AfD-Landeschef Junge: “Wer sich mit fragwürdigen Rechten einlässt, wird zur Rechenschaft gezogen“

Beim Parteitag in Bingen beschäftigt sich die rheinland-pfälzische AfD mit internen Rebellen, einem entmachteten Kreisvorstand und der Kommunalwahl. Ein geschasstes AfD-Mitglied hat derweil die Partei gewechselt.  Der rheinland-pfälzische AfD-Chef Uwe Junge hat in Bingen davor gewarnt, die Partei weiter nach rechts zu rücken. „Wer sich in unserer Partei mit fragwürdigen Rechten einlässt, wird von unserem Vorstand kalt und unnachsichtig zur Rechenschaft gezogen“, sagte Junge beim Parteitag in Bingen. Angesprochen dürften sich dabei der Konzer Jens Ahnemüller und Christiane Christen fühlen, gegen die die Partei ein Ausschlussverfahren führt. Beiden wirft der Landesvorstand Nähe zum Ex-NPD-Landesvizechef Sascha Wagner vor, was die Beschuldigten ablehnen. Junge sagte mit Blick auf eine drohende Beobachtung durch den Verfassungsschutz, kein Parteimitglied dürfe politischen Gegnern „den Verfassungsstrick liefern, an dem sie uns mit Wonne aufhängen wollen“. Statt Naziphobie zu schüren, müsse die AfD ihre bürgerlich-patriotische Linie fortführen. Wie sich die AfD inhaltlich weiter von rechts abgrenzen will , erwähnte Junge nicht.
Intriganten in der eigenen Partei nannte er einen „Narrensaum“, der nicht die Kraft habe, die AfD aufzuhalten. Helden seien nicht die an der Tastatur, sondern AfD-Mitglieder, die sich in Wahlkämpfen in Fußgängerzonen beschimpfen ließen. Konflikte gab es in den vergangenen Wochen mit dem Ex-Vizevorsitzenden des Birkenfelder AfD-Kreisverbandes, Mario Kuhn. Er wirft Junge regelmäßig „Psychoterror“ Facebook vor. Dieser habe ihn so unter Stress gesetzt, dass er am Montag unachtsam gewesen sei und seinen Kater habe ausbüchsen lassen, den seine Lebensgefährtin später tot im Hof fand. Über das soziale Netzwerk hatte er mehreren AfD-Politikern im Land angedroht, ihnen „das Leben zur Hölle“ zu machen. Junge zeigte Kuhn darauf an.
Über die Entmachtung des Birkenfelder Kreisvorstandes entscheiden heute die Mitglieder. Der Landesvorstand wirft den Ex-Vorsitzenden Gabriele Bublies-Leifert und Mario Kuhn vor, keine Protokolle, Rechnungsprüfung und Sitzungsberichte geführt zu haben. Den Kreisverband führen derzeit kommissarisch der Trierer AfD-Landtagsabgeordnete Michael Frisch und Schatzmeister Kai Dettmar. Der sagt: „Was uns manche Kreisverbände hinter die Theke werfen, ist unvorstellbar.“ Er kritisierte fehlende Kontoauszüge und „unleserliches Geschnörkel“.

via volksfreund: AfD-Landeschef Junge: “Wer sich mit fragwürdigen Rechten einlässt, wird zur Rechenschaft gezogen“

Symbolbild: Fragwürdiger Rechter; screenshot YT
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