Europaweiter Streik gegen Ryanair

Der irische Billigflieger Ryanair bekommt den Zorn seiner Mitarbeiter nun richtig zu spüren: Wegen des größten Pilotenstreiks in der Geschichte der Firma muss Ryanair an diesem Freitag hunderte von Flügen streichen. 250 Flüge fielen allein in Deutschland aus. Hier ist der Schwerpunkt der Streikaktionen. 42.000 Passagiere sind betroffen. Der Streik begann um 3.01 Uhr an allen deutschen Flughäfen. Er soll bis Samstag früh um 2.59 Uhr andauern. Passagiere am Frankfurter Flughafen zeigten größtenteils Verständnis für den Streik der Piloten mitten in der Urlaubszeit. “Natürlich habe ich dafür Verständnis. Wenn sie irgendwann streiken, wo es niemanden betrifft, geht es ja am Ziel vorbei”, sagte Alexander Kusto, der mit Ryanair eigentlich nach Malaga fliegen wollte, der Nachrichtenagentur Reuters. Im Streit um eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen bei Europas größter Billigfluglinie legten auch Piloten in Belgien, Schweden und Irland die Arbeit nieder. Europaweit musste die Airline 400 Flüge streichen. In den Niederlanden können nach Ryanair-Angaben alle Flüge planmäßig stattfinden, obwohl das Unternehmen vor Gericht mit dem Verbot des Streiks scheiterte. Der irische Konzern hat es inzwischen mit Beschäftigten in verschiedenen Ländern zu tun: Vor zwei Wochen hatten Flugbegleiter in Portugal, Spanien und Belgien über zwei Tage zusammen rund 600 Flüge mit knapp 100.000 betroffenen Passagieren ausfallen lassen. Unter den europäischen Piloten haben bisher einzig die Iren an vier einzelnen Tagen die Arbeit niedergelegt. Ryanair hatte daraufhin den Abzug von sechs Jets samt 300 Arbeitsplätzen nach Polen angekündigt.

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