#Polizist soll bei Einsatz in #Dresden #Holocaust infrage gestellt haben – #schauhin

Bei einem Protest gegen einen AfD-Stand an der Schauburg in Dresden müssen Beamte dazwischen gehen. Gegen einen von ihnen erhebt das Kulturbüro Sachsen nun schwerwiegende Vorwürfe. Neue Vorwürfe gegen die Polizei: Am Rand eines Protests ge­gen einen Stand der AfD in der Äu­ßeren Neustadt soll ein Beamter den Holocaust infrage gestellt ha­ben. Der Polizist habe Zweifel da­ran geäußert, dass während der NS-Diktatur tatsächlich sechs Millionen Juden ermordet worden seien. Ein Mitarbeiter des Kulturbüros Sachsen habe die Aussagen mitbekommen und daraufhin angekündigt, Be­schwerde einzulegen. Über Twitter teilte die sächsische Polizei mit, dass dieser Vorfall aufgearbeitet werden soll. (…) Als die Mitarbeiter des Kulturbüros vom AfD-Stand hörten, wollte Michael Nattke nachschauen, ob sich die Ak­tion letztlich nicht gegen das Kulturbüro richtet. Vor Ort angekommen, wurde er jedoch zum Zeugen eines Ge­sprächs – in dem ein Beamter krude An­sichten geäußert ha­ben soll.
Seinen Worten zufolge sollen zu­nächst zwei Vertreter vom Gegenprotest und ein Anhänger der AfD vor Ort miteinander diskutiert ha­ben. Dabei habe der Sympathisant der Partei die Proteste gegen die AfD mit dem Vorgehen der Nazis gleichgesetzt, die zum Boykott jüdischer Läden aufgerufen haben. Der Polizist habe daneben gestanden und dieser Äußerung zugestimmt, erklärt Michael Nattke.
Doch damit nicht genug. Als die Demonstranten darauf verwiesen hätten, dass währen der Naziherrschaft sechs Millionen Juden er­mordet worden seien und der Protest gegen die AfD dagegen in keinerlei Verhältnis stünde, habe der Polizist Zweifel an den historischen Tatsachen angemeldet. „Er hat die Frage gestellt, ob es denn bewiesen sei, dass sechs Millionen Menschen ermordet wurden und wissen wollen, wo das denn stehe“, schildert Michael Nattke das Geschehen. Daraufhin sprach der Mitarbeiter des Kulturbüros den Polizisten an, bat darum, dass er seine Dienstnummer nennt oder sich ausweist. „Das tat er aber nicht“, so Mi­chael Nattke, der sich deshalb an einen an­deren am Einsatz beteiligten Po­lizisten wandte. Bei ihm habe es sich um ei­nen Beamten der Bereitschaftspolizei gehandelt. „Er sagte mir, er könne mir nicht die Nummer des Kollegen geben, weil der zu ei­ner anderen Einheit ge­hört.“

via dnn: Polizist soll bei Einsatz in Dresden Holocaust infrage gestellt haben

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