Gegenwind für Pegida bei Demonstration in Nürnberg

Am Sonntag feierte der Nürnberger Pegida-Ableger sein dreijähriges Bestehen. Gegenwind bekamen die Rechtspopulisten von den Anhängern des Bündnisses Nazistopp und der Gewerkschaft Verdi. Es hat mittlerweile etwas von einem Familientreffen: Viele Teilnehmer der Gegendemonstration begrüßen sich mit Handschlag, ein junger Mann verteilt selbstgebackenen Marmorkuchen mit Schokoguss, ein anderer Trillerpfeifen. Der Sänger Kriemhild singt eine deutsche Version von John Lennons Friedens-Hymne “Imagine”. Seit drei Jahren stellt sich die bunt gemischte Gruppe aus (unter anderem) bürgerlicher Mitte, Antifa-Jugend und Alt-68ern den mühsam aus dem ganzen Bundesgebiet zusammengetrommelten Pegida-Anhängern entgegen. Etwa hundert Demonstranten hatten sich zum dreijährigen Pegida-Bestehen auf dem Jakobsplatz versammelt. Auf der anderen Seite protestierten Anhänger des Bündnisses Nazistopp und der Gewerkschaft Verdi mit Trillerpfeifen, Motivschirmen und Gitarrenspiel. Die waren am Sonntag tatsächlich mal etwas zahlreicher als sonst, was wohl dem Anlass geschuldet ist: 110 zählte die Polizei, diese Zahl scheint indes etwas hoch gegriffen. 80 bis 100 dürften es nach NZ-Schätzungen auf beiden Seiten gewesen sein. Während der Reden auf Pegida-Seite läuteten traditionell die Glocken der Jakobskirche Sturm, die Trillerpfeifen des Bündnisses Nazistopp taten ihr Übriges, um die populistischen Beiträge zu übertönen.

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