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Berliner #AfD zwingt Jugendverbands-Vorstand zum Rücktritt – #schauhin

Ein einst mit Haftbefehl gesuchter Identitären-Aktivist stürzt die Junge Alternative in Berlin erneut in die Krise. Die AfD hat ein Ultimatum gestellt. Die Junge Alternative Berlin ist ohne Führung. Die Spitze des Berliner Landesverbandes der AfD zwang den neugewählten Vorstand der AfD-Nachwuchsorganisation vergangene Woche zum Rücktritt. Das erfuhr ZEIT ONLINE aus Parteikreisen. Die Junge Alternative Berlin ist seitdem als eigener Verband praktisch nicht mehr existent. Um die Organisation wiederzubeleben, müsste der Bundesverband der Jungen Alternative (JA) einen Notvorstand einsetzen, der dann wiederum eine Neuwahl organisieren könnte.
Hintergrund ist ein Machtkampf um den politischen Kurs des Jugendverbandes. Ende November hatte die Berliner JA auf dem 7. Landeskongress ihren Vorstand gewählt. Dabei wählten die etwa 70 Anwesenden das frühere Vorstandsmitglied Jannik Brämer erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden. Gegen Brämer läuft jedoch ein Parteiausschlussverfahren. Die Polizei hatte den früheren JA-Schatzmeister im Mai mit Haftbefehl gesucht. Die Polizei begann damals, gegen Brämer wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung zu ermitteln. Aufgefallen war er bei einer missglückten Protestaktion der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung: Etwa 50 Anhänger dieser völkischen Jugendbewegung hatten Mitte Mai versucht, für eine Protestaktion auf das Dach des Bundesjustizministeriums in Berlin zu klettern. Brämer soll vor dem Gebäude als Fahrer eines Transporters beinahe einen Zivilpolizisten umgefahren haben. Der Beamte musste zur Seite springen, um dem Fahrzeug auszuweichen. Er wurde verletzt. Brämer war kurze Zeit nach der Aktion selbst für Parteifreunde nicht mehr erreichbar. Als ZEIT ONLINE berichtete, dass die Polizei ihn per Haftbefehl sucht, erklärte er schriftlich seinen Rücktritt als Schatzmeister. (…) Auf der Wahlversammlung traf das Lager der Burschenschaftler und Identitären-Anhänger um Jörg Sobolewski auf die innerparteilich gemäßigteren Mitglieder um den scheidenden Landesvorsitzenden Thorsten Weiß. In dem Machtkampf überwog das Rechts-außen-Lager und wählte Brämer zum stellvertretenden Vorsitzenden. Ein Affront gegen die Landespartei, die zumindest öffentlich versucht, radikale Kräfte auf Abstand zu halten. Die Wahl Brämers löste im AfD-Landesvorstand Empörung aus. In Krisengesprächen wurde die neue JA-Spitze zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Anderenfalls werde man der JA den Status als Jugendorganisation der AfD Berlin aberkennen, hieß es. Am vergangenen Donnerstagabend gab es ein letztes Zusammentreffen, in dem “ziemlicher Klartext” geredet wurde. Nach kurzer Diskussion erklärte sich der JA-Vorstand für aufgelöst, wie ZEIT ONLINE aus Parteikreisen erfuhr.

via zeit: Berliner AfD zwingt Jugendverbands-Vorstand zum Rücktritt

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