Nicht erwünscht: #AfD -Politiker Jens Maier aus #Schauburg geworfen

Kaum besinnlich begann der Heiligabend in der Dresdner Schauburg: AfD-Politiker Jens Maier mischte sich unter die Filmvorführung des Roten Baum e.V.s. Der Verein tolerierte diesen Besuch nicht. Traditionell wird der Heiligabend in der Dresdner Schauburg schon am Morgen mit der Filmvorführung „Das Leben des Brian“ begonnen. Diese Veranstaltung organisiert der Rote Baum e.V. bereits seit vielen Jahren und mietet sich dafür in die Schauburg ein. In diesem Jahr gab es jedoch unerwünschten Besuch: Wie zunächst die Sächsische Zeitung berichtete, kam auch AfD-Politiker Jens Maier mit seiner Partnerin am Montagmorgen in die Schauburg, um sich den Film anzusehen. Doch so weit kam es nicht. Nach Beschwerden anderer Gäste soll der Veranstalter den Politiker des Saales verwiesen haben.

via dnn: Nicht erwünscht: AfD-Politiker Jens Maier aus Schauburg geworfen

siehe auch: Nach Beschwerden von Gästen: AfD-Rechtsaußen Maier wird Heiligabend aus Kino geworfen. Aufregung in einem Kino in Dresden an Heiligabend: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier wurde aus einer Filmvorführung in der „Schauburg“ geworfen. Zuvor hatten sich mehrere Besucher über die Anwesenheit von Maier und seiner Ehefrau beschwert, wie unter anderem die „Dresdner Neueste Nachrichten“ (DNN) berichten. Deshalb habe man von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht, wie der Veranstalter der DNN mitteilte. Bei der Kino-Vorführung in Dresden wird den Berichten zufolge traditionell am Morgen des 24. Dezember der Film „Das Leben des Brian“ gezeigt. Veranstalter sei der „Rote Baum e.V.“. Der Verein teilte der DNN mit: „Es ist keine öffentliche politische Diskussionsveranstaltung, vielmehr ein weihnachtliches Familientreffen. Es ist offensichtlich, dass Jens Maier und wir völlig unterschiedliche Einstellungen haben. Um weitere Provokationen zu verhindern, haben wir schließlich von unserem Hausrecht Gebrauch gemacht.“ Maier selbst bestätigte den Vorfall auf seinem Twitter-Account und schrieb: „Hier zeigte sich in aller Deutlichkeit, wie ‚tolerant‘ die ‚Toleranten: sind, die sich ihrer Behauptung nach für eine weltoffene Gesellschaft ohne Ausgrenzung einsetzen.“ Der freie Journalist Michael Bergmann war offensichtlich einer der Gäste. Er schrieb auf Twitter: „Wenn der Film im überfüllten Kinosaal am 24.12. gestoppt wird u AfD-MdB JensMaier u seine Reichsbürger-Frau unter Applaus aufgefordert werden, den Saal zu verlassen, dann weißt du, dass du im richtigen Kino bist.“; AfD-Richter Maier macht Wahlkampf. AfD-Politiker und Richter Jens Maier wird während einer Sondervorstellung aus einem Dresdner Kino verwiesen. Zur Beurteilung sollte man die Umstände und seine Vita nicht vernachlässigen. Jens Maier ist einer der überzeugt offen rechtsaußen lebenden Politiker der AfD. Er ist gewähltes Mitglied des Bundestages und gleichzeitig Jurist, was ja nicht unbedingt heißt, Freund der Grundpfeiler des Rechtsstaates zu sein. Maier hat sich diesbezüglich in der Vergangenheit schon irritierend geäußert, wenn er beispielsweise 2011 Verständnis für den Rechtsterroristen Anders Breivik aufbrachte, der 77 Menschen ermordet hat. Breivik sei aus „Verzweiflung heraus zum Massenmörder “ geworden, urteilte Maier auf einer Veranstaltung des Branchenblatts für Demokratie „Compact“, und die haben für Sensibelchen á la Maier (und Breivik?) scheint‘s immer ein offenes Ohr. Es sind einfach zu viele Leute in Europa, die nicht wie Maier oder Elsässer oder Breivik aussehen – da kann man schon mal die Kontrolle verlieren und linksgerichtete Jugendliche in einem Zeltlager liquidieren. Wer hier einen Zusammenhang herstellt, hat die moralische als auch rechtsstaatliche Ebene längst verlassen. Rechtsextreme haben in ihrem völkischen Wahn kein Unrechtsbewusstsein und Jens Maier vermutlich auch nicht. Zumindest versuchte er 2016 in seinem Richteramt erfolglos, den Wissenschaftler Steffen Kailitz auszubremsen, als Kailitz der NPD vorwarf, ein „rassistisches Staatsverbrechen“ zu planen. Zu diesem Schluss führten ihn unter anderem Aussagen wie: „Die Verleihung bedruckten Papiers (eines BRD-Passes) [verändert] ja nicht die biologischen Erbanlagen. … Angehörige anderer Rassen bleiben deshalb körperlich, geistig und seelisch immer Fremdkörper, gleich wie lange sie in Deutschland leben, und mutieren durch die Verleihung bedruckten Papiers nicht zu germanischstämmigen Deutschen.“ (…) Der Herr Jurist ist wohl keiner, der eine (de facto existente) multikulturelle Gesellschaft als aufrechterhaltend einstuft. Gleichwohl geht er gerne ins Kino und am 24. Dezember, prägnantes Datum nicht nur für Abendlandretter, bewusst in das Filmtheater „Schauburg“ in Dresden, übrigens mit Gattin Christina B., die von der Dresdner Justiz als „Reichsbürgerin“ eingestuft wird.
Da muss man nicht mal ‚Provokation‘ drüber schreiben, so offensichtlich ist diese selbstinszenierte Opferrolle des rechten Richters, der sich hier gegenüber dem „linksextremen“ Cineastenpack in seiner Blase bestens positioniert. „Nun zeigt mal, wie tolerant ihr seid!“, soll Maier laut Zeugen während der extra Vorstellung des „Leben des Brian“ gesagt haben. Organisiert vom „Roten Baum“, einem eingetragenen Verein für die Vermittlung von kulturellen Werten. Und die sind nun mal nicht völkisch.
Und Maier? Der testet die Schmerzgrenze der „Gutbürger“, wie sich seines Gleichen gerne abfällig äußern, einfach mal aus. Wahlkampf mit allen Mitteln Nun will aber selbst an Weihnachten neben einem rechten Provokateur niemand sitzen, und schon gar nicht während eines Monty-Python-Stücks. Also wurde er völlig zurecht des Saales verwiesen, sowas nennt man übrigens Hausrecht, welches die AfD selbst häufig für sich in Anspruch nimmt. Aber es ist Wahlkampf in Sachsen, und Maier versucht tatsächlich, die Ausgrenzungskarte der Gegenseite unterzujubeln. Das ist so offensichtlich inszeniert, dass man nur an den gesunden Menschenverstand appellieren kann, darauf nicht hereinzufallen.

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