Wegen Körperverletzung vor Gericht – AfD-Mann soll in Ulm einem 17-Jährigen in den Brustkorb getreten haben

Am Mittwoch, 9. Mai, begann vor dem Amtsgericht Ulm die Verhandlung gegen das AfD-Mitglied Walter S. aus Ulm wegen Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, bei einer Wahlkampf-Veranstaltung einem damals 17-Jährigen in den Brustkorb getreten zu haben. Verteidiger Dubravko Mandic aus Freiburg möchte „Waffengleichheit“ herstellen und weitere Zeugen aus der AfD vernehmen lassen. Unter ihnen ist der verurteilte Bankräuber Markus M. aus Ulm. Er war Landtagskandidat für die rechtsextreme FAP im Wahlkreis Ehingen. Der Vorfall, über den verhandelt wurde, ereignete sich am Samstag, 29. Juli 2017, in der Ulmer Fußgängerzone. Eine Handvoll junger Menschen wollte wohl in einer spontanen Aktion einen blauen Kreidekreis um einen Wahlkampfstand der AfD ziehen, um auf den sogenannten „Tatort Rassismus“ aufmerksam zu machen. Unter ihnen war auch der damals 17-jährige Johannes R. aus Ulm. Als er und eine weitere Person begannen, einen Kreis aufzumalen, sei es zu einem Tumult gekommen. In ihm habe ihm der Angeklagte einen Fußtritt in den Oberkörper versetzt. Da er noch in der Hocke war, sei er wegen des Tritts nach hinten auf den Boden gefallen.Eine Zeugin, die den Vorfall von einem angrenzenden Café aus beobachtete, wählte nach eigener Aussage sofort den Notruf der Polizei. Sie sagte aus, dass der Angeklagte zwei Mal kraftvoll zugetreten habe. Auf die Frage des Richters, wo Johannes R. getroffen wurde, antwortete die Zeugin: rechts. Verteidiger Mandic ergänzte mit einem süffisanten Lächeln „wo sonst“.

via beobachternews: Wegen Körperverletzung vor Gericht – AfD-Mann soll in Ulm einem 17-Jährigen in den Brustkorb getreten haben

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