Rechtsextreme Polizisten in Frankfurt – Weitere Verdachtsfälle bei hessischer Polizei

Medienberichten zufolge sollen auch weitere Polizisten in Hessen mit rechtsextremem Gedankengut aufgefallen sein. Die Grünen fordern derweil ein Frühwarnsystem. Die Affäre um mutmaßliche rechtsextreme Netzwerke in der hessischen Polizei weitet sich offenbar aus. Wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” berichtete, sollen nicht nur Polizeibüros in Frankfurt am Main durchsucht worden sein, sondern auch eine Dienststelle im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Demnach sollen auch Polizisten anderer Präsidien durch rechtsradikales Gedankengut aufgefallen sein, was polizeiintern geprüft werde. (…) Der Professor für Polizeiwissenschaften an der Akademie der Polizei Hamburg, Rafael Behr, geht davon aus, dass es sich bei den Vorgängen in Frankfurt nicht um einen Einzelfall handelt. „Innerhalb der Polizei gibt es durchaus Milieus, die sich in solche Positionen versteigen und darin gefallen, extreme Ansichten zu teilen“, sagte Behr dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Es gibt immer wieder Vorfälle.“

via tagesschau: Rechtsextreme Polizisten in Frankfurt – Weitere Verdachtsfälle bei hessischer Polizei

siehe auch: Rechtsextreme in der Frankfurter #Polizei – Kriminologe: kein #Einzelfall – aber auch kein #Muster – #terror #polizeigewalt. Die Frankfurter Polizei wird vor einem Skandal erschüttert: Es soll dort ein rechtsextremes Netzwerk geben. Der Kriminologe Rafael Behr warnt davor, den Vorgang zu verharmlosen – sieht darin aber keinen Hinweis auf eine strukturelle Rechtslastigkeit der Polizei. Die Ermittlungen gegen das mutmaßliche rechtsradikale Netzwerk bei der Frankfurter Polizei hat nun das hessische Landeskriminalamt an sich gezogen. Vor einigen Tagen war bekanntgeworden, dass gegen vier Polizisten und eine Polizistin des 1. Frankfurter Polizeireviers wegen Volksverhetzung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole ermittelt wird. Die Beamten sollen sich gegenseitig fremdenfeindliche und rechtsextreme Bilder, Videos und Texte zugeschickt haben. Sie sind vom Dienst suspendiert worden; Rechtsextreme in Hessens Polizei – gibt es weitere Verdächtige? Fünf Polizisten sollen eine Anwältin von NSU-Opfern und ihre Tochter bedroht haben. Gegen sie wird ermittelt. Doch kurz nach Bekanntwerden dieses Falls von Rechtsextremismus bei der Polizei wird bekannt: Offenbar gibt es weitere Verdachtsfälle. Das rechtsextreme Netzwerk innerhalb der hessischen Polizei könnte größer sein als bisher angenommen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurden nicht nur in Frankfurt Büros von Polizisten durchsucht, sondern auch in einer Dienststelle im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Laut dem Bericht werden außerdem weitere Verdachtsfälle in anderen Präsidien polizeiintern geprüft. Der Tagesspiegel erfuhr aus Sicherheitskreisen, dass die Staatsanwaltschaft Verfahren gegen weitere Polizeibeamte eingeleitet haben soll. Von Seiten der Behörden gibt es noch keine Bestätigung.

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