Prozessauftakt gegen Hendrik Möbus

Wegen seines NSBM-Versandhandels steht der Thüringer Neonazi seit Donnerstag in Berlin vor Gericht. Am heutigen Donnerstag hat vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin-Moabit ein Prozess gegen den umtriebigen NSBM-Versandhändler und -Konzertorganisator Hendrik Möbus. (bnr.de berichtete regelmäßig, zuletzt) Zusammen mit seinem Komplizen Christian S. wird ihm in mehreren Fällen das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole sowie Volksverhetzung vorgeworfen. Im Zeitraum zwischen Oktober 2014 und November 2015 sollen die beiden T-Shirts vertrieben haben, auf denen SS-Totenköpfe und Keltenkreuze abgebildet waren. Hinzu kommen CDs, auf deren Cover sich ebenfalls solche Symbole aber auch Hakenkreuze und Sigrunen befanden. Zusätzlich wird Möbus vorgeworfen, die CD „Kristallnacht – Warspirit“ verkauft zu haben, auf der sich mehrere antisemitische Liedzeilen befinden, die zum gewaltsamen Vorgehen gegen Juden aufrufen und die SS glorifizieren. Ein Lied beginnt und endet mit „Sieg Heil“.
Strippenzieher im NSBM-Milieu Sowohl Möbus als auch S. entstammen der Thüringer Neonazi-Szene, waren zeitweise sogar zusammen inhaftiert. Durch seine Beteiligung an einem Mordfall in Sondershausen 1993 und als Kopf der NSBM-Band „Absurd“ genießt der 43-jährige Möbus in der Szene bis heute hohes Ansehen. Auch durch sein Label „Darker than Black Records“ und der Organisation von Konzerten gilt er in dieser Szene als einer der Strippenzieher. (bnr.de berichtete) Beide Neonazis betrieben bis Ende 2014 von Berlin-Plänterwald und Neukölln aus den „Merchant of Death“-Versandhandel.

via bnr: Prozessauftakt gegen Hendrik Möbus

Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *