Rheinländische Neonazis mit antisemitischem Singsang

Ein erstes gerichtliches Nachspiel dürften antisemitische Gesänge von Neonazis aus dem Rheinland bei einem Aufmarsch in Berlin zu Ehren des früheren Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß bald haben. Bei dem Aufmarsch am 18. August 2018 in Berlin fiel unter den rund 700 Neonazis besonders der „Rheinland-Block“ auf, weil aus dessen Reihen der Gesang angestimmt wurde: „Wo man Juden deportiert, da ist das Rheinland, schalalalala…“ Die Deportation von Juden wurde dabei in Kombination mit einem rheinischen Singsang in einer Mischung aus Fröhlichkeit und Aggressivität besungen. Die Szene auf Video festgehalten und publiziert hatte das „Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus“ (JFDA). Dem „Rheinland-Block“ gehörten bei dem Aufmarsch im August 2018 Neonazis aus dem Großraum Aachen sowie solche aus dem Kölner und Düsseldorfer Umland, vom Niederrhein und aus dem Bergischen Land an. Der ehemalige „Kameradschaftsführer“ der 2012 verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), Rene L. (Kreis Düren), begleiteten den „Rheinland-Block“ zeitweise als Ordner. Vorwurf der Volksverhetzung Weil ein Heranwachsender aus Hückelhoven als Träger des Fronttransparents besagten „Blocks“ seinerzeit mitgesungen haben soll, muss er sich am Donnerstag nach Ostern wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung vor dem Amtsgericht Erkelenz (beide Städte: Kreis Heinsberg) verantworten. Wie in Jugendverfahren üblich findet der Prozess in der Heimat und nicht am Ort der Tatbegehung statt.

via bnr: Rheinländische Neonazis mit antisemitischem Singsang

Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *