Frankfurter Polizei-Skandal – Rechtsextreme WhatsApp-Gruppe hieß “Itiot” – #schauhin #polizeigewalt #terror

Hakenkreuze, Hitlerbilder, rechtsextremistische Karikaturen – rund fünfzig möglicherweise strafrechtlich relevante Nachrichten sollen sich laut einem Medienbericht die unter Verdacht des Rechtsextremismus stehenden Frankfurter Polizisten ausgetauscht haben. Die unter dem Verdacht rechtsextremer Umtriebe stehenden Frankfurter Polizisten sollen nach einem Bericht des Magazins “Spiegel” rund fünfzig möglicherweise strafrechtlich relevante Nachrichten ausgetauscht haben. Bei den über WhatsApp ausgetauschten Nachrichten soll es sich um Hakenkreuze, rechtsextremistische Karikaturen, Hitlerbilder und menschenverachtende Darstellungen von Flüchtlingen und Behinderten handeln. Ihrer Chat-Gruppe hätten die Teilnehmer den Namen “Itiot” gegeben. Dem Bericht zufolge prüfen die Ermittler, ob die verdächtigen Polizisten dienstlich mit einer Frankfurter Rechtsanwältin zu tun hatten. Ein Drohbrief gegen die türkisch-stämmige Juristin, die im “NSU”-Prozess als Nebenklägerin aufgetreten war, und ihr zweijähriges Kind hatte die Ermittlungen gegen die Beamten ins Rollen gebracht.

via hessenschau: Frankfurter Polizei-Skandal Rechtsextreme WhatsApp-Gruppe hieß “Itiot”

siehe auch: Rechtsextreme in der #Polizei – „Wir haben ein strukturelles Problem in unseren #Sicherheitsbehörden“ – #schauhin #polizeigewalt #terror. Bei der Vielzahl der rechtsextremistischen Vorfälle in Sicherheitsbehörden zeichne sich ein deutliches Muster ab, sagte der Publizist und NSU-Experte Tanjev Schultz im Dlf. Politik und Behördenchefs hätten bisher wenig Interesse daran gezeigt, dieses Problem zu erkennen und anzugehen. Sechs verdächtige Beamte wurden vom Dienst suspendiert. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz, und das nicht nur in der Wache in Frankfurt, sondern in mehreren Dienststellen der hessischen Polizei. Der Innenausschuss des hessischen Landtags hat getagt und der zuständige Minister versichert, es wird jedem Verdacht nachgegangen und mit aller Härte geahndet. Das Ausmaß des Skandals ist unklar und über allem schwebt die Frage, ob System hat, was hier gerade nach und nach ermittelt wird. Tanjev Schultz, Professor für Journalismus an der Uni Mainz und Publizist, hat unter anderem zum rechtsextremen NSU publiziert und ein Buch mit dem Titel „NSU – der Terror von rechts und das Versagen des Staates“ veröffentlicht. Ihn begrüße ich jetzt hier bei uns im Deutschlandfunk. Guten Morgen, Herr Schultz. „Eher ein strukturelles Problem“; Chatgruppe Itiot mit 50 möglichen rechtsextremen Nachrichten. Der “Spiegel” berichtet über Details der rechten Chatgruppe von Frankfurter Polizisten. Unter den Nachrichten sollen Hitlerbilder und Hakenkreuze gewesen sein. In einem Frankfurter Innenstadtrevier stehen mehrere Polizisten unter Rechtsextremismus-Verdacht. Jetzt sind nach einem Bericht des Spiegel rund 50 möglicherweise strafrechtlich relevante Nachrichten aufgetaucht, welche die Polizisten untereinander ausgetauscht haben sollen. Bei den über WhatsApp gesendeten Nachrichten soll es sich um Hakenkreuze, rechtsextremistische Karikaturen, Hitlerbilder und menschenverachtende Darstellungen von Flüchtlingen und Behinderten handeln, berichtete der Spiegel. Ihre WhatsApp-Gruppe trug demnach den Namen Itiot. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt derzeit gegen sechs Beamte des 1. Reviers.

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