” #NSU 2.0″ in #Frankfurt – #Staatsschützer decken mutmaßlich rechtsextreme Zelle in der #Polizei auf – #schauhin #terror

Sie schrieben sich rechte Nachrichten und spähten offenbar eine Anwältin aus: Bei der Polizei in Frankfurt ist eine mutmaßlich rechtsextreme Zelle aufgeflogen. Womöglich gibt es einen Zusammenhang zu einer Todesdrohung gegen eine Zweijährige. Das Drohschreiben, das Seda Basay-Yildiz am 2. August aus ihrem Faxgerät zog, war schlimmer als die üblichen. Die Frankfurter Rechtsanwältin verteidigt unter anderem den mutmaßlichen Bin-Laden-Leibwächter Sami A. und vertrat Opfer des NSU vor Gericht, Anfeindungen von rechts gehören zu ihrem Geschäft. Doch dass der “NSU 2.0” ankündigt, ihre Tochter zu “schlachten”, und dass sie daneben den Namen der Zweijährigen und ihre Privatadresse lesen muss, ging deutlich über das übliche Maß hinaus. Basay-Yildiz erstattete Anzeige – und hat damit womöglich zur Aufdeckung einer rechtsextremen Zelle bei der Frankfurter Polizei beigetragen.
“Ich konnte mir nicht erklären, woher der Verfasser des Schreibens diese Daten hat. Deshalb habe ich mich an die Polizei gewandt”, sagte die Anwältin der “Frankfurter Neuen Presse”. Wie die Zeitung schreibt, seien die Ermittler im Zuge ihrer Ermittlungen auf eine Gruppe aus fünf Polizisten des ersten Reviers gestoßen, gegen die nun ein Strafverfahren läuft. Zudem wird auch disziplinarrechtlich gegen sie ermittelt.
Es stellte sich nämlich heraus, dass von einem Computer in einer Innenstadtwache die Melderegistereinträge zu Basay-Yildiz abgefragt worden waren, offenbar ohne dienstlichen Grund. Die Polizisten, die zum fraglichen Zeitpunkt Zugriff auf den Rechner hatten, gerieten daraufhin ins Visier des ermittelnden Staatsschutzes. Die Arbeitsplätze der vier Polizisten und einer Polizistin wurden durchsucht, Handys und Festplatten beschlagnahmt. Bei der Auswertung der Geräte stießen die Staatsschützer per Zufall auf eine WhatsApp-Gruppe, über die die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” zuerst am Montag berichtet hatte. Über den Gruppenchat schrieben und lasen die Verdächtigen offenbar wochenlang rassistische Nachrichten, schickten sich Hitler-Bilder und Hakenkreuze. In welchem Umfang genau, ist bislang noch unklar. Angeblich sollen außer rechten Kommentaren auch “andere Themen” ausgetauscht worden sein.

via spon: “NSU 2.0” in Frankfurt – Staatsschützer decken mutmaßlich rechtsextreme Zelle in der Polizei auf

siehe auch: Rechtsradikale drohen Frankfurter Anwältin – Polizisten unter Verdacht? Eine NSU-Opfer-Anwältin erhält einen drastischen Drohbrief – die Ermittlungen des Staatsschutzes führen zu einer Polizei-Chatgruppe, in der auch Hitler-Bilder geteilt wurden. Die Ermittlungen gegen fünf Frankfurter Polizisten, die rechtsextreme Chat-Nachrichten ausgetauscht haben sollen, weiten sich aus. Laut dem Frankfurter Staatsschutz wurden die Ermittlungen durch einen Drohbrief an die Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz ausgelöst. Das Schreiben liegt der Frankfurter Neuen Presse* vor.
In diesem Drohbrief wird auch die private Adresse der Rechtsanwältin genannt. Staatsschutz-Ermittler entdeckten daraufhin, dass von einem Dienstcomputer im ersten Frankfurter Polizeirevier die Melderegister-Einträge von Basay-Yildiz abgerufen worden waren. Die Frankfurter Anwältin verteidigt Islamisten und trat im NSU-Prozess als Nebenklage-Vertreterin auf.

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