Hass-Posts: Umstrittenes Mitglied verlässt #AfD – #hetzer

Austritt aus der Partei nach Bekanntwerden von Gewaltaufrufen im Netz. Der bisherige Ersatzrichter des AfD-Landesschiedsgerichts, Detlef Klatt, ist offenbar aus der Partei ausgetreten. Das teilte AfD-Landesvorstandsmitglied Ivo Teichmann der “Freien Presse” mit. “Herr Klatt hat schriftlich seinen Austritt erklärt und ist somit nicht mehr Mitglied der AfD”, sagte Teichmann am Donnerstagvormittag. Damit dürften auch die parteiinternen Schritte hinfällig sein, die der Zwickauer Kreisverband gegen den Waldenburger in die Wege leiten wollte. Klatt wird vorgeworfen, in sozialen Netzwerken Gewaltfantasien geäußert zu haben. Unter anderem erfolgte unter seinem Namen unter einem Artikel über Migranten, welche die spanische Grenze stürmten, die Äußerung: “Verstehe nicht, wieso die stolzen Spanier nicht mit Schnellfeuerwaffen reinhalten.” Die Zitate, die teils mehr als zwei Jahre zurückliegen, wurden von Internetnutzern zusammengetragen, nachdem das Zwickauer Grünen-Mitglied Wolfgang Wetzel auf eine Äußerung aufmerksam gemacht hatte.

via freie presse: Hass-Posts: Umstrittenes Mitglied verlässt AfD

siehe auch: Im Namen eines AfD-Politikers ruft ein VKontakte-Profil zu Lynchjustiz auf. Als ein Grünen-Politiker öffentlich machte, dass das Profil den Tod eines Journalisten verhöhnt, schickte der AfD-Mann seinen Anwalt. Sich im Ton zu vergreifen gehört inzwischen so sehr zur Grundausstattung von AfD-Politikern wie die Hunde-Krawatte zu Alexander Gauland. Auch die angebliche Lügenpresse als zentrales Feindbild pflegen viele Parteimitglieder seit Langem. Sich öffentlich über den Tod eines Menschen zu freuen, ist allerdings dann doch noch einmal ein anderes Level. Und dann einen Anwalt einzuschalten, wenn sich andere dagegen einsetzen, macht das Ganze nur noch absurder. Doch der Reihe nach. “Schön, eine Dumpfbacke weniger bei den Lügenmedien”, lauten die Worte, mit denen jemand auf dem russischen Facebook-Pendant VKontakte einen Artikel über den im Hambacher Forst tödlich verunglückten Journalisten geteilt hat. Der mutmaßliche Autor: Detlef Klatt, AfD-Mitglied aus Zwickau.
Entsetzt über den menschenverachtenden Kommentar verbreitete der Zwickauer Grünen-Politiker Wolfgang Wetzel einen Screenshot des Posts auf Facebook. Wenige Tage später schrieb Wetzel in seiner Timeline, dass er einen Brief vom Anwalt erhalten habe. Detlef Klatt werfe ihm wegen der “Veröffentlichung eines privaten Fotos” – gemeint ist wohl das Profilbild des Accounts – eine Urheberrechtsverletzung vor und fordere Schadenersatz. Wetzel solle zudem eine Unterlassungserklärung unterschreiben. Wetzel weigerte sich, den Beitrag zu löschen, und schrieb auf Facebook, Klatt sei eine “lokale Person der Zeitgeschichte” und könne sich nicht darüber beschweren, wenn jemand sein öffentlich gepostetes Profilbild teile. Dass Klatt darauf pocht, Wetzel habe seine Persönlichkeitsrechte verletzt, deutet darauf hin, dass es tatsächlich sein persönliches Profil auf vk ist und der Post wirklich von ihm stammt.

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