Weil er telefonierte, wurde Moussa S. von Pärchen rassistisch beleidigt – #schauhin #kaltland #pack

Moussa S. (40) wollte nur in Ruhe mit seiner Mutter telefonieren. Das missfiel einem unweit auf einer Parkbank sitzenden Pärchen derart, dass es mit übelsten rassistischen Beleidigungen über den in Guinea geborenen Pharmakanten herfiel. Während sie (Anne B., 53) sich mit einem „Ich möchte mich nicht äußern. Tut mir aber leid“ ziemlich kurzfasste, bestritt er (Kai P., 33) die Anklagevorwürfe vehement: „Wichser“ oder „Arsch“ könne schon gefallen sein. „Aber die Worte aus der Anklage definitiv nicht.“
Es war einer der vielen schönen Julitage des letzten Jahres. Die beiden miteinander befreundeten Angeklagten saßen im Volkspark Wittenau und tranken Bier. „Wir feierten – zugegeben etwas lauter.“ Was das spätere Opfer beim Telefonieren gestört haben soll. Sein „Bitte etwas leiser“ will Kai P. mit einem „Der Park ist groß genug. Geh doch ein Stück weiter“ gekontert haben. Worauf der andere wiederum mit einem „Rassisten“ reagierte…
Der Angeklagte schildert alles ganz anders
Der Pharmakant schilderte die Sache genau andersherum. Der Angeklagte habe sich mokiert, dass er zu laut telefoniere („Wir sind hier nicht im Busch“). „Er fing an, mich zu beleidigen. Als Affe. Scheiß-Flüchtling…“ Dabei lebe ich seit Langem hier, arbeite und zahle meine Steuern.“ Eine Zeugin (35) bestätigte seine Darstellung: „Der Angeklagte beschimpfte den Mann als ‚Scheiß-Nigger‘.“ „Hau ab aus Deutschland. Du hast hier nichts zu suchen“, hatte eine zweite Zeugin (29) gehört. Es folgten Schläge und Drohungen. „Er schlug mich mit seiner Tasche“, sagte das Opfer weiter aus. Und die Frau habe die Leine ihres aggressiv bellenden Hundes gelockert und gedroht: „Wenn du nochmal den Mund aufmachst, beißt er dich.“

via bz: Weil er telefonierte, wurde Moussa S. von Pärchen rassistisch beleidigt

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