Lebenslange Haft für Beate Zschäpe

Im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe wegen zehnfachen Mordes verurteilt worden. Das Oberlandesgericht München stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Das Oberlandesgericht München hat Beate Zschäpe als Mittäterin an den Morden und Gewalttaten des “Nationalsozialistischen Untergrundes” (NSU) zur Höchststrafe verurteilt. Der Senat verhängte eine lebenslange Haftstrafe gegen die 43-Jährige. Er stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. Das Gericht verurteilte Zschäpe wegen Mordes, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und schwerer Brandstiftung. (…) Zschäpe hatte fast 14 Jahre lang mit ihren Freunden Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund gelebt. In dieser Zeit begingen die beiden Männer zehn Morde, die Raubüberfälle und verübten die Bombenanschläge. Mundlos und Böhnhardt erschossen sich am 4. November 2011 nach einem gescheiterten Banküberfall in Eisenach. Außer Zschäpe waren in dem Verfahren vier weitere Personen angeklagt. Das Gericht verurteilte Ralf Wohllebenals Waffenbeschaffer des NSU zu zehn Jahren Haft. Wohlleben wurde der Beihilfe zum Mord schuldig gesprochen. Holger G. wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Der Senat befand ihn der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung für schuldig. André E. erhielt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Das Oberlandesgericht verurteilte den 38-Jährigen wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Carsten S. wurde zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt. Er wurde der Beihilfe zum Mord in neun Fällen schuldig gesprochen, aber nach Jugendstrafrecht verurteilt, weil er zur Tatzeit noch Heranwachsender war

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Siehe auch: Verurteilt wegen zehnfachen Mordes. Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte wurden vor dem Oberlandesgericht München wegen Verstrickung in die NSU-Morde schuldig gesprochen. Die rechtsterroristische Vereinigung NSU hatte zehn Menschen ermordet, zwei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle verübt. Das Verfahren in München hatte im Mai 2013 begonnen.Das Oberlandesgericht München hat Beate Zschäpe für schuldig erklärt. Wegen zehnfachen Mordes bekommt sie eine lebenslange Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte für die Hauptangeklagte Zschäpe auf lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung plädiert. Ihre Verteidiger forderten dagegen eine sofortige Freilassung. Die vier Mitangeklagten Zschäpes wurden ebenfalls für schuldig befunden. Die Urteile im Überblick:

  • Ralf Wohlleben wurde wegen Beihilfe zum Mord zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der ehemalige NPD-Funktionär soll den NSU-Terroristen die Česká-Pistole beschafft haben, mit der sie neun Menschen ermordet hatten. Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft für Wohlleben gefordert.
  • Carsten Schultze wurde vom Gericht wegen Beihilfe zum Mord in neun Fällen zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt. Er hatte gestanden, dem NSU die Pistole übergeben zu haben. Vor Gericht hatte Schultze ausgesagt und Reue gezeigt. Er wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt, das er zum Zeitpunkt der Tat noch ein Heranwachsender war.
  • André Eminger wurde wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Er soll dem NSU-Trio geholfen haben, unerkannt im Untergrund zu bleiben. Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, ihn auch wegen Beihilfe zum Mord zu verurteilen.
  • Holger Gerlach wurde wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu drei Jahren Haft verurteilt. Er hatte zugegeben, dem NSU-Trio eine Waffe ausgehändigt und ihnen mit falschen Papieren geholfen zu haben. Die Staatsanwälte hatten fünf Jahre Haft gefordert

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