Wie deutsche Neonazis in Ungarn der Wehrmacht huldigen

Jedes Jahr veranstalten Rechte einen „Gedenkmarsch“ für die „Schlacht um Budapest“. Es geht ums Netzwerken – verpackt als Sportevent. Neonazis aus Ungarn, Italien und auch Deutschland treffen sich seit Jahren im Februar in Ungarn. Sie gedenken mit einem „Marsch“ der „Schlacht um Budapest“ – und nutzen die Veranstaltung für ihre Propaganda Neonazis aus Ungarn, Italien und auch Deutschland treffen sich seit Jahren im Februar in Ungarn. Sie gedenken mit einem „Marsch“ der „Schlacht um Budapest“ – und nutzen die Veranstaltung für ihre Propaganda Es waren weniger als zwei Monate, von Ende April bis Mitte Juni 1944, in denen die deutschen Besatzer mit Hilfe der ungarischen Gendarmerie fast eine halbe Million Juden aus Ungarn in das Vernichtungslager Auschwitz deportierten. Männer und Frauen, Alte und Kinder, selbst schwer Kranke pferchten die Truppen in Viehwagons, organisiert von einem Stab rund um SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann. Schwache und Frauen mit kleinen Kindern vergasten die Deutschen sofort, nur wenige Menschen überlebten am Ende den Massenmord. Doch davon erwähnen die Veranstalter des „Ausbruch60“ nichts. Warum sollten sie auch? Sie sind selbst Rechtsextremisten, huldigen seit Jahren mit einem „Tag der Ehre“ und einem als Wehrsportübung verpackten „Gedenkmarsch“ der Wehrmacht und der Armee der ungarischen Regierung, die während des Zweiten Weltkriegs ein Alliierter der Nationalsozialisten war. So auch an diesem Februarwochenende. Wie in der Vergangenheit werden vermutlich etliche Neonazis aus Osteuropa, Italien und Schweden nach Ungarn reisen. Dutzende allein aus Deutschland. Doch bisher hat dieses große Treffen der Neonazi-Szene hier kaum jemand auf dem Schirm. Im Winter 1944/1945 belagerte die sowjetische Armee Budapest. Tausende Soldaten waren eingekesselt. Mitte Februar 1945 beschloss ein SS-General einen Ausbruchsversuch mit rund 40.000 deutschen und ungarischen Truppen. Nur 700 sollen überlebt haben. (….) Vor allem für die deutsche Neonazi-Szene ist das Gedenken an die Wehrmacht interessant. Unter den deutschen Rechten, die nach Ungarn pilgern, sind laut Teilnehmerliste etwa ein rechtsextremer Hooligans aus Dortmund, ein Chemnitzer Neonazi, Mitglieder von Kameradschaften, der Neonazi-Partei „Der III. Weg“ und der NPD. In der rechten Zeitschrift „N.S. heute“ heißt es 2018, dass auch Netzwerke wie „Hammerskins“, das „Nordic Resistance Movement“ und die in Deutschland verbotene Organisationen wie „Blood&Honour“ Anhänger zum „Gedenkmarsch“ schickten.

via morgenpost: Wie deutsche Neonazis in Ungarn der Wehrmacht huldigen

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