Bayerischer Landtag – Niemand will neben der AfD sitzen

CSU-Abgeordnete beklagen, sie seien im Landtag zwischen Freien Wählern und FDP “eingezwängt”. Um das zu ändern, sollen die Liberalen zur AfD aufrücken, die bisher rechts ganz alleine sitzt. Die FDP wehrt sich – und will lieber nach links umziehen. Im Landtag streiten sie gerade über wichtige Positionen, nicht inhaltlich, sondern wortwörtlich. Es geht um die Frage, an welcher Stelle die Abgeordneten im Plenum sitzen. Die CSU will die FDP nicht mehr neben sich sehen, sondern neben der AfD. Die FDP empfindet das als “Affront”. Auf den ersten Blick mag die Debatte profan erscheinen, schließlich kommt es doch darauf an, was ein Politiker im Landtag von sich gibt und nicht von wo. Auf den zweiten Blick aber hat die Sitzordnung in einem Parlament eine Symbolwirkung mit eigener Historie. So geht die Einteilung des politischen Spektrums in rechts und links auf die Verteilung der Sitze in der französischen Nationalversammlung von 1789 zurück. Genau diese Symbolwirkung fürchten die Liberalen, wenn sie in Zukunft nicht mehr neben der CSU sitzen sollen, sondern auf der anderen Seite des Ganges bei der AfD, im Block am rechten Rand.

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