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Attacke von rechtsaußen

Feuertod von Oury Jalloh: Sachsen-Anhalts AfD ruft Gleichgesinnte zum Stören der Gedenkdemonstration Anfang Januar in Dessau auf. Der Flüchtling Oury Jalloh wurde wahrscheinlich von Polizeibeamten ermordet. Davon geht inzwischen sogar der Dessauer Oberstaatsanwalt Folker Bittmann aus. Vieles deutet darauf hin, dass die Aufklärung über Jahre nicht nur von Polizei und Justiz, sondern politisch unterbunden wurde. Entsprechend hohe Wellen dürfte die geplante Gedenkdemonstration zum 13. Todestag des Opfers am 7. Januar 2018 in Dessau schlagen. Das missfällt Sachsen-Anhalts Rechtsaußenfront: Die AfD mobilisiert zu einer Gegenkundgebung. Sie will dem »linksautonomen Propagandaspuk ein Ende« bereiten, wie sie seit Donnerstag abend auf Facebook verbreitet. Im Visier der rechten Hardliner und ihrer Sympathisanten steht die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh. Etwa 100.000 gespendete Euro steckte sie in selbst finanzierte Gutachten und zwang so die Justiz, weiter zu ermitteln. Die AfD wirft ihr vor, den Feuertod des in der Zelle an Händen und Füßen Gefesselten als »Politshow« zu »missbrauchen«. Die Aufklärungswilligen betrieben »linkspolitische Leichenfledderei auf Steuerzahlerkosten«, machen der AfD-Fraktionsvorsitzende André Poggenburg und sein rechtspolitischer Sprecher im Magdeburger Landtag, Mario Lehmann, Stimmung. Lehmann ist selbst Polizist, er leitete bis 2016 die Polizeistation Ballenstedt. Im Oktober rechtfertigte der AfD-Mann den Feuertod damit, dass Oury Jalloh »wohl nicht ohne Grund in der Zelle gelandet« sei. Lehmann und Poggenburg zählen zum ultrarechten Flügel um Björn Höcke (Thüringen).

via jw: Attacke von rechtsaußen

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