SIMON WIESENTHAL CENTER – Liste mit Antisemiten veröffentlicht

Das Simon Wiesenthal Center (SWC) hat unter dem Titel »2018 Top Ten Worst Global Anti‐Semitic/Anti‐Israel Incidents« eine Auflistung der schlimmsten antisemitischen und antiisraelischen Vorfälle des Jahres weltweit veröffentlicht. An erster Stelle wird der antisemitische Attentäter von Pittsburgh genannt, Robert Bowers. Der 46‐jährige US‐Amerikaner hatte im Oktober dieses Jahres die Synagoge »Tree of Life« während des Schabbat‐Gottesdienstes gestürmt, elf Menschen ermordet und sechs Personen verletzt. »Alle Juden müssen sterben«, hatte er während des Attentats gebrüllt. NEONAZI »Bowers war ein bekennender Neonazi«, begründete das Simon Wiesenthal Center seine Entscheidung. »Nur eine Intervention des FBI verhinderte Anfang Dezember einen weiteren tödlichen Angriff auf eine Synagoge in Toledo. Dieser Angriff wurde von Damon Joseph geplant, einem fanatischen Bekehrten zum Islam und ISIS‐Anhänger.«
Platz zwei auf der Liste belegt der radikale afroamerikanische Islamist Louis Farrakhan. Der 85‐Jährige führt die religiös‐politische Bewegung »Nation of Islam« an und fällt seit Jahrzehnten regelmäßig mit juden‐ und israelfeindlichen Aussagen auf. »Die Juden haben einmal Jesus gehasst. Jetzt hassen sie mich«, gehört noch zu »gemäßigteren« Aussagen Farrakhans. »Die jüdische Lobby hat die US‐Regierung im Würgegriff«, »Wer waren die Feinde von Jesus? Die Juden!« und »Das Judentum ist eine scheiß Religion« gehören zu den etlichen Tiraden Farrakhans gegen das jüdische Volk. Die Gründung Israels bezeichnet er als »ungesetzlichen Akt« und »Lug und Trug«; Israel beraube die Palästinenser. BDS US‐amerikanische Universitäten landeten auf dem dritten Platz der Antisemiten‐Liste. Als Begründung führte das Wiesenthal Center »alarmierende antisemitische Angriffe an den Hochschulen an«. So waren zum Beispiel nach dem Mord in der Synagoge »Tree of Life« von Pittsburgh Hakenkreuze, antisemitische Graffiti und Poster an diversen Universitäten gefunden worden. Zudem sei die Einflussnahme der israelfeindlichen BDS‐Bewegung an US‐Universitäten bedenklich, so das Wiesenthal Center.
Wegen seiner diversen israelfeindlichen Parolen setzte das Wiesenthal Center den britischen Oppositionschef und Labour‐Politiker Jeremy Corbyn auf Platz vier seiner Liste. Corbyn steht seit geraumer Zeit wegen Antisemitismusvorwürfen regelmäßig in der Kritik. Jüdische Verbände werfen Corbyn vor, sich nicht genug von antisemitischen und israelfeindlichen Tendenzen in der Partei zu distanzieren.
In einem offenen Brief der wichtigsten jüdischen Vereinigungen im Vereinigten Königreich hieß es im März dieses Jahres, dass der Oppositionsführer »immer wieder auf Seiten der Antisemiten und nicht der Juden« gestanden habe. Corbyn gebe sich mit Menschen ab, »die offen antisemitische Ansichten äußern«, lautete ein weiterer Vorwurf.

via jüdische allgemeine: SIMON WIESENTHAL CENTER – Liste mit Antisemiten veröffentlich

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