Landtagsabgeordneter Schröder erklärt AfD-Austritt

Der Landtagsabgeordnete Sven Schröder hat seinen Austritt aus der AfD Brandenburg erklärt – und ist damit der zweite aus der Fraktion innerhalb von fünf Monaten. Schröder sagte am Montag: “Der Austritt ist vollzogen.” Er gab parteiinterne Gründe an. Schröder will nach eigenen Angaben bis zum Ende der Wahlperiode fraktionsloser Abgeordneter im Landtag bleiben. Zuvor hatten mehrere Medien über seinen Schritt berichtet. Schröder galt als gemäßigt – ebenso wie Steffen Königer, der im November 2018 die AfD verlassen hatte. Schröder kritisierte den AfD-Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz, der am Samstag wiedergewählt worden war. “Ich frage mich seit einiger Zeit, ob ich noch immer richtig bin in der Partei”, sagte Schröder der Deutschen Presse-Agentur. “Das hat nichts mit der grundsätzlichen Ausrichtung der AfD zu tun, sondern mit der Parteispitze.” Der 55-Jährige betonte: “Wenn es nicht um Kompetenzen geht, sondern nur um Gefolgschaft, dann bin ich nicht der richtige Mann dafür.” Kalbitz wird dem rechtsnationalen Flügel in der AfD zugerechnet.
Schröder sprach von einem “Netzwerk, was nicht dafür sorgt, dass die Mitglieder vertrauensvoll miteinander umgehen können”. Niemand traue sich, offen seine Meinung zu sagen. Innerparteiliche Grundsätze seien in den Hintergrund gerückt, sagte er. Die AfD habe anders sein wollen als die anderen Parteien mit Klüngeleien und Absprachen. “Aber genau dahin tendiert die AfD. Und das wird sich auch nicht ändern.” Er sehe seine Zukunft aber nicht in einer anderen Partei.

via sz: Landtagsabgeordneter Schröder erklärt AfD-Austritt

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Von Ralf RoletschekEigenes Werk, GFDL 1.2, Link

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