Erinnerung an Wolfgang Szepansky – Gedenktafel für Widerstandskämpfer zum vierten Mal zerstört

Kein Zufall mehr. Zum vierten Mal wurde die Gedenktafel des Widerstandskämpfers Wolfgang Szepansky zerstört bzw. entwendet
Kein Zufall mehr. Zum vierten Mal wurde die Gedenktafel des Widerstandskämpfers Wolfgang Szepansky zerstört bzw. entwendet Er wagte den Widerstand gegen das Naziregime, überlebte das Konzentrationslager und klärte später Jugendliche über die NS-Verbrechen auf. Eine Gedenktafel erinnert in Kreuzberg an Wolfgang Szepansky. Und irgendjemand hat etwas dagegen. Immer wieder wird die Glastafel zerstört.
Im Bezirk ist man erschüttert. Bereits zum vierten Mal seit 2012 wurde Szepanskys Gedenktafel an der Methfesselstraße 42 herausgebrochen. „Ein gezielter Akt der Zerstörung“, sagt die Kulturstadträtin, Clara Herrmann (34, Grüne). Wolfgang Szepansky, geboren 1910 in Wedding, mit 23, gerade Malergeselle, tat er am 11. August 1933 seine Meinung gegen die Nazis kund. „Nieder mit Hitler! KPD lebt! Rot Front!”, schrieb er an die Mauer der damaligen Schultheiß-Brauerei in Kreuzberg und wurde gefasst.
Er kam ins Konzentrationslager Columbia-Haus, am Rand des Tempelhofer Feldes. Nach der Entlassung flüchtete er in die Niederlande, wo er 1940 interniert, an die Gestapo ausgeliefert und fast bis Kriegsende im Konzentrationslager Sachsenhausen gefangen gehalten wurde.

via bz berlin: Erinnerung an Wolfgang Szepansky – Gedenktafel für Widerstandskämpfer zum vierten Mal zerstört

Gedenktafel Methfesselstr 42 (Kreuz) Wolfgang Szepansky.jpg
Von OTFW, Berlin – Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, Link

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