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Ehemaliges Wohnhaus eines Lokalpolitikers beschmiert – Jetzt ermittelt der Staatsschutz. Das Haus war das falsche, der Schock saß trotzdem tief: In der Nacht zum 1. April wurde das ehemalige Wohnhaus eines Heidelberger Journalisten mit roter Farbe beschmiert. In großen Buchstaben stand der Name seines Sohnes an der Wand, darunter: “Papa tötet dich”. Links daneben prangte ein großes Kreuz. Für den Mann, den die Aktion offenbar treffen sollte, ist klar: Hinter der Tat stehen Rechtsextreme, die ihn einschüchtern wollen. Denn der Heidelberger – er möchte anonym bleiben, um seine Familie zu schützen – tritt nicht nur für die SPD zur Kommunalwahl am 26. Mai an, er engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Rechtsradikalismus. Er dokumentiert rechte Demonstrationen und Ausschreitungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, schreibt darüber in Blogs, veröffentlicht Fotos in verschiedenen Zeitungen. Zudem hält er bundesweit Vorträge zum Thema Rechtsextremismus und hat in Heidelberg das “Netzwerk gegen Rechts” mitgegründet. Sein Engagement bringt ihn seit 2017 auch regelmäßig ins rheinland-pfälzische Kandel, wo es nach der Tötung einer 15-Jährigen durch einen Flüchtling immer wieder zu Demonstrationen kam. Schon dort hätten ihn Rechtsradikale bedroht, berichtet der Journalist der RNZ. Viermal seien die Reifen an seinem Auto aufgeschlitzt worden, noch öfter habe er Nazi-Aufkleber auf dem Fahrzeug gefunden. Auch bei seinen Vorträgen seien immer wieder Störer aufgetaucht; im Internet werde er regelmäßig beschimpft und bedroht.
Deshalb ist er sicher, dass es sich bei der Farbattacke um einen politisch motivierten Anschlag handelt. Denn die Methode habe System: “Akteure des rechten Spektrums sehen es überhaupt nicht gerne, wenn sie kritisch beobachtet werden. Es ist mittlerweile bundesweit so, dass kritische Journalisten und Journalistinnen von rechten Banden bedroht und eingeschüchtert werden.” Die daraus folgende Angst vor Gewalt, Überwachung und Belästigung wirke sich natürlich extrem auf die Arbeit aus, so der Journalist und Kommunalpolitiker. Er selbst will sich durch die Drohungen aber nicht von seiner politischen Arbeit abbringen lassen: “Ich habe meine Haltung”, zeigt er sich entschlossen. Er habe überhaupt keine andere Wahl, als weiterzumachen. “Keinen Schritt zurück!”

via mz: Anschlag in Heidelberg – Rechtsextremisten wollten linken Journalisten offenbar einschüchtern

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