Molotow-Cocktails auf Flüchtlingsunterkunft – Brandanschlag in Kremmen: Täter muss viereinhalb Jahre in Haft

Im Prozess um den Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Kremmen ist der Hauptangeklagte zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Damit bleibt das Gericht deutlich unter dem Strafmaß, das die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Im Prozess um den Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Kremmen ist der Hauptangeklagte zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 29-Jährige hatte gestanden, in der Nacht zu Ostersamstag 2017 zwei Brandsätze auf ein Haus der umzäunten Flüchtlingsunterkunft in Kremmen geschleudert zu haben. Er wollte den Bewohnern der Unterkunft “einen Schrecken” einjagen, sagte er damals vor Gericht. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt, zu dem Zeitpunkt lebten 70 Menschen in der Unterkunft. Das Landgericht Neuruppin befand den Angeklagten der versuchten schweren Brandstiftung für schuldig. Beim Strafmaß habe das Gericht zulasten des Angeklagten berücksichtigt, dass die Tat aus fremdenfeindlichen Motiven verübt worden sei, “die auf niedrigster Stufe stehen”, sagte eine Gerichtssprecherin nach der Urteilsverkündung am Donnerstag in Neuruppin. Die Tat sei zudem geeignet gewesen, “den öffentlichen Frieden ganz erheblich zu stören”. Die Staatsanwaltschaft sah den Straftatbestand der versuchten Tötung als erfüllt an und hatte deshalb eine weit höhere Freiheitsstrafe von neun Jahren und drei Monaten gefordert.

via rbb24: Molotow-Cocktails auf Flüchtlingsunterkunft – Brandanschlag in Kremmen: Täter muss viereinhalb Jahre in Haft

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