgemäß und extrem militant geben. Bereits bei den Neonazi-Aufmärschen am 1. Mai in Saalfeld und Plauen hatten die jungen Rechtsextremen des “AKK” Polizei und Gegendemonstranten angegriffen.

via mdr: “National befreite Zone” in Eisenach?

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