AfD und Facebook-Gruppe „Die Patrioten“ – Kein Diskurs mit Rechten

Mit Rechten reden heißt, sich auf ihre Inhalte einzulassen und sie zu legitimieren. Wie sinnlos das ist, zeigt die rechte Facebook-Gruppe „Die Patrioten“. Hier finden sich auch Abgeordnete der AfD. Die Kolumne. Nationalistisch-chauvinistische Gruppen dürfte es auf Facebook mehr geben als die AfD-Sachsen Mitglieder hat. Eine davon sind „Die Patrioten“, ein geschlossener Zirkel, der sich mit Deutschland-Fahnen und Adler auf bedrohlich dunklem Titelbild dem Untergang des Abendlandes entgegenzustellen behauptet.Verpönt seien verfassungsfeindliche Posts, betonen die Administratoren – wirft man jedoch einen Blick auf die Screenshots, die der Web-Aktivist Frank Stollberg öffentlich macht, kann die erlesene Gesellschaft getrost als rechtsradikales Sammelbecken bezeichnet werden. Neben AfD-Anhängern tummeln sich hier Neonazis und Verschwörungstheoretiker. Dort dürfen die „Patrioten“ kaum zitierfähig posten, wenn sie sich beispielsweise über ein deutsch-nigerianisches Paar auslassen: „Ich bin echt dafür, dass es eine Strafe für Rassenschande wieder gibt“, läuft in der Gruppe unter „harmlos“. Und mit einer auf der Plattform geposteten unerträglichen, die Shoah lächerlich machenden Verunglimpfung Anne Franks beschäftigt sich bereits die Staatsanwaltschaft. Pikant, dass (Stand 8. November 2017) 15 Abgeordneten des deutschen Bundestages sowie 33 Landtagsabgeordneten der AfD die Teilnahme an diesem Diskurs gestattet ist. Der bewegt sich nämlich durchaus auf Parteilinie, auch wenn sich im bald 28 000 Mitglieder zählenden Grüppchen – „Köter, bleib bei deiner Rasse“ – der ein oder andere selbst für einen Gauland im Ton vergriffen haben dürfte.

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