Nach Angriff auf #Flüchtlingsheim – Rechte unterwandern #Cottbuser Sicherheitsbranche – #schauhin #kaltland #staatsversagen

Rekordverdächtige 52 Sicherheitsunternehmen mit 2.000 Beschäftigten sind in Cottbus gemeldet. Einige Wachschützer, die zum Beispiel auch Flüchtlingsheime oder Stadtfeste bewachen, haben Verbindungen zur rechten Szene. Im Mai des vergangenen Jahres wurde mitten in Cottbus eine Studentin aus Ägypten angefahren. Sie starb drei Tage später an ihren Verletzungen. Noch blutend auf der Straße liegend soll sie verhöhnt und rassistisch beschimpft worden sein. Das sagten mehrere Zeugen aus. “Linke Fotze…große Fresse…ich komme Dich besuchen” Als “linke Fotze” wurde dann eine der Zeuginnen auf Facebook beschimpft. Und zwar von einem gewissen Tonny S*. Für diejenigen, die das nicht so sahen wie er, hatte Tonny S. unschlagbare Argumente: “Hab hier nicht so große Fresse … Cottbus ist kleiner als Du denkst”, “ich komme Dich besuchen…” oder “Es wird schwer für Dich werden, einkaufen zu gehen…”. Tonny S. ist Kampfsportler. Er postet Aktionen der rechtsextremen “Identitären” im Netz, er liked rechtsradikale Websites, er ist befreundet mit vielen stadtbekannten Neonazis und er hat für die Vollversammlung der IHK Cottbus kandidiert. Denn Tonny S. ist Unternehmer und Geschäftsführer eines in der Stadt bekannten Sicherheitsunternehmens. (…) Das Geschäft mit den Flüchtlingen läuft also. Und das Sicherheitsunternehmen von Tonny S. hat dabei Partner: Den Verein Kickbox – Team Cottbus 09 zum Beispiel – bekannt aus der Presse als Sammelbecken für Neonazis und rechtsextreme Hooligans. Ein Cottbuser Rocker verprügelt Flüchtlinge Mit Tonny S. ist auf Facebook unter anderen ein gewisser Anton P*. befreundet – ein Hells Angel, der vor gar nicht langer Zeit erst in Karlsfeld in Bayern als Mitarbeiter eines Cottbuser Sicherheitsunternehmens Flüchtlinge verprügelt haben soll. Deswegen wurde er vor dem Amtsgericht Dachau angeklagt. Zuvor stand Anton P. bereits zwölf Mal vor Gericht: unter anderem wegen Diebstahls, Hehlerei, gefährlicher Körperverletzung, Erpressung und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Ein bemerkenswerter Lebenslauf für eine Security-Kraft im Flüchtlingsheim. (…) So vielleicht auch im Fall der in der Neujahrsnacht in der Zielona Gòra Straße verprügelten Afghanen. Denn nach rbb-Recherchen gibt es in der Security-Firma, die von der Stadt beauftragt wurde und für den Wachschutz in der Flüchtlingsunterkunft zuständig ist, mindestens einen Mitarbeiter mit Verbindungen zur rechten Szene. Und seit Monaten schon hat die zuständige Fachabteilung Kenntnis davon, dass das beauftragte Chemnitzer Unternehmen für die Nachtschichten offensichtlich ein weiteres Subunternehmen beauftragt.

via rbb24: Nach Angriff auf Flüchtlingsheim – Rechte unterwandern Cottbuser Sicherheitsbranche

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