Fast 1800 Tote im MittelmeerJeder fünfte Flüchtling ertrinkt

Die Todesrate von Migranten im Mittelmeer ist so hoch wie nie zuvor. Aus UN-Statistiken geht hervor, dass knapp 19 Prozent der Flüchtlinge ihr Ziel auf diesem Weg nie erreichen. Beobachter geben der italienischen Regierung eine Mitschuld an diesem Zustand. Die illegale Überfahrt übers Mittelmeer von Libyen nach Italien ist für Migranten nach Einschätzung von Hilfsorganisationen und Beobachtern so gefährlich wie nie. Jeder fünfte Mensch, der versuche über diesen Seeweg zu fliehen, sterbe, teilte die Hilfsorganisation Sea-Watch mit. Damit sei die Todesrate auf dem Mittelmeer so hoch wie nie. Die Organisation beruft sich dabei auf Untersuchungen des italienischen Instituts für Internationale politische Studien (ISPI). Dieses geht auf Grundlage von offiziellen UN-Statistiken und eigenen Schätzungen davon aus, dass die Todesrate bei der Überfahrt von Libyen nach Italien im September bei 19 Prozent lag. In den Monaten zuvor lag sie demnach zwischen 0,1 und maximal 8 Prozent. Das Institut beruft sich dabei auf Zahlen von Toten und Vermissten im Vergleich zu den Menschen, die in Libyen illegal auf Flüchtlingsboote gestiegen sind.

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