Lautstarker Protest gegen Mini-Naziaufmarsch in Kaiserslautern: Polizei räumt gewaltsam Blockade

In der Universitätsstadt Kaiserslautern demonstrierten am Samstag, 24. November, rund 350 AntifaschistInnen, Linke und andere BürgerInnen lautstark gegen einen „Mini-Naziaufmarsch“ bestehend aus 26 Neonazis. Zu der antifaschistischen Demonstration hatte das Bündnis „Kaiserslautern gegen Rechts“ aufgerufen. Die Polizei war vor Ort mit einem Großaufgebot. Sie räumte gewaltsam eine Sitzblockade gegen die Neonazis und nahm eine Person in Gewahrsam. Bei weiteren Blockaden der rechten Demoroute setze die Polizei ihre Kräfte ein, um die NazigegnerInnen zu vertreiben. Sie ermöglichte so den „Hetzmarsch“ der Neonazis gegen Geflüchtete, MigrantInnen, Linke und AntifaschistInnen. (…) Zu der rechten Demonstration hatte die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierung „Nationaler Widerstand Zweibrücken“ (NWZ) mit Unterstützung der Kameradschaft Rheinhessen und der Kleinstpartei „Die Rechte“ aufgerufen. Angeführt wurde der „Neonazi-Hetzmarsch“ von Detlef Walk (NWZ) und Florian Grabowski von der neonazistischen Kleinstpartei „Die Rechte“.
In der Karl-Marx-Straße kam es zu einer Sitzblockade gegen den „Hetzmarsch“. Die Blockade löste Zorn und Wut bei den Neonazis aus. „Wegräumen, wegräumen, wegräumen“, skandierten die gewaltbereiten „Hitler-Fans“. Die Polizei wollte offenbar den extrem rechten Aufmarsch durchsetzen. Als die Blockierenden der Aufforderung, die Straße frei zu geben, nicht nachkamen, ging die Polizei mit Gewalt gegen sie vor. Es kam zu Drängenleien und Faustschlägen. Auch Antifaschistinnen, die bereits am Boden lagen und wehrlos waren, wurden geschlagen und mit Gewalt weggetragen. Danach wurde eine Person von der Polizei in Gewahrsam genommen.
(…) An der extrem rechten Versammlung nahmen unter anderem drei Männer aus dem Saarland teil. Es handelt sich um Alexander Flätgen, enger Vertrauter von Sascha Wagner (ehemaliger NPD-Kader Rheinland Pfalz), mit dem er die „Bürgerinitiative Sulzbach wehrt sich“ gegründet haben soll und zwei Begleiter. Einer von beiden soll ebenfalls aus dem Kreis um Wagner stammen und bereits bei Aktionen von „Saarländer gegen Salafisten“ (SageSa) aufgetreten sein. Neben dem „Nationalen Widerstand Zweibrücken“ (Detlef Walk als Organisator und Redner) waren vor allem Neonazis von „Die Rechte“ Landesverband Südwest beziehungsweise Kameradschaft Rheinhessen anwesend. Florian Grabowski, Anführer von „Die Rechte“ und der Kameradschaft Rheinhessen trat als Redner auf. Neu mit dabei war eine Ortsgruppe namens „Lutra“ von Reconquista.

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