Kirchliches Arbeitsrecht – Beliebte Erzieherin muss gehen – weil sie eine Frau heiratet – #schauhin #kaltland #fundamentalisten #parallelgesellschaft #gaubensfanatiker

Der katholische Kindergarten in Kleinschwarzenlohe will Lisa Nicklas nur dann weiterbeschäftigen, wenn sie ihre Hochzeit mit ihrer langjährigen Partnerin Julia Feißner abbläst. Im katholischen Kindergarten in Kleinschwarzenlohe, einem 2.000-Einwohner-Dorf in der Nähe von Nürnberg, sind verheiratete Lesben und Schwule als Erzieher unerwünscht Der katholische Kindergarten im Kinderhaus Kleinschwarzenlohe will den befristeten Arbeitsvertrag mit der Erzieherin Lisa Nicklas nicht verlängern, nachdem sie angekündigt hatte, ihre langjährige Lebenspartnerin Julia Feißner zu heiraten. Dies berichtete am Samstag das “Schwabacher Tagblatt”.
Im Namen der katholischen Kirchenstiftung Kornburg, der Trägerin des Kindergartens, habe ihr Pfarrer Franjo Skok zu verstehen gegeben, dass er ihr zwar ein sehr gutes Arbeitszeugnis schreiben werde, eine Vertragsverlängerung im Falle einer gleichgeschlechtlichen Hochzeit jedoch nicht in Frage komme, berichtete Nicklas. Von der Regionalzeitung wird die 31-Jährige als “liebevolle und geschätzte Erzieherin” beschrieben.
Ihre Lebensgefährtin Julia Felßner kritisierte das Verhalten der katholischen Kirche als scheinheilig: “Wenn wir heimlich heiraten würden, wäre es aus Sicht der Kirche in Ordnung. Weil wir aber öffentlich zu unserer Liebe stehen, muss sich Lisa nun einen neuen Job suchen. Das ist ungerecht”, erklärte die Hockey-Bundesligaspielerin gegenüber dem “Schwabacher Tagblatt”.

via queer: Kirchliches Arbeitsrecht – Beliebte Erzieherin muss gehen – weil sie eine Frau heiratet

siehe auch: Katholische Kirche will keine lesbische Erzieherin. Lisa Nicklas muss sich nach Heirat einen neuen Job suchen. Die Entscheidung ist unumstößlich: Lisa Nicklas wird 2018 heiraten. Freunde und Familie freuen sich mit der Erzieherin. Ihr Arbeitgeber, die katholische Kirche, legt ihr dagegen wegen der Hochzeit nahe, sich nach einem neuen Job umzusehen. Denn Lisa Nicklas heiratet eine Frau. Und das passt – noch nicht – ins Weltbild der katholischen Kirche. Lisa Nicklas ist Erzieherin im katholischen Kindergarten in Kleinschwarzenlohe. Sie selbst sagt, dass sie ein tolles Verhältnis zu ihren Kolleginnen, zu den Kindern, zu den Eltern habe. Eltern bestätigen diese Einschätzung. Eine “liebevolle und geschätzte Erzieherin” sei Frau Nicklas, betont eine Mutter, die ihren Namen aber lieber nicht in der Zeitung lesen will, im Gespräch mit dem Schwabacher Tagblatt. “Die Kinder sind gerne bei ihr.” Es sei ungemein schade, dass eine solch gute Kraft gehen müsse. Mit offenen Karten gespielt Doch um fachliche Qualitäten geht es hier nicht. Lisa Nicklas konnte als Erzieherin im Kindergarten so lange problemlos arbeiten, so lange sie nur mit ihrer Lebensgefährtin Julia Felßner zusammenlebte. Das haben alle gewusst, und das war nie ein Problem. “Ich habe da immer mit offenen Karten gespielt”, sagt die 31-jährige Schwabacherin, die in dieser Woche Geburtstag gefeiert hat. (…) Die Diözese Eichstätt verweist auf Nachfrage in diesem Fall auf einen wichtigen Leitfaden, die “Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse”. Darin heißt es in Artikel 5 explizit, dass das Eingehen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ein Loyalitätsverstoß ist. Allerdings muss das nicht zwangsläufig zu einem Rauswurf führen. “Die Möglichkeit einer Weiterbeschäftigung” hänge “von der Abwägung der Einzelfallumstände ab”. Die Abwägung ist im Fall Kleinschwarzenlohe allerdings offenbar zu Ungunsten von Lisa Nicklas ausgefallen. Die 31-Jährige macht das traurig. “Eine der schönsten Vorstellungen unseres Glaubens ist doch, dass vor Gott alle Menschen gleich sind. Und dass Gott jeden liebt”, sagt die Erzieherin. “Dieses Bild ist zerplatzt wie eine Seifenblase.”

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