#AfD -Demo am 1. Mai in #Querfurt – #Polizei ermittelt nach #Morddrohungen – #schauhin #kaltland #pack

Nach Drohungen gegen einen Journalisten am Rande der AfD-Demonstration am 1. Mai in Querfurt hat die Polizei nun Ermittlungen wegen Bedrohung aufgenommen. Wie die Polizeidirektion Süd mitteilte, ermittle man gegen unbekannt. Nähere Angaben wollte die Polizei allerdings nicht machen.
Der Journalist Henrik Merker, der etwa für den „Störungsmelder“ von Zeit online schreibt, hatte nach der AfD-Demo am Maifeiertag erklärt, von Teilnehmern der Veranstaltung insgesamt fünf Mal mit Todesdrohungen bedacht worden zu sein. Die Drohung eines älteren Herren hielt er sogar auf einem Video fest, das er mittlerweile auch online gestellt hat.

via mz web:AfD-Demo am 1. Mai in Querfurt Polizei ermittelt nach Morddrohungen

siehe dazu auch: AfD und Neonazis: Hass statt Bürgerlichkeit (2. Mai 2018). Hetzparolen, Morddrohungen gegen Journalisten: Der Tag der Arbeit wird zur Bühne der AfD – die dafür gemeinsame Sache mit Neonazis macht. Erster Mai, traditioneller Tag der Arbeit. Die rechtspopulistische AfD nennt ihn anders: „Tag der Patrioten“. In elf Städten hat die Partei zu Kundgebungen und Demonstrationen aufgerufen. Bekannte Parteifunktionäre und Abgeordnete sollen Publikum anziehen, so auch in Querfurt. Dort eskaliert im Laufe des Feiertags die Demonstration, Rangeleien mit Polizisten und Drohungen gegen Reporter folgen. Den Einheizer gibt Hans-Thomas Tillschneider, Abgeordneter der Partei im Landtag von Sachsen-Anhalt. Er trägt Megafon zum Anzug. Andere geben sich keine Mühe, seriös zu wirken. Eine Gruppe aus AfD-Anhängern brüllt Journalisten und Abgeordneten anderer Parteien Beschimpfungen wie „Schwuchtel!“ und „Hühnerficker!“ entgegen. Als Polizisten das aggressive Trüppchen umstellen, ruft ein braun gebrannter Herr mit Vokuhila: „Jetzt kommt die Waffen-SS, endlich!“ – die Beamten sollten „die Zecken hier nieder machen“, brüllt er, meint damit die Reporter. Dann starrt er auf einen Journalisten, legt den Finger an die Kehle und zeigt eine Halsabschneide-Geste. Den Beamten gegenüber kann er sich nicht ausweisen, muss seine Fingerabdrücke dalassen. Als er von der Kontrolle zurückkommt, applaudieren seine Gesinnungsbrüder. (…) An der linken Seite des Front-Transparents steht Frank Pasemann, Bundestagsabgeordneter der AfD. in der Mitte steht Tillschneider mit seinem Megafon. Ein streng geschorener Kopf steht hinter den beiden, markige Stirnwulst und abstehende Ohren, Smartphone in der Hand. Es ist Alexander Kurth, Ex-Funktionär der Neonazi-Partei Die Rechte, der wegen Raub und Körperverletzung vorbestraft ist. Neben ihm steht Rolf Dietrich, früherer NPD-Kader und seit einigen Jahren bei Die Rechte aktiv. Stillstand. Vor den aufgereihten AfD-lern blockieren Polizisten die Straße, hinter ihnen die Sitzblockade. Eine Alternativ-Route wird geprüft. Den Demonstranten geht das nicht schnell genug, sie werden aggressiv, einer brüllt „Rotfaschisten!“ zu den Beamten. „Normal tät ich dich umbringen“, brüllt einer der Aktivisten einen Reporter an. „Räumen! Räumen! Wasserwerfer marsch!“fordert der Mob gegen die Sitzblockade. Plötzlich drängt alles nach vorn, die AfD-Abgeordneten gehen hinter dem Transparent auf die Polizisten zu, drücken, drängeln. Die Beamten geben nach, geben die Route kurz frei, die AfD läuft zehn Meter – dann ist Schluss, wieder. Behelmte Einheiten in Schutzmontur kommen angerannt.

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