Rechtsrock-Konzerte in der „HateBar“

In einer Bar in Dillingen (Landkreis Saarlouis), die im Besitz der „Hammerskins“ (HS) ist, sind in den vergangenen Jahren immer wieder braune Bands beziehungsweise Liedermacher aufgetreten. Das geht aus einer Antwort des saarländischen Innenministeriums auf eine Parlamentsanfrage von Dennis Lander aus der Fraktion Die Linke hervor, der Auskunft zu Aktivitäten der rechten Musik-Szene aus den vergangenen fünf Jahren begehrte. Demnach ist die so genannte „HateBar“ 2015 von einem Mitglied aus dem HS-Chapter „Westwall“ und deren Unterstützergruppe „Crew 38 Westwall“ erworben worden. Seither haben die Sicherheitsbehörden in dem HS-Treff neben etlichen Party-Events in neun Fällen auch Live-Konzerte beobachtet, jeweils besucht von 20 bis 60 Szene-Gängern. Auftritte auch von ausländischen Bands sind durch internationale HS-Netzwerkverbindungen erklärbar. So standen 2017 „Mistreat“ aus Finnland und ein Jahr später Pierre de la Breizh aus Frankreich auf der Bühne. Das jüngste gelistete Konzert in Dillingen fand am 16. März mit dem Neonazi-Barden „Barny“ (bürgerlich Mirko Sydlowski) aus Thüringen statt. Weitere Solo-Acts bestritten Daniel Roth und Daniel Strunk („Renitenz“) aus Baden-Württemberg. Die saarländische Combo „Wolfsfront“ spielte dort 2016 auf. Ihr Kopf Robert Kiefer, der selbst den HS zuzurechnen ist, trat dort zwei Jahre später dann noch einmal als Solo-Act auf.

via bnr: Rechtsrock-Konzerte in der „HateBar“

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