Nach #Lanz-Auftritt: #AfD-Mann #Reil muss leiser jammern – oder #Talkshows meiden – #mimimi #jammerlappen #loser

Der Essener AfD-Politiker Guido Reil war bei Markus Lanz zu Gast und machte dort keine gute Figur. Statt das Problem bei sich zu suchen, wittert Reil jetzt eine große Verschwörung des ZDF gegen sich. Das ist so lächerlich wie armselig. Der Essener AfD-Politiker Guido Reil war in der vergangenen Woche in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ zu Gast und machte dort – vorsichtig ausgedrückt – keine so gute Figur. Er konnte auf Nachfrage kaum konkrete Vorschläge machen, wie er aktuelle politische Probleme wie hohe Mieten lösen würde. Nachfragen zur AfD-Spendenaffäre – Reil hatte im Wahlkampf Geld aus der Schweiz angenommen – tat er ab, als handele es sich um Peanuts. Der AfD-Mann will ins Europaparlament einziehen. Sicher ist ein vermurkster TV-Auftritt zu Beginn des Wahlkampfs nicht schön. Aber der AfD-Mann hätte den Abend auch unter „schade, nicht so gut gelaufen“ verbuchen und sich weiter auf den Wahlkampf konzentrieren können.
Von “bösen Systemmedien” und dem “Regime” Reils Reaktion jedoch ist so lächerlich wie armselig. Wie die „WAZ“ berichtete, sucht der AfD-Mann die Schuld bei anderen: „Das Regime“ wolle „uns“ fertigmachen, sagte Reil demnach. „Wir“ – das sollen wohl AfD-Politiker und ihre Anhänger sein. Wer „das Regime“ sein soll, wird nicht ganz klar, aber in etwa kann man sich vorstellen, welches Bild Reil bei seinen Anhängern erwecken möchte: Die bösen „Systemmedien“, die im Auftrag der Bundesregierung die AfD klein halten. So soll Reil behauptet haben, ZDF-Redakteure hätten ihn vor der Lanz-Sendung gezielt nach seinen Schwächen gefragt. Mit Juso-Chef Kevin Kühnert, der auch in der Sendung zu Gast war, hätten sich die Redakteure dagegen abgesprochen.

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siehe auch: Wie AfD-Mann Guido Reil sich als Opfer des ZDF inszeniert. Der Essener AfD-Politiker Guido Reil versucht, aus inhaltlicher Schwäche eine Tugend zu machen. Sein eigentliches Talent, meint er, sei die Rede. Zu seinem Auftritt in der Talkshow Lanz hat der Essener AfD-Politiker Guido Reil durchaus eine klare Meinung: „Ich war scheiße“. Großspurig hatte die AfD zuvor ironisch einen „Kampf der Arbeiterführer“ ausgerufen zwischen dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert und ihrem als „Kumpel“ titulierten Bundesvorstandsmitglied, wobei Kühnert die Rolle des weltfremden SPD-Linken zugedacht war, während der frühere Essener Sozialdemokrat mit seinem bodenständigen Image als Bergarbeiter zu punkten hoffte. Reil wirkte nicht einmal beim Thema Zuwanderung sattelfest Es kam anders. Kühnert, teilweise assistiert von Moderator Markus Lanz, führte den heillos überfordert wirkenden Reil rhetorisch und inhaltlich regelrecht vor. Nicht einmal bei einem Leib-und-Magen-Thema der AfD wie der Zuwanderung wirkte Reil halbwegs sattelfest. Für die AfD ein absolutes Desaster. „Auch parteiintern bin ich hart kritisiert worden“, räumt Reil ein. Der 49-jährige Essener hat sich für solche Fälle eine Erklärung zurecht gelegt, man könnte auch von einer Ausrede sprechen: „Ich habe von vielen Themen keine Ahnung, das habe ich auch immer offen gesagt“, so Reil. Schließlich habe er „weder Mitarbeiter noch einen Apparat“ hinter sich. „Ich bin doch vollkommen allein.“
Auf seine zahlreichen Fans, die sich besonders im Internet versammeln, mag das sympathisch bescheiden wirken. Tatsächlich aber ist Reil nun seit mehreren Jahren faktisch Berufspolitiker, wenn auch noch kein hochbezahlter. Als Bundesvorstandsmitglied hat er aber Zugriff auf die Ressourcen der AfD oder könnte es zumindest haben. In jedem Fall sollte er Zeit genug aufbringen können, sich auf zentralen Politik-Feldern Wissen anzueignen – welche Meinung er dann auch immer daraus ableitet.
Sein Einzug ins EU-Parlament ist dank des vorderen Listenplatzes sicher
Will Guido Reil irgendwann mal ernsthaft arbeiten? „Sobald ich ins Europa-Parlament gewählt bin und ich Geld und Personal habe, geht es los“, sagt er. Da sein Einzug bei der Wahl am 26. Mai dank des AfD-Listenplatzes 2 als sicher gilt, suche er bereits Mitarbeiter und eine Wohnung in Brüssel. Was er dort politisch vorhabe, dazu fiel Reil bislang wenig mehr ein als das Schlagwort „Transparenz herstellen“. In der Lanz-Talkshow schilderte er dann noch seine Verkehrsstau-Erfahrungen in Brüssel, was am Kern einigermaßen vorbeiging Die Schuld für das TV-Debakel suchte er allerdings nicht bei sich, sondern klagte am Wochenende lautstark über die Tatsache, dass ihn Lanz und Kühnert in die Mangel nahmen. Dabei kann nicht gerade als neues Phänomen gelten, dass Journalisten, Moderatoren und eben auch politische Gegner bei AfD-Leuten jenen Biss zeigen, der ansonsten in politischen Debatten etwas abhanden gekommen ist.

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