NPD-Aufmarsch stößt in Dresden auf deutlichen Widerstand

Verkürzte Demonstrationsroute unter massivem Polizeischutz: Mehreren Hundert Teilnehmern des Gegenprotests gelang es wiederholt, die Neonazi-Demonstration in der Dresdner Innenstadt mit Sitzblockaden zum Stehen zu bringen. Mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Sprechchören wie „Frei, sozial und national“ wollte die rechtsextreme Partei NPD am 1.­Mai vom Bahnhof Dresden-Neustadt durch die Innenstadt bis zum Hauptbahnhof ziehen – doch daraus wurde nichts. Grund dafür waren mehrere Hundert Demonstranten, die am Gegenprotest unter dem Titel „1. Mai – nazifrei“ teilnahmen. Wiederholt blockierten dieser Gegenprotest die Marschroute der Neonazis. Bereits auf dem Weg vom Schlesischen Platz zur Anton-/Leipziger Straße wurde die rund 150 Personen umfassende Demonstration des NPD-Landesverbandes Sachsen nach wenigen Metern ausgebremst. Dabei kam es zu hektischen Szenen: Nachdem die Antonstraße blockiert wurde, leitete die Polizei die rechtsextreme Demonstration auf die Hainstraße um. In einem Hinterhof zwischen den beiden Straßen stießen dennoch rund 30 gewaltbereite Teilnehmer beider Gruppen aufeinander und lieferten sich eine handfeste Auseinandersetzung.
Trotz 550 eingesetzter Beamter wirkte die Polizei nicht nur in dieser Situation teilweise überfordert. Gegendemonstranten schafften es immer wieder, den Neonazi-Aufmarsch zum Stehen zu bringen. So auch auf der Großen Meißner Straße: Dort nahmen die Einsatzkräfte fünf Gegendemonstranten aufgrund von „Verstößen gegen das Versammlungsgesetz“ fest. Darüber hinaus prüft die Polizei die Aussagen von zwei Teilnehmern der NPD-Demonstration wegen des Verdachts auf Volksverhetzung.

via dnn: NPD-Aufmarsch stößt in Dresden auf deutlichen Widerstand

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