#AfD sperrt SZ aus, Erdinger Anzeiger zeigt sich solidarisch – #pack #pressefreiheit #zensur

Die AfD Erding greift die Pressefreiheit an. Sie will die Süddeutsche Zeitung von all ihren Veranstaltungen aussperren – weil sie der AfD zu kritisch ist. Der Erdinger/Dorfener Anzeiger zeigt Solidarität mit den Kollegen und verurteilt den Angriff auf die Pressefreiheit aufs Schärfste Dieser Vorgang ist unerträglich und nicht zu akzeptieren: Der Kreisverband Erding der Alternative für Deutschland (AfD) ist mit der Berichterstattung der Erdinger Lokalausgabe der Süddeutschen Zeitung unzufrieden und will sie ab sofort von der Berichterstattung ausschließen. Das hat Kreisvorsitzender Wolfgang Kellermann der SZ-Redaktion am Samstag in einem Offenen Brief mitgeteilt, der auch auf der Facebook-Seite der AfD veröffentlicht wurde. Darin wird der SZ-Redaktion Haus- und Fotografierverbot bei sämtlichen AfD-Veranstaltungen erteilt. Der Erdinger/Dorfener Anzeiger akzeptiert dieses zutiefst undemokratische Verhalten in keiner Weise und zeigt sich mit den Kollegen der Süddeutschen solidarisch. Wir beziehen das Verbot auch auf uns. Das heißt: Wir werden ab sofort keine AfD-Veranstaltungen mehr besuchen und nicht mehr über diese berichten. Der Erdinger/Dorfener Anzeiger verurteilt das Verhalten der AfD als Frontalangriff auf die Pressefreiheit. Die rechte Partei tritt Grundrechte mit Füßen. Sie versucht, Journalisten bei der Ausübung ihrer Tätigkeit zu behindern. Sie will freie Berichterstattung einschränken und unterdrücken. Deshalb ist es für den Erdinger/Dorfener Anzeiger selbstverständlich, sich an die Seite der Kollegen zu stellen, um zu zeigen: Angriffe auf eine Redaktion treffen alle Medien.

via merkur: AfD sperrt SZ aus, Erdinger Anzeiger zeigt sich solidarisch

siehe auch: AfD erteilt Süddeutscher Zeitung Hausverbot. Die SZ soll nicht mehr über Erdinger Veranstaltungen berichten dürfen. Der Bayerische Journalistenverband nennt das Vorgehen “antidemokratisch”. Im Landkreis Erding soll die Süddeutsche Zeitung künftig nicht mehr von Veranstaltungen der Alternative für Deutschland (AfD) berichten dürfen. Der örtliche Kreisverband der Partei hat allen ihren Reportern und Fotografen ein entsprechendes Hausverbot erteilt. Das schrieb der AfD-Kreisvorsitzende Wolfgang Kellermann am Samstag der Erdinger SZ und veröffentlichte seinen Brief auch im Internet. Darin beklagt er “hetzerische Denunzierung und Diffamierung” durch die Zeitung. Die Erdinger Funktionäre der AfD stünden ihr auch für “keinerlei Anfragen und Interviews” zur Verfügung. Dies hatte Kellermann bereits im Februar der Erdinger SZ mitgeteilt. Der Bayerische Journalistenverband nannte das Vorgehen “antidemokratisch”, sein Vorsitzender Michael Busch sagte am Sonntag: “Das geht gar nicht und hat mit Pressefreiheit nichts zu tun.” Sie impliziere, dass Journalisten uneingeschränkt Zugang bekämen zu allem, was berichtenswert sei. Ihm sei auch kein vergleichbarer Vorgang in Bayern bekannt, dass gegen Vertreter eines Mediums geschlossen ein Hausverbot verhängt worden sei. Im aktuellen Fall war Auslöser offenkundig die Berichterstattung der SZ über eine AfD-Veranstaltung vorvergangene Woche in Dorfen (Landkreis Erding). Gegen einen Auftritt des AfD-Bundestagsabgeordneten Hansjörg Müller in einem Gasthaus protestierten viele Dorfener, indem sie sich in so großer Zahl in den Saal setzten, dass für AfD-Anhänger kaum noch Platz blieb. Während der Veranstaltung zückten sie immer wieder rote Karten.

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