„100 vermummte Personen (rechts) suchen Ausländer“ – „Bis zur Bewusstlosigkeit“: Chemnitz-Opfer schockieren mit schlimmen Aussagen in ZDF-Sendung

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen von Rechtsextremisten in Chemnitz melden sich nun im ZDF-Magazin „Frontal21“ erstmals Opfer der Gewalt zu Wort. Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz melden sich erstmals Opfer der rechtsextremen Gewalt zu Wort. Am 26. August 2018 töteten offenbar Flüchtlinge einen Deutschen. Danach kam es in der Stadt zu Demonstrationen von Rechtsextremen. Videos aus Chemnitz zeigen mutmaßliche Hetzjagden auf Flüchtlinge. Ali S., einer der angegriffenen Flüchtlinge, berichtet, in einem der Angreifer einen Wachmann aus einer Flüchtlingsunterkunft in Chemnitz erkannt zu haben. „Als ich in meinem alten Flüchtlingsheim zu tun hatte und an der Ausweiskontrolle stand, kam mir das Gesicht des Security-Mannes bekannt vor“, sagt er. „Ich merkte, das ist der Mann, der mich gejagt und geschlagen hatte“, berichtete S. gegenüber des ZDF-Magazins Frontal 21. Der Wachmann arbeitete nach Recherchen des Politmagazins bei der Sicherheitsfirma Securitas, sei nach Aussagen des Unternehmens allerdings nach Bekanntwerden seiner Beteiligung an den Ereignissen in Chemnitz entlassen worden. Die Firma führe gegenüber Fremdenfeindlichkeit eine Null-Toleranz-Politik, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch ein weiterer Flüchtling aus Afghanistan wurde Opfer der rechtsextremen Gewalt. Dieser berichtet, dass er und seine Freunde von mehreren Männern gejagt wurden. Er sei von ihnen bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen worden. Erst als die Polizei vor Ort war, kam er wieder zu sich und wurde ins Krankenhaus gebracht. „Frontal21“ zitiert in dem Beitrag detailliert aus dem Polizeibericht. Beispielsweise heißt es darin laut ZDF für den 27. August um 21.42: „100 vermummte Personen (rechts) suchen Ausländer.“ Für 21.47 Uhr vermerkt der Bericht: “20 bis 30 vermummte Personen mit Steinen bewaffnet in Richtung Brühl, Gaststätte ‘Schalom’.” Die Gaststätte wurde später tatsächlich angegriffen.

via merkur: „100 vermummte Personen (rechts) suchen Ausländer“ – „Bis zur Bewusstlosigkeit“: Chemnitz-Opfer schockieren mit schlimmen Aussagen in ZDF-Sendung

siehe auch: Nach “Frontal 21”-Bericht – Neue Fakten zu #Chemnitz – Innenministerium immer mehr in Erklärungsnot – #schauhin #kaltland #staatsversagen. Nach neuen Erkenntnissen über die Ereignisse in Chemnitz am 27. August wächst der Druck auf das sächsische Innenministerium. Linke und Grüne im Sächsischen Landtag fühlen sich hinters Licht geführt und fordern Konsequenzen, mindestens im Polizeiapparat. Die CDU will abwarten, bis sich der Innenminister kommende Woche im Ausschuss erklärt. Was geschah wirklich am Abend des 27. August in Chemnitz? Nach den jüngsten Enthüllungen des ZDF-Magazins “Frontal 21” stellen sich viele Fragen neu. Zum Beispiel die, wann Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und sein Innenminister Roland Wöller wirklich über den Angriff auf das jüdische Restaurant “Schalom” und die Jagd nach Ausländern informiert wurden. Am Dienstag hatte das ZDF aus Polizeiprotokollen vom 27. August zitiert. Darin heißt es beispielsweise: 20:31 Uhr: “Theaterstraße 62: Personen ins Haus eingedrungen. Eine Person verletzt. Flaschenwurf.” 21.42 Uhr: “100 vermummte Personen ( rechts ) suchen Ausländer.” 21:47 Uhr: “20-30 vermummte Personen mit Steinen bewaffnet in Richtung Brühl. Gaststätte Schalom.” Dem ZDF-Bericht zufolge war der sächsischen Polizei also klar, dass es am Montag den 27. August 2018 mehrere Angriffe auf Einrichtungen und ein jüdisches Restaurant in Chemnitz gegeben hat; Polizeibericht aus Chemnitz – “Hundert vermummte Personen suchen Ausländer”. “Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd, und es gab keine Pogrome”: So bewertete Sachsens CDU-Ministerpräsident Kretschmer die Ereignisse in Chemnitz. Ein interner Polizeibericht legt etwas anderes nahe. Ein sogenannter interner Lagefilm der Polizei konterkariert Aussagen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) über die Ereignisse in Chemnitz. Die ZDF-Sendung “Frontal 21” konnte den Bericht nach eigenen Angaben einsehen und auswerten. Demnach hatte es die Polizei in Chemnitz am 27. August mit einer intensiven Bedrohungssituation zu tun: In dem Bericht ist demnach detailreich beschrieben, wie nach Demonstrationen der AfD und der rechtsgerichteten Bewegung “ProChemnitz” Gewalttäter durch die Stadt marodierten. Der Polizeibericht spricht von “Vermummten”, die sich “mit Steinen bewaffnen”, “Ausländer suchen” und ein jüdisches Restaurant überfallen

Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *