Konzert oder Party Rechte nutzen Gartensparten zur Vernetzung

Normalerweise ist die Kleingartenanlage „Neuer Weg“ bei Hettstedt (Mansfeld-Südharz) ein Ort der Ruhe und Entspannung. Doch an diesem Abend steht die Polizei im Garten und im Vereinsheim. Sie löst eine Party auf, die kurz davor ist, zum Rechtsrockkonzert zu mutieren. Angekündigt ist nicht irgendeine Band, sondern Kategorie C: eine Kultband der rechtsextremen Szene und unter Hooligans. 35 Gäste sind gekommen und fiebern dem Auftritt entgegen, als Polizisten die Veranstaltung auflösen. Angemietet wurde das Vereinsheim zuvor von Leuten, die keine Mitglieder im Gartenverein sind – unter einem Vorwand, wie sich herausstellt. 50 Neonazitreffen zwischen 2014 und 2018 in Sachsen So berichtete die MZ im August 2017 über den bisher bekanntesten Vorfall in Sachsen-Anhalt, wenn es um Rechtsextreme in Kleingartenanlagen geht. Seit Jahren nutzen Extremisten beschauliche, abgelegene Sparten für ungestörte Treffen und Vernetzung. Nachgewiesen ist der Trend vor allem in Sachsen, wo das Innenministerium zwischen 2014 und 2018 mehr als 50 Neonazitreffen dokumentierte.

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