Instagram ist das neue Zuhause für Hass im Netz

Rechtsextreme nutzen die Plattform, um ihre Ideologie zu verbreiten, persönliche Fotos zu teilen und mit Fans zu chatten Soziale Medien sind in den vergangenen Jahren immer wieder für ihre Rolle bei der Verbreitung von Hass und Fake News kritisiert worden. Im Fokus war in der Vergangenheit vor allem Facebook, aber auch Twitter und Youtube. Letztere Plattform wurde von der “New York Times” sogar als “der große Radikalisierer” bezeichnet, da der Algorithmus beim Konsum von verschwörungstheoretischen Inhalten bald ähnliche Videos empfiehlt.
Oft bei der Debatte übersehen wird allerdings Instagram, Facebooks Fotoplattform. Laut dem Magazin “Wired” ist Instagram aktuell bei russischen Trollfabriken der regierungsnahen Internet Research Agency populär, um Falschinformationen zu verbreiten. Vor allem Jugendliche nutzen das soziale Medium nicht nur, um Bilder zu teilen, sondern auch als Quelle für Nachrichten und Informationen.
Rechtsextreme Blase
Eine Recherche des Magazins “The Atlantic” zeigte, wie schnell man dabei in rechtsextreme Kreise fallen kann: So folgte eine Redakteurin des Magazins einem beliebten verschwörungstheoretischen Account. Der Algorithmus empfahl daraufhin zahlreiche User, die Videos des Attentats auf Moscheen in Christchurch posteten. Dabei stellten diese infrage, ob es sich um einen “echten” Vorfall handelt oder um Schauspieler. Zahlreiche Nutzer begannen der Redakteurin zu folgen. Sie erwiesen sich etwa als Impfgegner oder teilten antisemitische Inhalte. Zudem posteten sie rassistische Memes und bezeichneten etwa Hillary Clinton als Pädophile.

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