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„Identitäre“ in Halle – Gewalt, Einschüchterung und Verharmlosung – #noib #schauhin #prügelnazis #ibdeutschland

Das Amtsgericht Halle stellt ein Verfahren wegen Körperverletzung und Nötigung gegen Identitären-Kader Andreas K. ein. Nachts zuvor greifen die Rechtsextremen von ihrem Haus aus eine Personengruppe und zwei Polizisten an. Nachbarn organisieren sich gegen das braune Hausprojekt. Schon um 9Uhr haben sich 15 „Identitäre“ im Justizzentrum Halle versammelt. Vor dem Amtsgericht wird gegen ihr Mitglied Andreas K. verhandelt. Der Vorwurf: Nötigung und Körperverletzung. Zum dritten Mal muss K. hier erscheinen. Der Prozess scheiterte nach zwei Terminen im Juli 2017 an einer missachteten Frist und wird neu aufgerollt. Vor Prozessbeginn fotografiert Simon Kaupert – Internetgesicht der Rechtsextremen – alle, die er für politische Gegner hält. Auch Journalisten zählt er scheinbar dazu. Der Angeklagte Andreas K. betritt eine halbe Stunde vor Verhandlungsbeginn das Justizzentrum. Sein Anwalt ist Matthias Brauer, der für eine AfD-nahe Kanzlei arbeitet. Die AfD hält weiterhin am Abgrenzungsbeschluss zur „Identitären Bewegung“ fest. Der Betroffene R. ist mit seinem Anwalt als Nebenkläger vor Ort. 9:45Uhr beginnt die Verhandlung in einem der größten Säle des Amtsgerichtes. Bei den letzten beiden Terminen gab es Gerangel um die Plätze, Schubsereien im Publikum, Beleidigungen. Dazu kommt es diesmal nicht, fünf Beamte sichern den Flur. In der Nacht zuvor hatten sich die Identitären scheinbar genug abreagiert. Identitäre auf Menschenjagd, verletzte Polizisten In der Nacht vor dem Prozess, um 23Uhr, ruft eine Gruppe von fünf bis sechs Angetrunkenen politische Parolen vor dem Haus der Identitären. Die Rechtsextremen erwidern, eine gegenseitige Pöbelei entsteht. Laut Daniel M.*, Zeuge des Vorfalls, werden aus dem Haus der Identitären Flaschen auf die Gruppe geworfen. Die Polizei berichtet von gegenseitigen Flaschenwürfen. Sophie R.*, die in der Nähe des IB-Hauses wohnt, hört laute „Heil Hitler!“-Rufe. Daraufhin ist alles still. Daniel M. erinnert sich nicht genau – sagt aber auch, dass es der Hitlergruß gewesen sein könnte. Die Polizei hat Ermittlungen dazu aufgenommen. Zuletzt sollen die Betrunkenen „Ihr feigen Säcke, kommt aus eurem Haus raus!“ gerufen haben. Daniel M. beobachtet, wie sich die kleine Gruppe dann vom Haus entfernt. Zwei Personen, eine mit Tuch vor dem Mund, sieht er kurze Zeit später über den Steintorcampus der gegenüberliegenden Universität gehen. Zwei Zivilfahnder, wie die Polizei später bestätigt. Zu dem Zeitpunkt öffnet sich die Tür der Adam-Kuckhoff-Straße 16, das Haus der „Identitären Bewegung“ in Halle. Baseballschläger, eine Holzlatte und Pfefferspray haben die zwei „Identitären“ bei sich, die auf die Straße treten. Einer der Bewaffneten ist mit einer Skimaske vermummt. Der andere trägt einen weißen DDR-Polizeihelm, dazu einen Schild. Sie sind 27 und 29 Jahre alt. Ihre Körpersprache ist laut Augenzeugen äußerst aggressiv. „Beim Gehen wippten sie richtig vor Adrenalin“, sagt Daniel M., „Die hatten richtig Bock, jemandem auf die Fresse zu hauen. Das war Vorfreude.“ Die Zivilfahnder sehen die beiden Bewaffneten. Sie zücken ihre Ausweise, rufen den „Identitären“ zu, dass sie Polizisten sind, wollen sie stoppen. Den beiden Männern ist das egal. Sie sprühen einem Beamtem Pfefferspray ins Gesicht. Sie lassen nicht von den Polizisten ab. Die müssen ihre Pistolen ziehen, auf die Rechtsextremisten anlegen. Erst da geben die Identitären auf, werden festgenommen. Die Polizisten beschlagnahmen deren Waffen und die alte Polizeiausrüstung. Der Staatsschutz ermittelt wegen Landfriedensbruch und schwerer Körperverletzung (…) Mit Quarzsandhandschuhen werden die Identitären öfter gesichtet. Deren Gruppen patrouillieren durchs Viertel, schüchtern Anwohner ein, rempeln sie an, drohen ihnen. Sophie R.* erzählt, dass die Auseinandersetzungen meist auf nonverbaler Ebene stattfinden. „Die machen einem Platz zum Durchgehen, du musst zwischen denen durchlaufen. Da hat man automatisch Körperkontakt“, sagt die Anwohnerin. Das sei für viele äußerst unangenehm.

via störungsmelder: „Identitäre“ in Halle – Gewalt, Einschüchterung und Verharmlosung

siehe auch: Was nach dem Angriff auf das Haus der Identitären bekannt ist. Nach dem Angriff auf das Haus der Identitären in Halle und einem darauffolgenden Angriff auf Polizisten ist immer noch nicht klar, was sich genau am Montag abgespielt hat. Hier die verschiedenen Seiten.

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