Hetze gegen Muslime: Nürnberger NPD-Mann verurteilt

Der Mann blieb auch nach dem Urteil völlig uneinsichtig. Weil er Muslime in einem Facebook-Beitrag als “pervers” und “Kinderschänder” bezeichnet hat, musste sich NPD-Funktionär Frank Auterhoff aus Nürnberg vor Gericht wegen Volksverhetzung verantworten. Im Juli 2017 hatte er geschrieben, dass es im Koran heiße, dass Mädchen ab der Menstruation als Frau gelten und ab dann ein Kopftuch tragen sollen. Das bedeute für ihn, dass schon neun- oder zehnjährige Mädchen “zum Heiraten freigegeben” würden und “als Frau dienen sollen”. Dann folgte der Satz, um den es im Prozess ging: “die aussage eines Moslems das ist unser Glaube also bin ich der Meinung sind die alle Pervers und Kinderschänder”. (Wortlaut des Facebook-Kommentars) Eine Redakteurin der Nürnberger Zeitung hatte einen Hinweis zu dem Beitrag bekommen und zeigte Auterhoff, der der Polizei als Anmelder von NPD-Infoständen bekannt ist, an. In der Verhandlung gab dieser zu, dass der Beitrag von ihm stamme. Denn er finde Sex mit Minderjährigen pervers und das sei in Deutschland verboten. Richter Armin Eberl meinte, dass das nicht der Punkt sei, denn natürlich sei das in der Bundesrepublik verboten. “Nicht jeder Muslim hat Sex mit Minderjährigen”, betonte Eberl. Aber genau diesen Eindruck erwecke der Beitrag des Angeklagten. Auterhoff beharrte zudem darauf, dass er nur aus einem vorangegangenen Beitrag eines Imams zitiert hatte. Aber weder der Kriminalbeamte, der ihn vernommen hatte, noch die Redakteurin, erinnerten sich an einen solchen Beitrag. (…) Richter Armin Eberl folgte dem Strafmaß, verringerte die Auflage aber auf 1000 Euro, da Auterhoff nur wenig verdiene und Unterhaltskosten für eines seiner Kinder zahlen muss.

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